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PMelittaM
Rezensionen (36)
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 25.06.2026
Etwas ruhigerer vierter Band
Butcher entdeckt, dass Hughie ein Verhältnis mit Starlight hat, und wird sofort misstrauisch. Ist Hugie etwa ein Spion von Vought? Das führt letztlich dazu, dass Hughie und Annie, von der Hughie bisher nicht wusste, dass sie Starlight ist, sich trennen und Hughis in seine schottische Heimat flüchtet. Ob er jemals in die USA zurückkommen wird, weiß er nicht.
Der vierte Band der Reihe ist weniger blutig als die Vorgängerbände, wir erfahren hier nicht nur mehr über Hughie, sondern auch über Annie. Wir lernen Hughies Heimat, seine Eltern und seine Freunde kennen, und erfahren einiges über den kleinen Hughie. Wen wundert es, dass es auch hier einige Geheimnisse gibt, und Hughies beste Freunde etwas skurril sind?
Ich habe diesen ruhigeren Band, sehr gerne gelesen. Er kommt nicht ganz ohne Supermenschen aus, doch man lernt hier auch einmal ein paar richtig nette kennen. Natürlich gibt es trotzdem auch Spannung und man erfährt weitere Hintergründe über Vought und den Wirkstoff V.
Der vierte Band ist etwas ruhiger und weniger blutig, ich habe ihn sehr gerne gelesen, auch, weil man wieder einige Hintergrundinformationen bekommt. Ich bin nun gespannt, wie es weitergehen wird.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 24.06.2026
Spannend und aktuell
Maja Birk, Agentin des dänischen Geheimdienstes, ist mit einem Auftrag in der Türkei unterwegs. Durch einen möglichen Anschlag werden sie und ihr Informant Ramin Pahlavi verletzt. Während Maja im Krankenhaus landet und schließlich heimlich nach Hause geholt wird, landet Ramin im Gefängnis und muss selbst dafür sorgen, in Sicherheit zu kommen.
Kaum ist Maja zurück in Dänemark, wird sie in den nächsten Fall verwickelt. Manche der Mitglieder einer chinesischen Delegation, die sich besonders für Grönland interessiert, scheinen verdächtig, wie der Analyst Daniel Hartmann feststellen muss. Außerdem ist ein chinesischer Killer unterwegs.
Schon in der Oxen-Reihe war ich mit dem dänischen Geheimdienst bekannt geworden, dort war es der PET, der auch hier eine Rolle spielt, jedoch ist es hier vorrangig der FE, der Auslands-Nachrichtendienst, dem Maja und Daniel angehören. Anders als bei Oxen ist hier weniger Action im Spiel, obwohl es natürlich auch lebensgefährliche Situationen gibt, hier erleben wir auch die diplomatische Seite und hier wie dort erfahren wir auch manches über das Privatleben der Protagonist:innen, denn Geheimhaltung ist nicht immer gut für das Familienleben.
Spannend ist „Dunkelmann“ natürlich trotzdem, am meisten habe ich tatsächlich mit Ramin gezittert, der alleine auf sich gestellt klar kommen muss, aber auch Daniel und Maja kamen mir nahe. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, nicht nur aus denen der drei gerade erwähnten. Auch eine chinesische Studentin spielt zum Beispiel eine größere Rolle und lässt die Lesenden einen Blick auf das Denken in China werfen. Die chinesischen Antagonisten erhalten, außer im Prolog, keine eigene Perspektive.
Der Roman ist nicht nur sehr aktuell, einer der Autoren ist als ehemaliger Geheimdienstchef Kenner der Materie. „Dunkelmann“ könnte der Beginn einer Reihe sein, ich würde gerne weitere Romane um Maja und Daniel lesen.
Mir hat dieser politische Thriller sehr gut gefallen, er ist aktuell und spannend, die Charaktere kamen mir nahe und ich hätte Lust die Protagonist:innen in weiteren Bänden wiederzutreffen. Wer gerne politische Thriller liest, sollte zugreifen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 22.06.2026
1962, ein spannendes Jahr für die Protagonist:innen und für die Welt
1962 ist Philipp Gerber Kriminalrat beim BKA und frisch mit Eva Herden verheiratet. Auf der Hochzeitsreise haben sie eine unangenehme Begegnung, in die sich der Stewart Freder Guthmann einmischt. Zurück zu Hause gibt es direkt wieder Arbeit, Philipp und sein Team muss sich in Hamburg um Waffenschmggel kümmern, während Eva, die nun für den Spiegel arbeitet, möglicherweise die Chance bekommt, ein Interview mit Fidel Castro, dem kubanischen Präsidenten, zu führen.
1962 – war da nicht? Ja, es ist ganz typisch für die Reihe, deren fünfter Band dies ist, dass sie wichtige historische Momente der Bundesrepublik aufgreift. Hier sind die Stichwörter schon gefallen, Kuba und Spiegel, und es ist wieder interessant zu lesen, wie der Autor seine Protagonist:innen in die historischen Ereignisse verwickelt.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, vor allem die Philipps und Evas, aber auch zum Beispiel aus Freders Sicht und die McGeorge Bundys aus Präsident J. F. Kennedys Stab. So wird die Geschichte rundum beleuchtet und es berührt mehr als eine sachliche Erzählung. Auch wenn man das damalige Geschehen kennt, ist die Geschichte spannend, denn sie erzählt persönliche Verstrickungen fiktiver Personen, mit denen man trotzdem mitfiebern und mitleiden kann. Am Ende blieb für mich zwar eine Frage offen, aber so ist das Leben manchmal, und auch hier haben die, wenn auch fiktiven, Ereignisse dafür gesorgt, dass es keine Antwort mehr gegeben hat.
Der Band enthält einen Stadtplan des Hamburg von 1962, eine Zeittafel und ein interessantes Nachwort des Autors, das man unbedingt lesen sollte.
Auch Band 5 der Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen, ich hoffe sehr, es wird nicht der letzte gewesen sein. Wer gerne gute historische Romane, auch aus der näheren Vergangenheit liest, sollte zugreifen, ich empfehle aber, die Reihenfolge einzuhalten.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 21.06.2026
Ein Roman, der gut tut
Pina Luxen lebt mit ihrem erwachsenen autistischen Sohn Leo alleine, während sie arbeitet, besucht er eine Werkstatt für behinderte Menschen. Einmal in der Woche geht sie für sich und ihre Nachbarin Inge einkaufen, so lange bleibt Leo bei Inge, viel länger als eine Stunde ist das aber nicht möglich, denn dann bekommt Leo Panik. Eines Tages bricht Pina auf dem Nachhauseweg vom Einkaufen zusammen und landet im Koma auf der Intensivstation. Nun ist es an der Hausgemeinschaft, mit Leo klar zu kommen und sich um ihn zu kümmern.
Ich kann mir die Situation Pinas gut vorstellen, ich war auch einmal pflegende Angehörige, und wäre mir dasselbe wie Pina passiert, wäre mein Pflegling hilflos zu Hause gewesen. Auch hier weiß zunächst niemand, was überhaupt los ist, wo Pina bleibt, zum Glück ist Leo gerade nicht alleine. Aber Inge ist schon 86, Witwe und hat sich schon länger nicht wegen der Treppen aus dem Haus getraut. Auch die beiden anderen Hausbewohner, die das Problem nach und nach mitbekommen, haben ihre ganz eigenen Sorgen. Und dennoch rauft man sich irgendwie zusammen. Das war wirklich schön zu lesen.
Vera Zischke hat Erfahrung mit diesem Thema, sie hat aber nicht nur Leo und Pina authentisch dargestellt, sondern auch alle anderen Charaktere des Romans, manche Entwicklungen habe ich nicht kommen sehen, alles wirkte aber immer echt, wenn auch vielleicht manchmal ein bisschen überspitzt.
Mir hat es gut getan, diesen Roman zu lesen, und ich hoffe, dass er viele Leser:innen findet, von mit gibt es auf jeden Fall eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 20.06.2026
Heftiger dritter Band
Homelander verkündet, dass er und die anderen Supies einige Tage ins Weltall müssen, um eine außerirdische Bedrohung abzuwehren. Tatsächlich ist aber der regelmäßig stattfindende Herogasm angesagt, bei dem die Supies es sich in einem exklusiven Resort gutgehen lassen. Dieses Jahr geht es besonders hoch her …
Im Anschluss daran entscheiden sich die Boys Hughie und damit auch den Leser:innen endlich ihre Geschichten zu erzählen, und die sind allesamt ziemlich heftig.
Dieser Band macht besonders deutlich, dass die Reihe ausschließlich für Erwachsene gedacht ist, was ich mir während des Herogasm, und ja, wenn du dir nun etwas sehr explizites vorstellst, hast du wahrscheinlich recht, ansehen musste, toppte wirklich vieles. Gut, dass ich die Serie schon kannte, und auf viel eingestellt war.
Dennoch war auch dieser Band lesenswert man erfährt viel, und besonders die Geschichten der einzelnen Mitglieder der Boys berühren. Auch die Zeichnungen sind wieder erstklassig.
Der dritte Band der Reihe ist in vielerlei Hinsicht heftig, doch etwas anderes darf man wohl von dieser Reihe nicht erwarten. Wer die Reihe bis hierher gelesen hat, wird sich davon aber nicht abschrecken lassen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 20.06.2026
Ein japanischer Thriller
Im Januar 1990 wird die Leiche eines kleinen Mädchens, das einigen Wochen vorher verschwunden war, gefunden. Der Fall ist nicht einfach zu lösen, die Ermittler geben alles, kommen aber kaum voran. Dann ist ein weiteres Kind verschwunden.
Ich lese sehr gerne Romane, die in für uns eher exotischen Ländern spielen, denn in der Regel erfährt man auch immer einiges über das Land an sich, seine Gesellschaft, seine Kultur, das ist auch hier der Fall. Dieser Roman ist im Original bereits 1993 erschienen und das Debüt des Autors.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, Hauptkommissar Saeki ist der Leiter des Dezernat I für Tötungsdelikte und schweren Raub, während Shigo Okamoto ein ihm unterstellter Kriminalanwärter ist. Während Saeki, dessen Vornamen man nicht erfährt, mehr für die Einsatzplanung zuständig ist, aber auch seinen Kopf hinhalten muss, wenn etwas schiefgeht, gehört Okamoto zur Fußtruppe, die zum Beispiel Befragungen macht.
Einen weiteren Erzählstrang nimmt Matsumoto ein, der kürzlich einen schweren Verlust erfahren hat, der ihm das Gefühl eines Loches in der Brust beschert, und der sein Glück in einer Religionsgemeinschaft sucht, von denen es in Japan unzählige gibt, die zum Teil sektenartig organisiert sind. Dieser Handlungsstrang löst sich mit dem der Ermittlungen abwechselnd ab.
Auf dem Cover wird ein Thriller versprochen, und auf gewisse Weise ist das der Roman auch, auch wenn er langsamer und mit weniger Spannung erzählt wird, als man es erwarten könnte. Dennoch, gerade der Matsumoto-Strang hat für mich schon etwas thrillerhaftes, er hat bei mir einige Emotionen ausgelöst. Zeitweise treten die Ermittlungen hinter seinen Erlebnissen sogar zurück. Ich glaube, man darf japanische Thriller nicht mit westlichen gleichsetzen, hier zumindest wird die Spannung subtiler erzeugt, mehr auf der psychologischen Ebene. Für mich war diese Form des Thrillers interessant zu lesen und mit einer eigenen Spannung behaftet. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und habe viel spekuliert und gegoogelt.
