PMelittaM

Nicht ganz so gut wie die Vorgängerbände, aber dennoch lesenswert

04.10.2025 – 19:50 Uhr
Cover: Verschworen

Elmas kleine Tochter Adda ist nun sieben Monate alt, und so gibt Elma den Staffelstab der Elternzeit an Sævar weiter, und tritt ihren Dienst auf dem Polizeirevier in Akranes wieder an. Direkt der erste Fall ist herausfordernd. Ein Mann wird in seinem Bett erstochen, an die Wand wurde ein Satz aus einem Kirchenlied geschrieben. Relativ schnell ergeben die Ermittlungen eine Verdächtige, doch diese ist spurlos verschwunden. Wurde sie vielleicht doch auch ein Opfer?

Wie von der Reihe gewohnt, gibt es auch hier neben dem aktuellen Geschehen Rückblicke in die Vergangenheit, allerdings dieses Mal größtenteils nur wenige Wochen zurück. Interessanterweise werden diese zunächst aus der Perspektive des Toten, später aus der Perspektive einer anderen Person erzählt.

Auch die Geschehnisse der Gegenwart werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, aus Sicht der Ermittlerin Elma und deren Vorgesetzten Hörður, aber auch aus Sicht verschiedener Personen, die in einem engeren Verhältnis zu Þorgeir, dem Ermordeten, standen. So lernt man einige Charaktere gut kennen, und fängt an, sich selbst Gedanken zu machen, was geschehen sein könnte …

Parallel zu den offiziellen Ermittlungen stellt Sævar eigene Untersuchungen an. Er und Elma haben sich erst kürzlich ein Haus gekauft, die vorherigen Eigentümer hatten mehrere Kisten zurückgelassen, in einer davon findet Sævar Unterlagen, in denen auch der Tote erwähnt wird. Sævar kann sich vorstellen, dass diese Licht in das Motiv der Tat bringen könnten.

So ergibt sich nach und nach ein Blick auf die Ereignisse, die letztlich zum Mord führten. Auch in diesem Fall gibt es wieder Wendungen, die zunächst nicht offensichtlich sind, manches davon hatte ich aber schon erwartet. Am Ende wird der Fall natürlich aufgelöst, es gibt aber dennoch eine Art Cliffhanger, der Elma und Sævar persönlich betrifft. Darauf wird hoffentlich im nächsten Band zurückgegriffen werden.

Ich bin ein Fan der Reihe, doch dieser fünfte Band hat mich nicht ganz erreichen können. Hin und wieder fand ich das Ganze etwas unrealistisch. Nach wie vor punktet der Roman mit seiner Atmosphäre und dem Islandfeeling, sowie mit den Charaktern. Neben einer Karte Islands und einem näheren Ausschnitt um Akranes, gibt es noch ein Personenregister. Beides habe ich nicht unbedingt benötigt, ist aber ein netter Bonus.

Der fünfte Band der Reihe punktet wieder mit seiner Atmosphäre und den Charakteren, hat mir aber nicht ganz so gefallen wie die Vorgänger, manches erschien mir etwas unrealistisch. Ich vergebe dieses Mal 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.


Gesamtbewertung: 4/5
Leser: PMelittaM

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Klappentext

Verschworen

Krimi von Eva Björg Ægisdóttir
Cover: Verschworen

Ein brutaler Mord in den stillen Fjorden Islands wird zum Echo einer uralten Sünde. Für Kommissarin Elma beginnt ein Wettlauf gegen einen Mörder, der fünfundzwanzig Jahre auf seine Rache gewartet hat.

Für Kommissarin Elma soll es nach ihrer Babypause ein ruhiger Wiedereinstieg werden. Die winterliche Gemütlichkeit in dem kleinen isländischen Städtchen Akranes wird jedoch brutal zerstört, als eine Leiche in einem abgelegenen Sommerhaus entdeckt wird. Der vierzigjährige Þorgeir wurde mit sieben Messerstichen ermordet. An der Holzwand über seinem Bett hat der Täter eine rätselhafte Nachricht hinterlassen – eine Zeile aus einem alten Kirchenlied, geschrieben mit dem Blut des Opfers.

Elmas Ermittlungen führen sie tief in die Vergangenheit von Þorgeir und seinen Jugendfreunden. Die Spur endet im Sommer 1995 in einem christlichen Ferienlager in Vatnaskógur. Ein dunkles Geheimnis verbindet die damalige Clique, denn der angebliche Unfalltod eines Jungen wirft fünfundzwanzig Jahre später tödliche Schatten auf die Gegenwart. Elma stößt auf eine Mauer des Schweigens und erkennt, dass sie einen Mörder jagt, der für seine Rache über Leichen geht.

Eva Björg Ægisdóttir verbindet in diesem fesselnden Island-Krimi die trügerische Ruhe der Kleinstadt mit einem unbarmherzigen Rachefeldzug. Ein Pageturner, der zeigt, dass die schlimmsten Verbrechen oft aus den tiefsten Wunden der Jugend erwachsen.

Alle Fälle der Krimi-Reihe »Mörderisches Island«:

  1. Verschwiegen
  2. Verlogen
  3. Verborgen
  4. Verlassen
  5. Verschworen


Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Reihe
4.2 8574

Mörderisches Island


Dieses Buch gehört zu der Reihe
»Mörderisches Island« und umfasst derzeit etwa fünf Bände.

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