Die Auflösung finde ich dennoch sehr überraschend, mir scheint aber alles logisch zu sein. Auch wenn ich mir vielleicht eine andere gewünscht hätte, gefällt mir diese Auflösung gut, auch, weil sie im Nachhinein passend ist und dem Roman einen interessanten Twist gibt.
Mich hat der Raman schnell packen können. Man muss sich auf ihn einlassen, weil er anders gestrickt ist, als man vielleicht erwartet, aber gerade das macht ihn für mich interessant. Ich war schnell emotional beteiligt und habe auch viel spekuliert. Gerne empfehle ich ihn allen, die nicht allzu fest an der westlichen Definition von Thriller hängen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 15.06.2026
Sammelband der originellen und spannenden Trilogie
Der Sundown vor vielen Jahren zwang die Roboter dazu, ihre Energiezufuhr zu ändern. Mit Hilfe des Kooperationsvertrages mit den Menschen, und den Biotopen ist diese gesichert – doch nun scheint es eine neue Fraktion zu geben, die die friedliche Koexistenz in Frage stellt.
Der Roboter Smoke nimmt als Söldner alle möglichen Aufträge an. Als er das Menschenkind Kaia wiederfinden soll, gerät er in Schwierigkeiten, nicht nur sein „Leben“ ist in Gefahr, er hat auch ungewohnte Stimmungen zu verarbeiten.
Der Sammelband enthält alle Teile der Trilogie. Ich kannte zwar die ersten beiden bereits, doch es hat mir große Freude bereitet, alle Teile am Stück zu lesen, und so noch tiefer einzutauchen in diese interessante Geschichte.
R. M. Amerein hat eine interessante Welt erschaffen, in der die friedliche und gleichberechtigte Koexistenz zwischen Menschen und Robotern eine originelle und interessante Idee darstellt, und zwar so wohl in globaler Betrachtung, als auch in individueller, wie zum Beispiel zwischen Smoke und Kaia.
Erzählt wird aus den Perspektiven Smokes und Kaias, wobei man Smokes sogar in Ich-Form erleben kann. Wie schon bei ihrer Archenreihe sind der Autorin die Charakterzeichnungen gut gelungen, insbesondere natürlich die von Smoke, der einem sehr nahe kommt. Die Roboter sind in verschiedenen Kasten organisiert, teilweise so wie sie seinerzeit von den Menschen erschaffen wurden, aber auch in individuelleren, teils liebevoll skurril gezeichneten Ausprägungen, so gibt es z. B. Heiler und Militärdroiden, Geschichtsbewahrer und Söldner – im Laufe des Romans lernt man einige davon kennen.
Sehr interessant ist auch Kaia, die einige Geheimnisse birgt, die nach und nach enthüllt werden. Neben ihr lernt man auch andere Menschen kennen. Nicht nur süß sind die beiden Kater, die man schon auf dem Cover bewundern kann, sie sind auch wichtige Wegbegleiter.
Neben Menschen und Robotern gibt es noch eine dritte, zunächst sehr geheimnisvolle Fraktion, zu der ich aus Spoilergründen wenig sagen möchte. Den Anführer Soto kann man auf dem Buchrücken bewundern.
Spannung gibt es reichlich, nicht nur einmal kommen Protagonist:innen in Gefahr, zudem sorgt auch die Frage nach dem Warum immer wieder für Nervenkitzel. Bei manch einem Cliffhanger war ich froh, dass ich gerade den Sammelband lese. Am Ende habe ich das Buch sehr zufrieden zugeklappt.
Das wunderbar zum Roman passende umlaufende Cover, ich habe es mir während des Lesens immer wieder angeschaut, ist das Werk des von mir sehr geschätzten Timo Kümmel. Sehr gelungen und unbedingt lesenswert sind auch das Lexikon und die Nachworte der Autorin.
Die Autorin hat ein gutes Händchen für Charaktere, besondere Geschichten und interessante Welten, das zeigt sie auch in dieser Trilogie wieder deutlich. Es hat mir viel Freude bereitet, den Sammelband zu lesen, ich wurde sehr gut unterhalten und habe die Charaktere lieb gewonnen. Ich denke, nicht nur Science fiction-Fans werden diese Trilogie mögen, weswegen ich sie uneingeschränkt empfehle und natürlich volle Punktzahl vergebe.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 3.00
- Datum: 13.06.2026
Sehr cozy, aber oft zu langatmig und mit eigenartigem Humor
Finlay Ashowan, meist Fin genannt, der neue Koch des Königshauses von Daxaria kocht wundervoll, dass er auch eine Haushexe ist, sollte aber niemand wissen.
Dieser Roman ist sehr eigen, ja eigenartig. Öfter habe ich überlegt, ob er wirklich für Erwachsene gedacht ist, manches, auch sein Humor, ist oft sehr kindisch. Dann aber gibt es Szenen, die doch wohl eher für Erwachsene gedacht sind, wenn zum Beispiel ständig Alkohol im Spiel ist, es gibt mehrere heftige Trinkgelage, betrunken, oder wohl eher sternhagelvoll, zu sein, und die Auswirkungen davon, sollen wohl lustig sein, was schon ein bisschen fragwürdig ist. Auch sonst konnte ich nicht immer alles nachvollziehen, manche Handlungen, manche Dialoge, manche Szenen, ob das der Übersetzung geschuldet ist, oder es schon im Original eigenartig ist, kann ich nicht sagen. Manche Motivation, wie zum Beispiel das Geschenk eines Haustieres, bleibt bis zum Ende offen, wird irgendwann nicht weiterverfolgt.
Abgesehen davon ist der Roman im Genre Cozy Fantasy einzuordnen, und er ist wirklich sehr cozy, oft fühlt man sich beim Lesen richtig wohl, da werden die leckersten Sachen gekocht, die diejenigen, die sie genießen dürfen, regelrecht glücklich machen, die Königsfamilie ist ausgesprochen nett und geht liebevoll miteinander um, Fin hat ein Händchen dafür, Freund:innen zu finden, obwohl er oft etwas griesgrämig ist, und einiges mehr trägt dazu bei..
Auch ich mochte Fin schnell, hätte ihm aber manchmal einen anderen Umgangston gewünscht, auch, wenn er oft damit durchkommt, und sogar manchmal Gutes dabei herauskommt. Man merkt aber auch schnell, dass er ein gutes Herz hat und wünscht ihm nur das beste. Andere Charaktere bleiben oft ein wenig blass, und nicht jede:r ist auf Anhieb sympathisch, bei manchen ergibt sich aber eine gewisse Entwicklung.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass man einfach verschiedene Ausschnitte aus Fins Leben erfährt, ein roter Faden oder ein Gefühl, wo die Geschichte hin will, fehlt oft. Gut, der Roman ist ein erster Band, aber eine gewisse Ahnung, worum es geht, sollte man schon bekommen. Hin und wieder rückt kurz in den Fokus, dass ein Krieg droht, ein recht unangenehm dargestelltes Land, in dem man übrigens gerne Sauerkraut isst, ob das eine Anspielung sein soll?, scheint angriffsbereit, doch so wirklich kommt diese Bedrohung noch nicht an. Auch nicht an kommt bei mir die Liebesgeschichte, die ich so gar nicht fühlen kann, und die in meinen Augen ziemlich aus dem Nichts kommt.
Unterm Strich bin ich zwiegespalten, einerseits hatte ich auch manche unterhaltsame Lesestunde, andererseits habe ich aber auch den Kopf schütteln müssen über die Geschichte. Spannend ist es selten, langatmig öfter, einiges erscheint auch eher unnötig, da hätte man doch hin und wieder die Schere ansetzen sollen.
Am Ende bleiben mir gute 3 Sterne zu vergeben. Der Roman hat gute und interessante Ansätze, ist streckenweise unterhaltsam zu lesen, es gibt aber auch vieles, über das ich den Kopf geschüttelt habe, der eigenartige Humor, der selten bei mir ankam, die unnötig erscheinenden und langatmigen Passagen, die Alkoholobsession, die Liebesgeschichte. Ob ich weitere Bände lesen werde, weiß ich noch nicht.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 09.06.2026
Atmosphärische Schwanensee-Adaption
Vor zwei Jahrhunderten verschwand im Königreich Auréal durch einen Fluch nicht nur alle Schönheit der Natur sondern auch nahezu alle Magie, Schuld gab man den Zauberern, sie wurden geächtet und verließen nach und nach das Land oder verbargen sich. Nur durch ihr goldenes Blut sind sie zu erkennen.
Odile wurde als Kind von Regnault aufgenommen, dem Leiter des Théâtre du Roi, ein Zauberer, der die Magie zurückbringen möchte. Dazu bedient er sich auch Odiles, die ebenfalls goldenes Blut hat und für ihn magische Gegenstände stiehlt. Der letzte Coup soll die Couronne du Roi, die Krone des Königshauses sein, mit ihr will Regnault den Fluch brechen und die Magie endlich wieder zurück zu bringen. Dafür muss Odile in die Haut der Adeligen Marie d‘Odette schlüpfen und den Dauphin dazu bringen, sie zu heiraten. Damit ihr die echte Marie dabei nicht in die Quere kommt, wird diese in einen Schwan verwandelt.
Die Geschichte ist eine Adaption von Schwanensee, das mir als Ballett bekannt ist, dessen Geschichte ich aber kaum kannte, so konnte ich mich unbefangen der Geschichte widmen. Erst später habe ich mich mit der tatsächlichen Schwanensee-Geschichte befasst. Mir scheint, A. B. Poranek nahe genug am Original geblieben, erzählt aber auch ihre ganz eigene Geschichte.
Das Setting des Romans ist ein an Frankreich des 17. Jahrhunderts angelehntes Phantasiereich. Nach und nach erfährt man mehr darüber und über das, was zwei Jahrhunderte vorher passiert ist. Die Geschichte hat eine ganz eigene Atmosphäre, die mir gut gefallen hat.
Die Geschichte wird von Odile in ich-Form erzählt, sie ist nahezu durchgehend ein ambivalenter Charakter und trägt in weiten Teilen eher antagonistische Züge, aber auch als Protagonistin taugt sie. Mir hat das gut gefallen, zumal ihre Intentionen, ihr Vertrauen und ihre Zweifel authentisch wirken. Man hat eine Vorstellung, wie die Geschichte ausgehen könnte, sicher ist das aber sehr lange nicht, ich wurde immer wieder überrascht.
Weitere wichtige Charaktere neben Odile sind Marie, die Odile von früher kennt, und zu der sie daher eine besondere Beziehung hat, sowie der Dauphin Aimé, den man nach und nach besser kennenlernt. Beide gefallen mir sehr gut, vor allem Marie hat mich immer wieder überraschen können. Natürlich spielt auch Regnault eine wichtige Rolle.
Ich hatte ein paar Seiten lang etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte zu kommen, ich wurde zwar neugierig, konnte das Geschehen aber nicht recht einordnen. Dann aber packte sie mich und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los.
Die Geschichte ist eine gelungene und ganz eigene Schwanensee-Adaption, spannend erzählt, immer wieder überraschend, und mit einer besonderen Atmosphäre.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 05.06.2026
Lesenswerter dritter Band
Eine Orkfrau, die verraten wird, ein strenger und schwieriger Richter und ein Marshal auf der Flucht, das sind die Protagonist:innen des dritten Bandes der Comicreihe.
Erzählt wird die Geschichte von Yaretsi, der Orkfrau, die einer Bande Mexikorks angehört. Den Marshal, Douglas Reeves, kennt man schon aus dem Vorgängerband und weiß bereits um sein Geheimnis.
Ich mag diese Reihe sehr, die Kombination aus Western und Fantasy ist originell und gelungen. Hier trifft man erstmals auf Orks und Oger, die beide zu den eher kriminellen Elementen gehören, was auch auf Yaretsi zutrifft. Die Geschichte des Marshals wird gut weitergeführt, man merkt aber schon, dass Istin dieses Mal nicht mit an Bord ist. Die Geschichte ist trotzdem gut, aber in meinen Augen nicht ganz so genial wie die beiden Vorgänger.
Auch die Zeichnungen gefallen mir weiterhin gut, im Anhang kann man erneut ein Making of finden.
Die Reihe ist weiterhin sehr gelungen, mir gefallen Geschichte und Zeichnungen, und ich bin gespannt, wohin die Reise weiter geht.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 03.06.2026
Es geht uns alle an!
Marcel Hopp wurde 1988 geboren und ist SPD-Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Als Kind eines deutschen Vaters und einer südkoreanischen Mutter, die nach Deutschland kam, um als Krankenschwester zu arbeiten, hat er eigene Erfahrungen mit Mobbing und Rassismus.
Ich folge Marcel Hopp schon lange in den sozialen Medien, er ist für mich, wie einige weitere junge Politiker:innen aus verschiedenen Parteien ein Hoffnungsträger was den Kampf um unsere Demokratie angeht. Leider scheint demokratisches Handeln für manche Politiker:innen nicht mehr wichtig und richtig zu sein, was sich auch auf die Gesellschaft an sich auswirkt, und das nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Ländern. Sich dem entgegenzustellen ist wichtig, nicht nur für Politiker:innen sondern für uns alle. Das macht der Autor in diesem Buch klar, nur gemeinsam können wir unsere Demokratie retten, uns dem Populismus und dem Rechtsruck, der uns bedroht, entgegenstellen.
Dabei kritisiert der Autor nicht nur die offensichtlichen Demokratiefeinde oder die aktuelle Regierung, sondern auch andere Parteien, auch die eigene natürlich, die derzeit mit die Regierungskoalition bildet. Er übt auch nicht nur Kritik, das wäre zu einfach, er zeigt auch Wege auf, die man gehen könnte. Wichtig sind dabei Haltung, Handeln und Miteinander.
Marcel Hopps Buch ist, gerade in der heutigen Zeit, ein sehr wichtiges Buch, das jede:r lesen sollte.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 02.06.2026
Unterhaltsames Gaunerstück in historischem Gewand
Mitten in Spitalfields steht das Chateau, seit vielen Jahren Schlupfwinkel einer Gruppe von Trickbetrüger:innen nach eigenem Regelwerk, geführt von der Queen of Fives. 1898 ist Quinn Le Blanc die Queen, das Chateau mittlerweile aber sehr heruntergewirtschaftet. Ein neues Spiel soll die Kasse endlich wieder auffüllen, 5 Tage stehen Quinn nach dem Regelwerk zur Verfügung sich einen reichen Mannes und sein Vermögen zu ergattern. Schnell ist ein Opfer ausgewählt, als reiche Erbin Miss White macht sich Quinn an dieses heran.
„Mayfair House“, der Debütroman Alex Hays war für mich eine angenehme Überraschung, und so war ich natürlich sehr neugierig auf sein nächstes Werk. Ich kann jetzt schon sagen, dass auch dieses mir gut gefallen hat und ich ganz sicher weitere Romane lesen werde.
Der Roman wird aus mehreren Perspektiven erzählt, auf Seiten des Chateaus sind das neben der Protagonistin Quinn Le Blanc, deren Mutter ebenfalls Queen war, und die daher im Chateau aufgewachsen ist, noch Mr. Silk, der dem Chateau und seinen Queens schon sehr lange die Treue hält. Auch wenn Quinn und Silk Gauner sind, waren sie mir sympathisch.
Auf der Gegenseite steht die Familie Kendal, Herzog Max ist das auserkorene Opfer, den nicht nur seine Stiefmutter auffordert, endlich in den Stand der Ehe einzutreten und für einen Erben zu sorgen. Seine Schwester Victoria, Tor genannt, ist davon gar nicht angetan, sie möchte nämlich auf keinen Fall heiraten, fürchtet aber dass eine Schwägerin sie nicht nur von Max‘ Seite verdrängen sondern auch ihres Elternhaus berauben könnte. Beide erhalten eigene Perspektiven, während ihre Stiefmutter eine weitere wichtige Rolle einnimmt.
Nicht nur diese Charaktere kochen dabei ihr eigenes Süppchen, das von den jeweils anderen versalzt zu werden droht, es gibt noch den blauseidenen Herren und die cremefarbene Dame, die sich ebenfalls einmischen, sowie verschiedene Personen, die auf unterschiedliche Weise involviert sind. Da kann Quinn ihr Spiel noch so gut planen, die Intrigen und Einmischungen anderer könnten alles zunichte machen. So bleibt es auch bis zum Schluss spannend, zumal es nicht wenige Gefahrensituationen gibt. Dieses verworrene Spiel steckt voller Überraschungen und wird nicht ohne Humor, erzählt, der Unterhaltungsfaktor ist groß, ich hatte vergnügliche Lesestunden.
Ich empfehle übrigens, die Nachbemerkung des Autors unbedingt auch zu lesen.
Auch der zweite Roman Alex Hays hat mich gut unterhalten, er ist spannend, nicht ohne Humor und bringt Überraschungen sowie interessante Charaktere und Situationen mit. Ich mag die erneute Mischung aus Gaunerstück und historischem Roman und bin gespannt auf das nächste Werk des Autors.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 26.05.2026
Sehr gelungene Zeichnungen, die Geschichte packt mich aber nicht so richtig
Bronko und Lysatrya haben das Abenteuerleben aufgegeben und wollen sesshaft werden. Die Eröffnungsfeier ihrer Taverne steht kurz bevor, die ehemaligen Mitstreiter Willibert und Snarph gerade angekommen um mitzufeiern, als die Ortschaft von einem magischen Fluch getroffen wird, was die Vier doch wieder zwingt, ihre ehemalige Profession aufzunehmen, irgendjemand muss sich ja darum kümmern. Die ortsansässige Hexe Verina hat einen Rat parat, und so machen sich die Vier auf, den Fluch zu brechen.
Der Comic basiert auf einem Pen- und Paper-Projekt, die Teilnehmer:innen werden auf dem Cover namentlich erwähnt, sie verkörpern auch die einzelnen Protagonist:innen. Mir war bisher nur die Autorin Liza Grimm bekannt, die auch das Skript geschrieben hat. Im Anhang erfährt man Näheres über die Projektteilnehmer:innen und die Protagonist:innen des Comics.
Die Zeichnungen stammen von Marvin Clifford, in meinen Augen sind sie herrlich comichaft, besonders die doppelseitigen Zeichnungen gefallen mir sehr gut. Schon auf dem Cover kann man sehen, wie gelungen die Mimiken der Charaktere sind.
Die Geschichte dagegen kann mich nicht ganz so packen, mir ist sie, zumindest bisher, denn dieser Band ist erst der erste einer Reihe, zu einfach gestrickt, ich mag allerdings den Humor.
Der erste Band der Comicreihe konnte mich leider nicht ganz überzeugen, die Zeichnungen sind zwar sehr gelungen, auch den Humor mag ich, aber bisher ist mir die Geschichte etwas zu einfach gestrickt. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 20.05.2026
Steht Band 1 in nichts nach
Hughie, nun fester Bestandteil der Gruppe um Billy Butcher, datet Annie, ohne zu wissen, dass sie Starlight, eine der Seven ist, wie auch sie nicht weiß, womit er seine Zeit verbringt. Außerdem gibt es weitere Informationen über Vought und die Entstehung der Supermenschen, die Butcher übrigens Supies nennt.
Neben The Seven gibt es eine ganze Reihe weiterer Supie-Gruppen, interessant sind dabei derzeit vor allem jene, die von John Godolkin gegründet wurden, die G-Men, die G-Coast, die G-Style und wie sie alle heißen. Hughie wird auf deren Jugendorganisation angesetzt, die er undercover infiltriert und feststellt, dass sie eigentlich ganz nett sind. Eigentlich soll er bei Godolkin nur ein paar Abhörwanzen installieren, doch dann wird das Ganze gefährlicher als geplant.
Schon optisch ist auch dieser Band wieder erstklassig, aber auch die Geschichte ist nicht ohne. Wie gehabt sehr blutig und auf keinen Fall für Leser:innen unter 18 geeignet, aber auch mit einigem schwarzen Humor und viel Spannung ausgestattet. Auch für Kenner:innen der Serie lohnt es sich übrigens die Comicreihe zu lesen, denn es gibt Unterschiede.
Band 2 steht dem Vorgänger in nichts nach, man bekommt weitere Informationen, gelungene Zeichnungen und spannende Lesestunden.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 18.05.2026
Spannend und wenig vorhersehbar
Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, um ihn zu überführen.
Das ist mein zweiter Roman von Colin Hadler, ich hatte eine gewisse Erwartung an ihn, vor allem Spannung und einige Überraschungen, und wurde nicht enttäuscht. Erzählt wird zunächst aus zwei Perspektiven und Zeitebenen. Mit „Damals“ überschrieben sind Aarons Erlebnisse auf dem Firetower bis zu seinem Verschwinden, mit „Heute“ die Robins einige Monate danach, Robin erzählt selbst in Ich-Form. Später bleibt der Fokus auf Robin, Rückblenden gibt es nur noch wenige. Dafür kommt eine weitere Perspektive ins Spiel, jemand, dem:der etwas angetan zu werden scheint, und der:die seinen:ihren Peiniger mit „du“ anspricht, auch diese Passagen werden in Ich-Form erzählt. Ich hatte schnell eine Ahnung, wer das sein könnte, wie ich überhaupt einige Überlegungen angestellt habe. Letztlich ist der Roman aber kaum vorhersehbar, am Ende aber das Geschehene für mich nachvollziehbar.
Die Charaktere sind in meinen Augen gut ausgearbeitet, ich konnte mich in die Perspektiven Aarons und Robins hineinversetzen, und auch die anderen Charaktere bekommen Konturen. Ein besonders interessanter Charakter ist Kian Foster, den Robin verdächtigt, was man schon sehr früh erfährt. Dass hinter ihm mehr steckt als zunächst gedacht, wird schnell klar, was das aber ist, erfährt man erst nach und nach.
Der Roman ist aber nicht nur ein spannender Thriller sondern auch auf gewisse Weise ein Liebesroman, der ein paar sehr explizite Szenen mitbringt. Mir hat dieser Mix gut gefallen.
„Firewatch“ hat mir spannende Lesestunden beschert, die Emotionen der Protagonisten kamen bei mir an und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt.
The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
- Gesamtbewertungen: 2
- Durchschnitt: 4.50
- Datum: 17.05.2026
Unterhaltsam
Melody Bittersweet kann, wie alle Frauen ihrer Familie, Geister sehen. Diese Fähigkeit wird schon lange für das Familiengeschäft genutzt, die Kundschaft freut sich, wenn der:die Verstorbene ihnen noch verraten kann, wo ein dringend benötigtes Schriftstück oder ein vermisster Schlüssel zu finden ist. Doch Melody will mehr und gründet die erste weibliche Ghostbusting-Agentur, mit der sie sich um im Diesseits festsitzende oder die Lebenden störende Geister kümmern möchte. Schnell findet sie auch einen ersten Kunden, dessen Haus nicht verkauft werden kann, bevor nicht der Geisterspuk darin endet.
Der Roman ist eine Mischung aus Mystery, Krimi und Liebesgeschichte, wobei mich vor allem die ersten beiden angesprochen haben. Melody lernt schnell die drei männlichen Geister kennen, die sich im Haus befinden und es nicht verlassen können. Irgendetwas hält sie im Diesseits, und Melodys Aufgabe ist es, herauszufinden, was es ist, und letztlich dafür zu sorgen, dass die Geister ins Jenseits gehen können.
Unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Marina Malone, Arthur Elliott, dessen verstorbener Vater ein gutes Wort für ihn eingelegt hat, und der Sekretärin Glenda Jackson, die auch schon lange im Familiengeschäft arbeitet. Alle haben ihre eigenen besonderen, vollkommen natürlichen Fähigkeiten, die sich im Laufe der Geschichte bezahlt machen.
Leider ist Melody nicht die einzige in der Stadt, die Geister sehen kann. Leo Dark ist nicht nur ihr Ex, sondern er hat es auch geschafft, eine Fernsehshow zu bekommen, und macht sie ebenfalls an die Aufgabe, das Haus geisterfrei zu machen. Und wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch mit dem Journalisten Fletcher Gunn herumschlagen, der den ganzen Geisterkram für Bauernfängerei hält. Und dann sind da natürlich auch noch ihre Mutter und ihre Großmutter, beide recht skurril, die weiterhin das Familiengeschäft betreiben.
Die Autorin lässt Melody die Geschichte selbst in Ich-Form erzählen. Leider ist Melody nicht mein Lieblingscharakter, sie nervte mich beim Lesen öfter. Immer wieder erzählt sie, dass sie ja schon 27 Jahre alt ist, benimmt sich oft aber eher wie ein liebestoller Teenager, vor allem auch, wenn sie Leo und Fletcher trifft. Voller Abneigung, aber auch voller Hormone, die sie zu den beiden, und sogar einem der Geister, hinziehen. Ich will nicht verschweigen, dass das auch zu manch witzigen Szenen führt, und im weiteren Verlauf der Geschichte hat es mich immer weniger gestört. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Arthur Elliot.
Die Geschichte lässt sich flott lesen und ist humorvoll, es gibt aber auch tragische Momente. Der Fall ist am Ende nachvollziehbar gelöst. Der Roman ist der erste einer Reihe und hat mir Lust gemacht, die weiteren Bände zu lesen. Ein paar weniger der meist recht offensichtlichen Fehler, wären allerdings schön gewesen, zum Glück hat mich das nur wenig in meinem Lesefluss gestört.
Der erste Band der Mystery-Krimi-Romantik-Reihe lässt sich gut lesen und hat einigen Humor zu bieten. Leider ist die Protagonistin etwas nervig, andere Charaktere haben mir besser gefallen. Unterm Strich wurde ich gut unterhalten und habe Lust bekommen, weitere Bände zu lesen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 11.05.2026
Vielversprechender Trilogieauftakt
Als sein Dorf von fremden Kriegern angegriffen wird, verwandelt sich Ruhlin in etwas schreckliches, wird aber dennoch gefangen genommen. Thera ist in Diensten einer der drei Schwesternköniginnen, die sie losschickt, um das Fehlen einer wichtigen Lieferung zu klären. Felnir arbeitet für seinen Onkel, wenn auch ungern, und bekommt wieder einmal einen kaum lösbaren Auftrag. E.vine ist klug und gelehrt, macht aber einen schweren Fehler, als sie sich für die falsche Religion entscheidet. Vier Protagonist:innen, vier Perspektiven, aus denen die Geschichte abwechselnd erzählt wird. Manche Wege überschneiden oder verknüpfen sich gar.
Ich habe zwar noch nicht alle seine Werke gelesen, doch schon einigen, und Anthony Ryan hat mich noch nie enttäuscht. Auch hier war ich schnell im Lesefluss, auch wenn es relativ lange gedauert hat, bis klar wurde, wohin die Reise gehen soll. Da ich aber jeden der vier Lebenswege, die hier erzählt werden, interessant und spannend finde, wurde ich von Anfang an gepackt, war gespannt, wohin es führen wird. und wie die einzelnen Protagonist:innen zueinander stehen beziehungsweise, was sie miteinander zu tun haben werden. Nur ein Lebensweg blieb bisher von denen der anderen isoliert, da es sich aber hier erst um den Start in eine Trilogie handelt, wird sich das sicher in weiteren Bänden ändern. Gegen Ende des Bandes wurde mir auch klar, dass es Verbindungen zu einer anderen Trilogie des Autors gibt, die ich jetzt wohl bald lesen sollte.
Die Protagonist:innen sind alle ganz unterschiedlich, mit verschiedenen Zielen und Wünschen, die Ereignisse sind es, die hier ihre Leben mitbestimmen, und denen sie sich nicht ohne weiteres entziehen können. Auch weitere Charaktere sind sehr interessant, zum Beispiel Lynnea, die zwar stumm ist, aber besondere Fähigkeiten hat. Im Anhang findet sich übrigens eine Liste der Personen.
Das Setting mutet wikingisch an, aber auch eigenständig, immerhin sind wir in einer fiktiven Welt. Anthony Ryan hat eine interessante Welt geschaffen, die man nach und nach besser kennenlernt. Zu Beginn des Romans gibt es eine Karte, die nützlich sein kann. Immer wieder gibt es auch Rückblicke in frühere Ereignisse, die wichtig sind, um das Heute zu verstehen.
Anthony Ryan hat mich wieder direkt packen können und ich freue mich nun auf die weiteren Bände der Trilogie. Der Roman punktet mit einer interessanten Welt, gelungenen Charakteren und viel Spannung.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 09.05.2026
Gnadenlos und grandios
Vor Jahren wurde ein Mittel entdeckt, das aus Menschen Supermenschen machen kann, wobei die Art der Fähigkeiten nicht vorhersehbar und manchmal recht kurios ist. Viele dieser Supermenschn werden als Helden und Beschützer verehrt, vor allem The Seven, die besten von allen. Nun, schön ist es, wenn Menschen mit besonderen Fähigkeiten diese für Gutes einsetzen, große Macht führt zu großer Verantwortung oder so, doch Macht kann auch korrumpieren. Das erfährt auch Annie, die sich sich schon ihr ganzes Leben gewünscht hatte, bei The Seven mitmachen zu dürfen, nun ist es endlich so weit, sie wird zu Starlight, doch die große Freude endet in großer Verachtung.
Hughies Freundin wurde von einem der Seven getötet, A-Train ist superschnell, und leider stand Robin einer Verfolgung im Weg, Kollateralschaden halt. Hughies Trauer ist tief, als er von Billy Butcher angesprochen wird. Dieser leitet im Auftrag der CIA eine kleine Gruppe, die durchgeknallte Supermenschen in Zaum halten soll, und lädt Hughie ein, ein Teil dieser Gruppe zu werden.
Die Serie zum Comic ist gerade in ihrer letzten Staffel angelangt, und so bekam ich Lust, mir die Comics anzusehen, auf denen sie basiert. Wer die Serie kennt, ahnt es schon, beides ist nur für Erwachsene geeignet, denn hier gibt es nicht nur viel Blut, Gewalt und vulgäre Sprache, sondern auch das andere Erwachsenenthema, ihr wisst schon welches, nimmt einigen Raum ein. Könnte abschreckend sein, ja, aber wer sehr schwarzen Humor mag, könnte dennoch gut unterhalten werden.
Man begleitet Butcher und seine Boys, die nicht alle männlich sind, bei mehreren Unternehmungen, die sich nicht nur auf die USA beschränken. Annie und The Seven nehmen hier noch einen relativ kleinen Part ein, und es gibt Unterschiede zur Serie, vor allem auch, weil die Comicreihe bereits 2006 gestartet ist.
Die Zeichnungen sind grandios. Karl Urban ist sicher ein toller Butcher, aber mir gefällt der gezeichnete aus dem Comic fast noch besser. Im Anhang zeigt der Zeichner einige Skizzen und erzählt von der Entwicklung einzelner Charaktere.
Diese Comicreihe ist ausschließlich für Erwachsene geeignet, blutig, vulgär, gnadenlos, und mit viel schwarzem Humor gesegnet. Wer damit klar kommt, erhält einen grandiosen Comic, dessen Geschichte und Zeichnungen sich in nichts nachstehen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 3.00
- Datum: 07.05.2026
Hat mich eher enttäuscht
Im November 1967 verschwindet die sechzehnjährige Kristin Karvelsdottir auf dem Heimweg von einer Freundin spurlos an der Stelle, an der ihre jüngere Schwester Marsibil am selben Abend ihren Brieffreund treffen wollte. Marsibil hat niemandem von ihrem Brieffreund und dem geplanten Treffen erzählt, obwohl die Möglichkeit besteht, dass er hinter dem Verschwinden steckt. Zehn Jahre später bekommt sie einen Brief, der von dem Brieffreund sein könnte, was sie wieder nach Hause führt.
Ich mag die Krimireihe der Autorin um die Polizistin Elma sehr, und so war ich gespannt auf diesen neuen Roman, der erste außerhalb der Reihe. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, zum einen erfahren wir was Kristin vom Herbst 1966 bis zu ihrem Verschwinden erlebt hat, zum anderen Marsibils Erlebnisse in ihrem Heimatdorf 1977, während sie versucht, doch noch hinter Kristins Verschwinden zu kommen. Beides wird in Ich-Form erzählt, wodurch man nahe dabei ist und die Schwestern recht gut kennen, kann sich aber durch bestimmte Vorkommnisse nicht immer auf das verlassen, was erzählt wird. Weitere Charaktere sind zudem subjektiv geprägt.
Die Stimmung ist von Anfang an düster. Dadurch, dass man nach und nach erfährt, was in dem Jahr vor dem Verschwinden passiert ist, und gleichzeitig mit Marsibil die verschiedenen Akteure zehn Jahre später erlebt, ergeben sich nach und nach immer mehr Motive, und nahezu jede:r scheint verdächtigt, inklusive Kristins eigener Familie. Das führt auch dazu, dass man selbst miträtselt und Theorien aufstellt, und ich kann sagen, dass mir manches von dem, was sich am Ende ergeben hat, relativ schnell klar war. Trotzdem erscheint mir die Auflösung nicht in allem logisch, was mich letztlich enttäuscht hat.
Zu einem Thema, das hier Relevanz gewinnt, hätte ich mir ein Nachwort der Autorin gewünscht, in dem sie erklärt, inwiefern das in Island tatsächlich vorgekommen ist.
Leider hat mich die Autorin, deren Krimireihe ich sehr schätze, mit diesem Roman eher enttäuscht. Die Erzählweise in zwei Zeitebenen spricht mich zwar an, die Auflösung erscheint mir aber nicht vollkommen logisch.
Legend (Band 2) - Schwelender Sturm
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 06.05.2026
Zweiter Band der Trilogie
Nachdem der Meeresspiegel stark angestiegen war, wurden weite Teile der Ostküste der USA überschwemmt, die Menschen flüchteten nach Westen, wo man besorgt war wegen der vielen Flüchtlinge, und sich daher abschottete. Die USA zerfiel dadurch in zwei Teile, im Westen die Republik Amerika, im Osten die sogenannten Kolonien.
In der Republik herrscht ein autoritäres Regime, in dem es vielen Menschen schlecht und nur wenigen gut geht. Gegen die Kolonien wird Krieg geführt.
„Schwelender Sturm“ ist der zweite Band einer Trilogie und wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt. June und Day sind beide Waise, stammen aber aus gänzlich unterschiedlichen Verhältnissen. June ist das „Wunderkind“ der Republik, hochintelligent und war lange loyal dem Regime gegenüber, bis gewisse Ereignisse im ersten Band sie dazu brachten, sich gegen dieses zu stellen. Einer der Gründe ist Day, der in prekären Verhältnissen groß geworden ist, und sich schon früh gegen das Regime stellte.
Zu Beginn des zweiten Bandes haben sich die beiden einer Rebellengruppe, den sogenannten Patrioten angeschlossen, die sie mit gewissen Aufträgen versehen haben. In diesem Band wird man auch mehr über die Kolonien erfahren.
Es ist tatsächlich schon elf Jahre her, dass ich den ersten Band gelesen habe, aber ich kann sagen, dass es mir nicht besonders schwer gefallen ist, wieder in der Geschichte anzukommen. Manches wird angesprochen, so dass man einen gewissen Überblick bekommt, was vorher passiert ist. Empfehlenswerter ist es aber sicher, nicht so viel Zeit verstreichen zu lassen, weswegen ich auch bald den Abschlussband lesen werde.
Durch die Erzählung in der Ich-Form durch die beiden Hauptcharaktere kommt man diesen einigermaßen nahe. Irritiert hat mich jedoch, dass June erst 15 Jahre alt ist, Day wohl auch nicht sehr viel älter. Wenn das nicht gerade erwähnt wurde, waren beide in meiner Vorstellung einige Jahre älter. Es gibt ein paar andere Charaktere, die man ebenfalls näher kennen lernt, nicht jede:n durchschaut man direkt.
Das Setting dieser Dystopie kommt einem heutzutage gar nicht mehr allzu dystopisch vor, eine ähnliche Entwicklung könnte in nicht allzu ferner Zukunft liegen. Es gibt einige Wendungen, die mehr oder weniger überraschend sind, die Aufgaben sind gefährlich, so dass Spannung entsteht, jedoch war die für mich nicht so hoch, dass ich den Roman nicht aus den Händen legen konnte, aber doch so hoch, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht. Am Ende darf man gespannt auf den dritten Band sein.
Band 2 der Trilogie erzählt die Geschichte nachvollziehbar weiter, wieder aus den Ich-Perspektiven der beiden Hauptcharaktere. Jetzt bin ich gespannt auf Band 3. Wer gerne dystopische Jugendromane liest, kann hier zugreifen.
Ihr Geld für eine bessere Welt: Der Leitfaden für nachhaltige Anlagen
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 02.05.2026
Empfehlenswerter Ratgeber
Nachhaltigkeit, also nie mehr verbrauchen als nachkommen kann, wird in Zeiten einer beginnenden Klimakrise immer wichtiger. Nachhaltig zu investieren bedeutet, auf Firmen und Projekte zu setzen, die nachhaltig sind, sich also für Umwelt, und im besten Fall auch soziale Aspekte, wie zum Beispiel Verzicht auf Kinderarbeit, einsetzen. Ob eine Anlagemöglichkeit allerdings wirklich nachhaltig ist, ist oft schwer zu sagen, denn manche Firmen betreiben Greenwashing, setzen sich also in ein grüneres, sprich nachhaltigeres, Licht, als sie tatsächlich sind. Zudem gibt es oft das Best in Class-Prinzip, was auch nicht unbedingt bedeutet, dass die Angebote wirklich nachhaltig sind.
So wird man in diesem Buch auch nicht nur über nachhaltige Anlageformen aufgeklärt, man erfährt auch viel darüber, wie man die einzelnen Anbieter beziehungsweise Emittenten auf Nachhaltigkeit prüfen kann, genauso wie darüber, welche Risiken bei den einzelnen Formen jeweils bestehen. Am Ende sollte man gut einschätzen können, was einem wichtig ist, und welche Anlagemöglichkeiten daher am ehesten zu einem passen. Dabei spricht der Autor keine Empfehlungen aus, dafür ist der Finanzmarkt zu schnelllebig, er zeigt aber auf, wo man sich jeweils aktuell informieren könnte.
Wer nachhaltig anlegen möchte, hat einige Möglichkeiten, die aber nicht alle gleich empfehlenswert scheinen. Dieses Buch gibt einen umfassenden Überblick über dieses sehr komplexe Thema, für das man sich Zeit lassen muss.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 29.04.2026
Was wäre wenn ...
Gordon Atkin ist ein beliebter und geachteter Arzt. Doch zu Hause wird er zum Monster, demütigt, misshandelt und isoliert seine Ehefrau Cora. Nach der Geburt des Sohnes schickt er Cora zum Amt, den Vornamen registrieren zu lassen. Für ihn ist klar, der Junge kann nur Gordon heißen, der Name hat seit Generationen Tradition in seiner Familie. Doch für Cora sind zwei weitere Namen möglich. Sie selbst würde Julian wählen, während der Wunsch der neunjährigen Tochter Bear ist.
Und so trennt sich der Roman in drei Erzählstränge auf. Über 35 Jahre, beginnend am Tag der Registrierung des Namens im Jahr 1987, erfahren die Leser:innen, wie sich die Wahl des Namens auf Bear, Julian, Gordon und seine Familie auswirkt. Je nach Name sind die Ereignisse, die auf die Familien zukommen, sehr unterschiedlich.
Ich liebe solche Gedankenspiele. Was wäre, wenn man wichtige Entscheidungen anders getroffen hätte, wie hätte sich das Leben dann entwickelt? Man kann sich vorstellen, dass manche Entscheidung zu einem ganz anderen Leben geführt hätte.
So eine Entscheidung wirkt sich zudem oft nicht nur auf einen selbst aus, sondern auch auf das Umfeld, die Familie, aber vielleicht auch auf andere Personen. Auch hier gibt es Menschen, die das Leben von Coras Sohn und seiner Familie in jedem oder fast jedem Strang kreuzen, mal ist es nur ein kurzes Treffen und dann geht man getrennte Wege, mal ist es eine engere Beziehung, die sich aufbaut. In allen drei Geschichten gibt es auch zeitliche Fixpunkte, wie zum Beispiel die Lockdowns während der Covid-19-Pandemie
Ich habe alle drei Erzählstränge sehr gespannt gelesen, und fand jeden auf seine Art interessant. Die Ausgangssituation, die häusliche Gewalt, ist bei allen drei gleich, und hat seinen Einfluss auf jeden Strang, aber auch hier gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Manchmal ist es kaum auszuhalten, was man lesen muss, und, da das leider aus dem Klappentext auch nicht deutlich wird, und es keine Triggerwarnung gibt, möchte ich hier eine aussprechen. Mich persönlich haben die drei Lebensgeschichten emotional sehr berührt.
Die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere, basierend auch auf den unterschiedlichen Entwicklungen, erscheint mir sehr gelungen. Man kann deutlich erkennen, wie sich die unterschiedlichen Erfahrungen ausgewirkt haben und wie sie verarbeitet wurden. Auch die unterschiedliche Beeinflussung der Menschen außerhalb der engeren Familie, ist interessant und passend.
Im Anhang erfährt man etwas über die Bedeutung vieler Namen, die man in diesem Buch vorfindet, auch die Anmerkungen der Autorin sollte man lesen, denn hier erfährt man, was die Autorin inspiriert hat, vor allem bezüglich der Kunsthandwerker, die in einem der Erzählstränge eine Rolle spielen.
Ich liebe Gedankenspiele, die Überlegungen anstellen, wie sich bei anderen Entscheidungen ein Leben anders entwickelt hätte, und so passte dieser Roman sehr gut zu mir. Ich habe ihn mit großer Spannung gelesen, wurde aber auch emotional berührt. Florence Knapps Romandebüt ist für mich ein Lesehighlight.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 25.04.2026
Komplex und sehr spannend
Vor sechs Jahrhunderten wurden die Nightweaver ihrer Flügel beraubt und aus Elysia verbannt, sie eroberten die Welt der Menschen, so dass sich diese auf das Meer zurückzogen und fortan als Piraten lebten. Aster Oberon lebt mit ihren Eltern und sechs Geschwistern auf dem Schiff Lightbringer, bis dieses eines Tages von Nightweavern überfallen wird, ihr Bruder Owen wird getötet, der Rest der Familie gefangen genommen. Sie haben Glück, werden nicht hingerichtet sondern von der adeligen Nightweaver-Familie Castor als Bedienstete aufgenommen. Aster kann den Tod ihres Bruders nicht vergessen und schwört Rache.
Man kann es vielleicht schon ahnen, die Welt, die die Autorin erschaffen hat, baut auf Religion auf, es gibt einige Anspielungen darauf, so denkt man bei den Nightweavern an gefallene Engel. Ich empfand das recht interessant, zumal es ausufert. Interessant ist auch das Magiesystem, das teilweise sehr brutale Auswirkungen hat.
Man lernt die Charaktere gut kennen, erzählt wird durchgehend aus Asters Ich-Perspektive, durch sie erfährt man viel über ihre Familienmitglieder, aber auch über die Familie Castor und andere Bedienstete. Mir ist Aster ein bisschen zu verbissen, im Gegensatz zu ihr konnte ich gut verstehen, warum sich ihre Familie nun bedeckt hält. Auch andere Gedanken und Handlungen Asters konnte ich nicht immer nachvollziehen, gerade einem der Castor-Söhne gegenüber, für den sie schnell mehr empfindet als sie möchte. Auch diese beiderseitige Anziehung kommt mir ein bisschen zu schnell, und wirkt etwas aufgesetzt.
Ich habe mich schnell in die Geschichte eingelesen, habe mir meine Gedanken gemacht, und war auch emotional dabei. Die Geschichte beginnt schon spannend, und wird immer spannender, das eine oder andere habe ich voraus ahnen können, aber lange nicht alles. Die Geschichte ist aber auch komplex und ziemlich gewaltsam und blutig, Blut spielt hier generell eine recht große Rolle.
Der Roman hat mir spannende Lesestunden beschert. Natürlich will ich unbedingt weiterlesen, denn „Nightweaver“ ist der Auftakt einer Trilogie. Der zweite Band ist derzeit, Ende April 2026, bereits erschienen, der dritte angekündigt.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 20.04.2026
Trent Dalton hat mich wieder überzeugen können
Seit es denken kann, ist das Mädchen mit seiner Mutter auf der Flucht, es kennt seinen Namen nicht, denn Namen sind gefährlich und könnten auf ihre Spur führen. Seit einigen Jahren leben sie in einem Autowrack in der Brisbaner Moon Street, zusammen mit anderen Getriebenen, wie das Mädchen sie nennt, alle obdachlos, haben sie hier eine kleine Familie gebildet. Eines Tages passiert ein Unglück, und das Leben des Mädchens stellt sich auf den Kopf.
Vor ein paar Jahren las ich „Der Junge, der das Universum verschlang“, war total begeistert und wollte natürlich mehr von Trent Dalton lesen. Auch in „Lola im Spiegel“ wird aus der Ich-Perspektive erzählt, dieses Mal von einem namenlosen Mädchen, wieder sind die Verhältnisse, in denen die Hauptfigur lebt, schwierig, aber nicht ohne Menschen, denen sie sich anvertrauen kann. Einer davon ist ein junger, ebenfalls obdachloser Alkoholiker, den die Protagonistin als ihren besten Freund ansieht. Aber es gibt auch andere, in der Regel wie sie obdachlos oder besser wohnungslos, denn alle haben ein gewisses Obdach, ein Auto, eine Höhle, auf jeden Fall einen Ort, an den sie sich zurückziehen können. Neben den obdachlosen Nachbar:innen gibt es noch Lola, die das Mädchen hin und wieder in einem alten Spiegel entdeckt, eine junge Frau im roten Kleid, die zu einer Vertrauten wird.
Bei der Gelegenheit kommt der Autor auch auf die sehr große Wohnungsnot in der australischen Stadt Brisbane zu sprechen, Wohnungen sind rar, es gibt sehr viel weniger als benötigt werden. Das ist ziemlich erschreckend. Und in so einer Situation ist es auch nicht einfach, für den eigenen Lebensunterhalt sorgen zu können, zumal, wenn man wie das Mädchen und ihre Mutter namenlos auf der Flucht ist. Und so verzahnen sie sich mit einem anderen Submilieu Brisbanes, dem des Verbrechens. Die Mutter, und später auch die Tochter, arbeiten für ein Frau, die nicht nur einen Meeresfrüchte-, sondern auch einen Drogenhandel betreibt. Hoffen darf man trotzdem, und so hat auch das Mädchen seine Träume, sie ist künstlerisch sehr begabt, zeichnet, was sie erlebt,und wird daher im Roman auch immer wieder die Künstlerin genannt.
Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet, einige davon recht skurril, aber die meisten haben auch ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen. Wir betrachten sie aus Sicht der Künstlerin, diese hat aber auch als Künstlerin eine gute Beobachtungsgabe.
Erzählt wird der Roman auf besondere Art. jedes Kapitel wird durch eine Zeichnung der Künstlerin eingeleitet, der Titel des Kapites ist sogleich der Titel der Zeichnung. Diese sehr ausdrucksstarken Zeichnungen hat Paul Heppell beigesteuert.
Fängt der Roman zunächst relativ gemächlich an, steigert sich nach und nach die Spannung, die letzten circa 100 Seiten habe ich regelrecht atemlos gelesen. Ich denke, der Roman wird aus mehreren Gründen noch länger in mir nachhallen.
Trent Dalton konnte mich wieder absolut überzeugen, eine spannende Protagonistin, mit der man mitfühlen kann, weitere interessante Charaktere, eine fesselnde Geschichte und ein guter Schuss Gesellschaftskritik ergeben einen sehr lesenswerten Roman, der sicher noch länger nachhallen wird.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 19.04.2026
Für mich der bisher beste Band der Reihe
Schäferin Rebecca kehrt überraschend mit ihrer Herde nach Irland zurück, die Schafe freuen sich auf ihre heimatliche Weide, doch dort ist nicht alles so, wie in ihrer Erinnerung, die Weide ist mittlerweile eingezäunt, und drei fremde Schafe grasen dort. Dann ist auch noch Rebecca verschwunden, und die Schafe müssen wieder einmal für Aufklärung sorgen.
Der dritte Band der Schafkrimi hat mir bisher am besten gefallen, er glänzt mit viel feinem Humor und natürlich mit seinen Schafen, von denen jedes sein eigenen Fähigkeiten hat, und alle zusammen werden benötigt, den Fall zu lösen. Es macht Spaß, zu lesen, was Schafe so alles denken könnten, wie sie uns Menschen sehen, man muss sie einfach mögen, diese Schafherde.
Die Menschen sind dabei nur Nebenfiguren, manchmal ganz hilfreich, manchmal auch störend, immer ein bisschen begriffsstutzig, und hin und wieder auch sehr gefährlich. Zu Beginn des Romans gibt es daher kein Dramatis Personae sondern ein Dramatis Oves, also ein Verzeichnis der handelnden Schafe. Aus Frankreich ist auch die Ziege Madouc mitgekommen, die sich als Schaf auf Probe bewähren muss, und deshalb natürlich hier auch mit aufgelistet ist.
Erzählt wird größtenteils aus Sicht der Schafe. Ist die Geschichte zunächst noch relativ gemütlich zu lesen, wird sie zunehmend spannender, und am Ende wird alles nachvollziehbar gelöst.
Wer die Vorgängerbände nicht kennt, kommt trotzdem gut klar, denn die Geschichte ist eigenständig, und alles, was man vielleicht wissen sollte, wird erwähnt. Es schadet aber natürlich auch nichts, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat, zumal der erste Band gerade verfilmt wurde.
Nach dem für mich nur mittelmäßigen Vorgänger fühlte ich mir hier wieder gut unterhalten, auch der Humor kam bei mir gut an, ich hätte den Schafen bei ihren Betrachtungen und Erkenntnissen noch länger folgen können. Auch einer der menschlichen Charaktere, den sich die Schafe nach Rebeccas Verschwinden als neuen Schäfer auserkoren haben, hat mir mit seiner gelassen Art gut gefallen, sollte es einen weiteren Band geben, würde ich mich freuen, ihn dort wiederzutreffen.
Dieser dritte Band der Reihe ist für mich der bisher beste Band. Er punktet mit viel Humor und liebenswerten tierischen Protagonist:innen, ist aber auch spannend zu lesen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 16.04.2026
Wow, hat mich der Roman geflasht!
Andrew freut sich sehr, dass die Ferien endlich zu Ende sind, und er wieder ins Internat kann. Nicht, weil er die Schule und den Unterricht so toll findet, sondern weil er endlich seinen Freund Thomas, für den er sehr tiefgehende Gefühle hegt, wiedersehen wird. Doch Thomas ist anders als sonst, und Andrew erfährt bald auf brutale Weise, warum das so ist.
Wow, dieser Roman hat mich sehr schnell gepackt, und noch nicht einmal am Ende wieder losgelassen. CG Drews schreibt unglaublich eindringlich, oft sehr poetisch, wenn auch manchmal grausam poetisch, they malt regelrecht mit Worten. Wir erleben die Geschichte ganz aus Sicht Andrews, erfahren seine tiefsten Gefühle und Gedanken, sind bei ihm, wenn er schlimmes erlebt, hoffen mit ihm und für ihn, und fragen uns manchmal, was real ist, und was nicht. Am Ende konnte ich mich nicht gut lösen, musste das Gelesene erst einmal sacken lassen, und denke immer noch darüber nach. Nicht jede meiner Fragen wurde beantwortet, vieles ist interpretierbar, und gerade das finde ich hier sehr passend und spannend.
Neben den schon erwähnten gemalten Worten, gibt es auch mehrere Illustrationen im Buch, die manche der Wesen zeigen, denen Andrew und Thomas begegnen, und die von ihrer eigenen Fantasy erdacht wurden, denn Andrew schreibt düstere Märchen, von denen man auch ein paar zu lesen bekommt, und Thomas malt, besonders gerne die Wesen aus Andrews Märchen, auch von denen erhält man, wie schon erwähnt, Kostproben. So düster wie diese Märchen und Zeichnungen ist auch der Roman und sind ebenfalls Andrews Gedanken.
Neben den beiden spielen weitere Charaktere eine, wenn auch wesentlich kleinere Rolle. Da ist zum Beispiel Dove, Andrews Zwillingsschwester, die sich ebenfalls verändert hat. Oder Lana Lang, ja, ich musste auch an Superman denken, Doves Freundin, die versucht, sich um Andrew zu kümmern, was nicht immer einfach ist. Und dann gibt es noch die Gang, die sich einen Spaß daraus macht, Thomas und vor allem Andrew zu mobben, was wenige Konsequenzen hat, da der Drahtzieher aus einer sehr reichen Familie stammt. Lehrpersonal wird auch erwähnt, nur wenige spielen aber eine Rolle.
Die Geschichte ist sehr düster, darauf muss man sich einlassen. Auch, dass man ständig unsicher ist, was real ist, und was nicht, ist eine Herausforderung. Mich hat der Roman sehr berührt, er ist eindringlich und die Charaktere wecken Emotionen, ich habe ihn nahezu atemlos gelesen. Besonders gelungen ist die poetische Sprache, die das Lesen zum Vergnügen macht, auch wenn die Handlung auf Grund der Düsternis der Ereignisse nicht immer ein Vergnügen ist. Für mich ist der Roman eines meiner Jahreshighlights.
Die Unternehmerin von Amsterdam
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 13.04.2026
Konnte meine Erwartungen nur zum Teil erfüllen, daher 3,5 Sterne
Purmerend, Niederlande, 1892: Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt Lydia Oorthuys Unterlagen, die darauf hindeuten, dass dieser eine Käsefabrik gründen wollte. Da Lydia ihr Leben sinnvoller verbringen möchte als das, was ihrem Stand und ihrem Geschlecht von der Gesellschaft vorgegeben wird, greift sie diese Idee auf. Als Frau kann sie allerdings kein Unternehmen gründen, sie braucht einen Mann an ihrer Seite, zumindest als Gesellschafter, und so spricht sie den Bauern Huib Minnes an, den ihr Vater schon als Betriebsleiter eingeplant hatte. Huib dachte schon immer sehr fortschrittlich und hat auch schon als einer der wenigen eine Milchzentrifuge angeschafft, so dass sie sich einig werden und in Purmerend eine Käsefabrik gründen.
Nach einem Zeitsprung tritt 1913 Lydias Tochter Nora in den Vordergrund, die übereilt eine Heirat eingeht, die Ehe entwickelt sich aber nicht so, wie erwartet. Mit ihrem Mann lebt Nora in Belgien, als 1914 der erste Weltkrieg beginnt.
Der Titel des Romans hatte mich in die Irre geführt, ich erwartete einen ganz anderen Roman, in dem es vor allem darum geht, dass eine Frau Unternehmerin wird, mit den Herausforderung und Problemen, die damit einhergehen, gerade auch zur damaligen Zeit. Tatsächlich war das nur der kleinere Teil der Geschichte. Lydia steht weniger als die Hälfte des Romans im Mittelpunkt, danach wechselt es auf ihre Tochter, die so gar nichts mit der Fabrik am Hut hat. Während mir Lydia sofort sympathisch war, mochte ich Nora mit ihrem Standesdünkel deutlich weniger, was sich zum Glück im Laufe der Geschichte zum Positiveren entwickelt hat.
Der Roman war insgesamt eine echte Herausforderung für mich. Zunächst sehr langatmig, konnte er mich dann, als es mit der Fabrik konkreter wurde, fesseln. Nach dem Zeitsprung hat die Fabrik kaum noch eine Bedeutung für die Geschichte, sie dreht sich vor allem um Nora und ihre Liebesgeschichte, was mich wieder langweilte. Der erste Weltkrieg war für Belgien eine Katastrophe, und Nora muss ihr Leben anpassen, was wieder zu einer interessanteren Wendung führt. So war die Geschichte für mich ein Auf und Ab, mal hatte ich kaum noch Lust weiterzulesen, dann wieder war es interessant und spannend. Gut gefallen haben mir der feministische Aspekt, der sowohl bei Lydia als auch bei Nora eine Rolle spielt, sowie der historische Hintergrund.
Interessant ist auch das Nachwort der Autorin, dem man unter anderem entnehmen kann, wie viele handelnde Charaktere tatsächlich historisch belegt sind, das waren mehr, als ich erwartet hatte, und so wurden Teile des Romans rückwirkend noch ein Stück spannender für mich. Irritiert haben mich im Nachwort Verweise auf das Cover, die das niederländische betrafen und nicht auf das deutsche zutrafen, ich finde, das hätte der Verlag anpassen müssen. Den Originaltitel einfach ins Deutsche zu übersetzen, nämlich Die Käsefabrik, hätte zudem besser gepasst. Im Anhang findet sich auch ein Quellenverzeichnis.
Der Roman konnte mich nicht durchgehend überzeugen, im Gegenteil, er erfüllte meine Erwartungen nur zum Teil. Immer wieder hatte ich wenig Lust weiter zu lesen, um dann wieder gefesselt zu sein. Ein Pluspunkt ist die gute Recherche. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.
- Gesamtbewertungen: 2
- Durchschnitt: 4.50
- Datum: 07.04.2026
Kleopatras Geschichte - von ihr selbst erzählt
Kleopatra, berühmt und berüchtigt, jede:r kennt ihren Namen, doch über die wahre Persönlichkeit weiß wahrscheinlich niemand Bescheid, denn, wie so oft, haben auch hier die Sieger die Geschichte geschrieben.
Die Geschichte beginnt 51 v. Chr. Kleopatras Vater stirbt, und sie wird mit 18 Jahren Pharaonin. Man erfährt viel über den historischen Hintergrund, ihre Familie und Beziehungen, ihre politischen Probleme und Erfolge.
Saraa El-Arifi lässt Kleopatra in Ich-Form selbst erzählen, sie hat, sieht man sich die Quellen und ausgewählte Literatur im Anhang an, vielfältig recherchiert, doch, auch sie musste sicher interpretieren und konnte ihrer dichterischen Freiheit freie Bahn lassen, viele Zeugnisse, vor allem von Kleopatra selbst, gibt es nicht. Zu Beginn des Romans lohnt es sich, die Anmerkungen der Autorin zu lesen. Dass auch Fiktion im Spiel ist, sieht man unter anderem daran, dass sie einen mystischen Aspekt hinzugezogen hat, denn sie gibt den Ptolemäern eine göttliche Gabe, die allerdings bei Kleopatra vermisst wird, weshalb sie auch zeitweise von ihrem Volk nicht anerkannt wurde. Bezüglich dieser Gabe gibt es gegen Ende des Roman eine überraschende Wendung, die mir persönlich gefallen hat, und die einiges erklärt.
Die Ich-Form passt hier meiner Meinung nach sehr gut, man ist nahe dran an Kleopatra, die auch hin und wieder die Lesenden selbst anspricht. Kleopatra kann dadurch ihre Intentionen bezüglich ihrer Handlungen erläutern, und man erhält auch bessere Einblicke in die Beziehungen zu ihrer Familie und ganz besonders auch zu ihren beiden berühmten und mächtigen Geliebten, Julius Cäsar und Marcus Antonius.
Die Autorin erzählt eingängig und bildhaft, der Roman lässt sich zügig lesen und hat mich gut unterhalten, ich habe Kleopatra schon in Büchern, Filmen und anderen Medien getroffen, und so natürlich ein bestimmtes Bild von ihr, auch optisch, gleiches gilt auch für Cäsar und Antonius. Der Roman hat einen durchaus feministischen Touch, was man auch in manchen der Fußnoten erkennen kann. Kleopatra war eine starke Frau, eine Herrscherin, die wusste, was sie wollte, und die versucht hat, ihr Land zu schützen und zu bewahren, auch wenn sie sich dafür mit dem Ausland verbinden musste. Ich glaube, dass sich meine Sicht auf sie gewandelt, neue Facetten bekommen hat, und bin jetzt schon gespannt darauf, wann und wie ich sie wieder treffen werde.
Mich hat der Roman gut unterhalten, man darf natürlich nicht alles auf die Goldwaage legen, doch so oder so ähnlich könnte es gewesen sein. Besonders gut gefällt mir die Prämisse unter der Kleopatra ihre Geschichte erzählt, diese erfährt man erst sehr spät. Für mich ist der Roman gut geeignet, sich ein etwas anderes Bild der Pharaonin zu machen, und womöglich angeregt zu werden, sich weiter mit ihr zu beschäftigen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 05.04.2026
Hat mir noch besser als Band 1 gefallen
Nachdem ein Feind das Märchenland erobert hat, sind die Fabel- und Märchenwesen, die Fables, in die reale Welt geflohen. Alle, die menschlich aussehen oder sich entsprechend verwandeln können, haben eine neue Heimat in New York gefunden und nennen ihre Gemeinde Fabeltown, doch jene, die das nicht können, leben auf der Farm, einem abgeschiedenen und magisch geschützten Ort.
Snow White, die stellvertretende Bürgermeisterin von Fabeltown, schaut in regelmäßigen Abständen auf der Farm nach dem Rechten, dieses Mal begleitet von ihrer Schwester Rose Red, die nach den Ereignissen im vorherigen Band noch Buße tun muss. Angekommen auf der Farm, stellt Snow White schnell fest, dass Weyland Smith, der Verwalter, verschwunden ist, und dann gibt es auch noch einen Mord.
Das Thema dieses Bandes ist schon mit dem Titel klar, aber natürlich gibt es hier einige Besonderheiten, denn die Bewohner:innen sind hier nicht nur Schweine, Kühe und Hühner, sondern auch der Tiger Shere Khan, eine Bärenfamilie mit ihrer Ziehtochter Goldilock und weitere aus vielen Geschichte bekannte Wesen. Die Namenschreibung habe ich übrigens aus dem Comicband übernommen. Der Ort ist abgeschieden und wird doch Sabotage noch abgeschiedener, und die Schwestern sind auf sich alleine gestellt. Was auf der Farm los ist, wird relativ schnell geklärt, doch wie kann man dagegen ankommen?
Schon der erste Band der Reihe hat mir gut gefallen, ich mag sowohl die Zeichnungen mit dem Charme der 1950er und 1960er Jahre und den kräftigen Farben, als auch die Geschichten an sich. Auch im zweiten Band trifft man wieder viele bekannte Fabel- und Märchenwesen, die im Anhang noch einmal näher beleuchtet werden. Die Geschichte ist spannend und hat ein paar Überraschungen auf Lager. Gut gefallen hat mir auch das abgeschlossene Setting.
Im Anhang finden sich Cover-Skizzen und weitere Entwürfe, sowie das schon genannte Personenverzeichnis.
Band 2 der Comicreihe hat mir noch besser als Band 1 gefallen, Idee, Charaktere, Zeichnungen und Setting unterhalten mich gut, ich freue mich schon auf die weiteren Bände.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 3.00
- Datum: 23.03.2026
Hier regiert zu sehr der Zufall
Wien, 1906: Lili Feigl lebt in armen Verhältnissen, der Vater ist zwar Künstler, trinkt und spielt aber, so dass er sich mit Fälschungen und schmuddeligen Bilder mehr schlecht als recht durchschlägt. Lili hat das Glück durch Zufall eine Stelle als Putzfrau bei den Frauen der Wiener Werkstätte zu erhalten. Dort findet sie eines Tages eine Leiche.
Max von Krause stammt aus verarmtem Adel und arbeitet bei der Wiener Polizei. Er muss nicht nur einen Fälscher finden, auch ein verschwundener Ring und eine Leiche in der Wiener Werkstätte fordern seine Aufmerksamkeit.
Der Roman ist der Beginn einer neuen Reihe um Lili Feigl und Max von Krause. Die beiden haben mir gut gefallen, sie versuchen das beste aus ihrer Situation zu machen, haben aber auch Hindernisse zu überwinden. Gut gefallen hat mir auch das Setting, über die Wiener Werkstätte wusste ich bisher so gut wie nichts, jetzt habe mich über den Roman hinaus damit beschäftigt. Auch der weitere historische Hintergrund ist passend, vor allem das Leben der Frauen wird thematisiert.
Leider hat mir der Kriminalfall nicht gefallen. Am Anfang habe ich mich noch gespannt gefragt, was dahinter stecken könnte, miträtseln ist aber kaum möglich, da es so gut wie keine echten Ermittlungsergebnisse gibt. Hier spielt vor allem der Zufall eine Rolle, und das ist gar nicht meins, vor allem, wenn sich die Zufälle häufen. Auch die Auflösung selbst kann mich nicht überzeugen.
Leider basiert die Auflösung des Kriminalfalls für mich zu sehr auf Zufällen, nur das Setting und die Protagonist:innen konnten mir gefallen. Für einen Kriminalroman ist mir das persönlich zu wenig, da gibt es deutlich bessere, diesen hier kann ich daher nur eingeschränkt empfehlen
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 3.00
- Datum: 20.03.2026
Leider wird öfter Spannung auf Kosten der Logik aufgebaut
Die Investigativjournalistin Thyra König wird in der Dusche ihres Boxclubs überfallen, der Angreifer hat, wenn auch auf sehr kryptische Weise, eine Bitte an sie, sie soll Kinder vor einer Gefahr bewahren, näheres würde sie im Schlaraffenland erfahren.
Thyra fühlt sich vor allem wegen der gefährdeten Kinder angesprochen, recherchiert, und begibt sich mit Folkert Mackensen als Rückendeckung zunächst nach Berlin, denn dort könnte das erwähnte Schlaraffenland zu finden sein..
Schon der Einstieg in die Geschichte hat mich den Kopf schütteln lassen, Thyra wird überfallen und lässt sich auf ein paar Satzfetzen des Angreifers ein? Schon das ist für mich nicht wirklich logisch, warum konnte sie der Mann nicht auf andere Weise ansprechen, warum wird sie zunächst auf eine Art Schnitzeljagd geschickt, obwohl Kinder in Gefahr sein sollen? Diese Frage habe ich mir immer wieder gestellt. Spannung wird hier leider öfter auf Kosten der Logik aufgebaut.
Sicher, dadurch kommen auch einige interessante Szenen zu Stande, denn in Berlin besucht Thyra den legendären Club Berghain, kommt , nicht nur, in Lebensgefahr, isst vergoldete Currywurst, und wird Mordzeugin. Letztlich führt der Weg dann nach Irland, dem Land, in dem Thyra aufgewachsen ist, wo sie, natürlich, wieder in Lebensgefahr gerät, und sogar, ganz unerwartet auch für die Leser:innen, jemanden trifft, den sie kennt – hier bin ich übrigens sehr unsicher, was ich davon halten soll, mal sehen, wie sich das weiterentwickelt, in beiden Reihen.
Thyra König ist nämlich die Tochter Jan de Fries‘, dem Protagonisten der anderen Reihe des Autors. Aus dieser Reihe stammt auch ursprünglich Folkert Mackensen, der mir hier besser gefällt als dort. Auch Thyra ist nicht unsympathisch, doch in meinen Augen oft zu unvorsichtig. Mackensen erscheint mir da etwas bedachter.
Auf gewisse Weise faszinierend finde ich die Settings, erst der Club, später dann die irische Insel, Valentia Island, die einiges zu bieten hat, hier aber ein bisschen zweckentfremdet wird. Denn dort geschieht heimlich und leise etwas Ungeheuerliches, in dem sich Thyra bald mittendrin befindet.
Der zweite Band um Thyra Königs ist spannend, bietet aber auch einige Möglichkeiten, den Kopf zu schütteln, für mich wird leider öfter Spannung auf Kosten der Logik aufgebaut. Trotzdem habe ich den Roman nicht ungern gelesen, vor allem wegen der interessanten Settings. Band 1 fand ich jedoch deutlich gelungener.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 3.00
- Datum: 09.03.2026
Leider etwas verwirrendes Trilogieende
Dieser Band beendet die Trilogie um den rätselhaften und unsterblichen B.
Die Geschichte bleibt weiterhin erwachsenen Leser:innen vorbehalten, sie ist brutal und blutig, und dies wird auch durch die, im übrigen gelungen Zeichnungen, transportiert. Bezüglich der Zeichnungen hätte ich mir aber gerade in diesem Band gewünscht, dass die soldatischen Charaktere unterscheidbarer gezeichnet worden wären. Im zweiten Band spielte ein Soldat eine nicht unwesentliche Rolle, ob er in diesem Band auch mitspielte, wurde mir nicht ganz klar.
Bs Geschichte erhält einen gewissen Abschluss, wobei ich durchaus weiteres Geschichtenpotential sehe, und auch die Experimente mit ihm enden. Allerdings fand ich diesen Band auch verwirrend, so dass es für mich kein ganz gelungenes Trilogieende ist.
Nachdem mich die ersten beiden Bände schnell gepackt haben, ließ mich dieser etwas verwirrt zurück, das Lesen fand ich nicht einfach – schade.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 08.03.2026
Wunderbarer Roman über eine wunderbare Autorin
Es wird wohl kaum jemanden geben, der den Namen Astrid Lindgren nicht kennt, die meisten dürften auch ihre Bücher oder deren Verfilmungen kennen. Doch, wer weiß etwas über die Person Astrid Lindgren? In diesem Roman erfährt man einiges über sie.
Der Roman erzählt die Jahre 1929 bis 1958, nicht durchgehend, sondern jeweils prägende Abschnitte. Astrid wird jung schwanger und muss ihren Sohn in eine Pflegefamilie geben, da sie nicht für ihn sorgen kann. Lange kann Lasse dort nicht bleiben, schon 3 Jahre später muss Astrid ihn zu sich holen, obwohl das ihr Leben verkompliziert, macht es sie auch glücklich. Mit diesem Ereignis startet der Roman. Geschichten erzählen gehört von Anfang an zu der Beziehung zwischen den beiden dazu.
Später wird Astrid heiraten, Ihr Ehename ist Lindgren, und sie bekommt ein zweites Kind, eine Tochter, für die Astrid die Geschichten von Pippi Langstrumpf erzählt, und diese führen schließlich dazu, dass Astrids Geschichten verlegt werden. Ich fand diesen Weg schön und interessant zu lesen, ebenso die Entstehung einiger anderer Geschichten. Interessant ist aber auch ihr beruflicher Werdegang abseits des Geschichtenerzählens. Eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen ihre Eltern und Geschwister, man erfährt einiges über sie und auch über Astrids Kindheit. Wer Bullerbü kennt, hat eine gewisse Ahnung von dem Ort, an dem Astrid und ihre Geschwister aufgewachsen sind, und an dem sich auch ihre Kinder sehr wohlfühlen.
Mir war Astrid sofort sympathisch. Sie behält auch als erwachsene Frau ihre kindliche Seite, tobt mit ihren Kindern, hat Spaß und ist albern, ich kann das sehr nachfühlen. Astrid macht aber auch viel mit sich selbst aus, so zum Beispiel Probleme in ihrer Ehe. Man lernt hier eine interessante, liebenswerte und liebevolle Frau mit großer Phantasie kennen.
Susanne Lieder ist es gelungen, mir die Person Astrid Lindgren sehr nahe zu bringen. Der Roman lässt sich wunderbar lesen, Astrid und ihre Welt wurden vor meinen Augen lebendig. Wer Astrid Lindgren als Autorin mag, wird wahrscheinlich auch dieses Buch mögen.
Monsieur Lucile und die Suche nach dem Glück
- Gesamtbewertungen: 3
- Durchschnitt: 1.33
- Datum: 22.02.2026
Hat mich gut unterhalten
Luisa erhält einen Anruf ihrer Schwester, die Oma sei weg, und Luisa solle esie suchen. Luisa hat auch gleich eine Idee, wo sie suchen kann. Wenig später steht ein Rollstuhltaxi vor der Tür, Oma Elsa, die nach einem Oberschenkelhalsbruch nicht nur im Rollstuhl, sondern auch im Heim gelandet war, hatte keine Lust mehr, dort die Zeit zu vertrödeln, und wollte lieber ihren alten Freund Jean Baptiste Lucile wiedersehen. Luisa soll sie, neben dem Altrocker Fiete, der auch das Taxi fährt, und dem Lehrer und erfolglosen Schriftsteller Frederic, begleiten. Dass die Reise nicht nur durch verschiedene Länder, sondern auch Zeiten gehen würde, glaubt Elsa aber zunächst niemand.
Ich mochte die A. S. Tory-Romane der Autorin sehr, und war natürlich auf diesen Roman gespannt, endlich bin ich nun auch dazu gekommen, ihn zu lesen. In manchem hat er mich an die oben erwähnten Romane erinnert, jedoch bringt er seine ganz eigenen Geschichte mit.
Ich konnte mir die Reisenden alle gut vorstellen, bis auf Luisa, die kam mir, warum auch immer, nicht wirklich nahe, vielleicht, weil sie im Gegensatz zu den anderen, ein bisschen blass bleibt. Lucile selbst ist schwer zu greifen, aber das soll wohl auch so sein, denn er ist jemand besonderes.
Gut gefallen hat mir die Auswahl der Orte und Zeiten, in die gereist wird, wobei beides jeweils eine Einheit bildet, jede einzelne hätte mich auch interessiert. Während es den größten Teil des Romans eine zwar interessante, aber eher gemütliche Reise ist, wird es gegen Ende richtig spannend, denn jemand meint es nicht so gut mit der Gruppe.
Ein bisschen schade finde ich, dass der VW-Bus vom Cover nicht in den Roman Einzug gehalen hat, aber so ein Rollstuhltaxi hätte halt nicht so viel hergemacht ...
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, Orte und Zeiten finde ich passend gewählt, und am Ende wird es noch richtig spannend. Insgesamt wurde ich gut unterhalten.
König Ludwig und der verschwundene Mops
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 4.00
- Datum: 18.02.2026
Unterhaltsam und amüsant
Dieses Mal erwischt es König Ludwig II von Bayern besonders schlimm, sein Mops Sigi wird entführt und Ludwig damit erpresst. Ludwig ist wütend, traurig und absolut entschlossen. sich Sigi wiederzuholen und den Entführer leiden zu lassen.
Ludwigs Cousine, Herzogin Sophie, hat ganz andere Probleme, sie soll heiraten. Dazu hat sie zwar keine Lust, aber ihre Eltern haben sich schon einen passenden Schwiegersohn ausgesucht.
Der dritte Band der Reihe ist wieder sehr humorvoll, vor allem Ludwig lässt sich wieder allerhand einfallen, unter anderem ist er incognito als Pralinenverkäufer unterwegs, um einen Briefkasten zu beobachten. Dass das zu witzigen Szenen führt, kann man sich vorstellen. Gerade gegen Ende, als der Entführer gestellt werden soll, kommt es zu regelrecht slapstickartigen Szenen. Mir macht diese Reihe nach wie vor Spaß, auch wenn ich immer das reale Schicksal Ludwigs und Sophies im Hinterkopf habe.
Die Auflösung passt, als Leser:in kann man zwar nicht unbedingt mitraten, das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Kriminalfall ist zwar immer präsent, tritt aber doch ziemlich in den Hintergrund, bei all den wahnwitzigen Ideen und Vorstellungen Ludwigs, die oft auch seine Bediensteten fast in den Wahnsinn treiben. Sophie ist der ruhigere Pol, der Ludwig auch einmal bremst, beide zusammen ein wirklich originelles Ermittlerteam.
Dieser dritte Band ist wieder unterhaltsam und humorvoll, wenn auch nicht unbedingt historisch korrekt. Wessen Krimi auch mal humorvoll und der Ermittler ein gekröntes Haupt sein darf, sollte zugreifen.
- Gesamtbewertungen: 1
- Durchschnitt: 5.00
- Datum: 11.02.2026
Mit dem zweiten Band hat mich die Reihe endgültig gepackt
Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, die Jahrtausende umfasst.
Zudem erhält man auch einen näheren Blick auf diejenigen, die mit seinen Fähigkeiten experimentieren. Diese Experimente geschehen zwar mit seiner Zustimmung, da er sich erhofft, mehr über sich zu erfahren, vor allem über seine Unsterblichkeit, lassen aber Zweifel entstehen.
Die rote Farbe, die in Band 1 noch dominierte, wird hier ein wenig zurückgenommen, trotzdem bleibt es natürlich relativ blutig, das gehört einfach zu diesem Protagonisten dazu. Die Zeichnungen sind erneut gelungen und sehr atmosphärisch. Im Anhang findet sich wieder eine Covergalerie inklusive zusätzlichem Artwork.
In Band 2 zieht für mich die Spannung deutlich an, der Cliffhanger am Ende macht dies nicht besser.
Spätestens jetzt hat mich die Geschichte komplett gepackt und ich muss einfach weiterlesen. Gerne empfehle ich die Reihe an erwachsene Leser:innen, für die es ein auch blutig sein darf, man sollte aber unbedingt die Bände der Reihe nach lesen.
PMelittaMs Buchregal
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The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Legend (Band 2) - Schwelender Sturm
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Monsieur Lucile und die Suche nach dem Glück
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König Ludwig und der verschwundene Mops
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Wisting und die Tote am Wegesrand
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