Katabasis
Roman | Der mit Spannung erwartete neue Roman der Autorin von BABEL und YELLOWFACE
Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.
Alice Law hat ihr ganzes Leben lang nur ein Ziel verfolgt: die Beste auf dem Feld der Analytischen Magie zu werden. In Cambridge, als Doktorandin des weltberühmten Professors Jacob Grimes, scheint ihr Traum endlich in Erfüllung zu gehen. Zumindest, bis Grimes bei einem Unfall stirbt, an dem Alice möglicherweise nicht ganz unschuldig ist. Kurzerhand beschließt sie, ihrem Professor in die Hölle zu folgen. Dumm nur, dass ihr Erzrivale Peter Murdoch dieselbe Idee hat.
Mit den Berichten von Orpheus, Dante und T. S. Eliot im Gepäck brechen die beiden auf, um die Seele ihres Mentors zu retten - welchen Preis sie dafür auch zahlen mögen. Doch die Hölle ist nicht so, wie erwartet, und Magie nicht die Antwort auf alles. Denn Alice und Peter verbindet etwas, das sie entweder zu perfekten Verbündeten macht oder für ihren Untergang verantwortlich sein wird.
»Kuang schafft, was sonst wenigen gelingt: Philosophie und Humor, politische Theorie und Fantasy zu verbinden.« Der Spiegel
UnterstĂĽtze den lokalen Buchhandel
Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.
Bestelle dieses Buch im Internet
| Original Titel | Katabasis |
| Veröffentlichung: | 26.08.2025 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21,5 cm / B 14,5 cm / - |
| Seiten | 656 |
| Art des Mediums | Buch [Gebundenes Buch] |
| Preis DE | EUR 28.00 |
| Preis AT | EUR 28.80 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-847-90216-4 |
| ISBN-10 | 3847902164 |
Ăśber den Autor
Rebecca F. Kuang ist New-York-Times-Bestsellerautorin und für den Hugo, Nebula, Locus und World Fantasy Award nominierte Autorin. Sie ist Marshall-Stipendiatin, Übersetzerin und hat einen Philologie-Master in Chinastudien der Universität Cambridge und einen Soziologie-Master in zeitgenössischen Chinastudien der Universität Oxford. Zurzeit promoviert sie in Yale in ostasiatischen Sprachen und Literatur.
Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Hatte mir mehr erhofft
Alice Law hat versehentlich den Tod ihres Doktorvaters Jacob Grimes mitverursacht, weswegen sie ihn nun aus der Hölle befreien möchte, immerhin braucht sie ihn auch noch für ihre Dissertation. Der Titel des Romans, Katabasis, ist daher folgerichtig der altgriechische Begriff für einen Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.Der Roman spielt in unserer Welt, nur, dass es Magie gibt, und man daher auch Magie studieren kann. Schauplatz ist neben der Hölle die britische Universitätsstadt Cambridge. Magie wird mittels von Kreide gezeichneten Pentagrammen und passenden Worten gewirkt, in der Regel basierend auf Logik und entstehenden Paradoxen. Die Autorin hat dazu eine umfassenden Background geschaffen, Philosophie, Mathematik, Logik sind unter anderem Basis der verschiedenen Theorien, und eine ganze Reihe realer Wissenschaftler sowohl aus antiken als auch aus neueren Zeiten werden dazu herangezogen.
Auch das hier gewählte Konzept Hölle ist kein unbekanntes, es basiert unter anderem auf Dante Alighieri und einige Mythologien, nur dass hier als wahr anerkannt wird, dass Dante oder zum Beispiel Orpheus tatsächlich in der Hölle waren. Die Hölle ist dabei nicht das Gegenteil von Himmel, sondern alle Toten beziehungsweise Seelen, kommen dort hin, müssen gegebenenfalls verschiedene Höfe durchlaufen und können sich, wenn oder auch falls sie es geschafft haben, auf ihre Reinkarnation freuen. Alice muss es also nur heil in und durch die Hölle und ihre verschiedenen Höfe schaffen, Professor Grimes finden, und ihn schließlich irgendwie aus der Hölle schaffen.
FĂĽr mich klang das ziemlich spannend. R. F. Kuangs „Babel“ war ein Highlight fĂĽr mich, „Yellowface“ allerdings fĂĽr mich nicht mehr ganz so gut, „Katabasis“ schien mir aber wieder näher an „Babel“ zu kommen. Leider wurde ich enttäuscht, bald hatte ich das GefĂĽhl, dass der Geschichte etwas der Sinn fehlt, ein echter roter Faden, es gibt fĂĽr mich zu viele Längen, wo sich der Roman in Theorien verfängt. Vielleicht habe ich auch nicht den Zugang zur erwarteten Interpretation gefunden. Manchmal hatte ich schon keine Lust mehr, weiterzulesen, aber irgendetwas hielt mich dann doch.
Alice Law und Jacob Grimes sind mir beide unglaublich unsympathisch gewesen, was schon Alices Motivation in Frage stellte, warum sie ihn unbedingt aus der Hölle befreien wollte immerhin gab es einen sehr hohen Preis, der auf jeden Fall zu zahlen war, zusätzlich zu möglichen Gefahren in der Hölle. Ihre Doktorarbeit hätte sie sicher auch ohne ihn zu Ende bringen können, es gab schließlich noch weitere Magielehrende. Alice selbst ist hyperehrgeizig, nicht sehr moralisch, dafür sehr von sich selbst eingenommen.
Ungebeten begleitet wird Alice von Peter Murdoch, auch ein Protegé Grimes‘ und damit Alices Konkurrent. Einmal in der Hölle mĂĽssen sich die beiden zusammenraufen. Peter ist auf jeden Fall der sympathischere Part der beiden, seine Lebensgeschichte erfährt man im Laufe des Romans, was ihn mir noch ein StĂĽck näherbrachte. Auch Grimes‘ Lebensgeschichte wird erzählt, am wenigsten erfährt man eigentlich von Alice, obwohl die Geschichte zum sehr groĂźen Teil aus ihrer Perspektive erzählt wird. Es gibt zudem immer wieder RĂĽckblenden zum Geschehen vor der Höllenreise.
Interessant ist auch die Zeit, in der der Roman spielt, er ist wohl in den1980er Jahren anzusiedeln. Das bietet einiges an Gesellschaftskritik, vor allem, was den Universitätsbetrieb angeht, aber auch bezüglich der Rolle der Frau. Unter anderem könnte man es mit Me too-Geschehen bezeichnen. Alice lässt sich darauf ein und kritisiert sogar feministische Bestrebungen.
Die Geschichte ist, wie schon ausgeführt, teilweise sehr langatmig, es gibt aber auch spannende Passagen, manchmal wird es aber auch fast grotesk, besonders bezogen auf eine Familie, die gemeinsam die Hölle unsicher macht. Diese Familie war es unter anderem, die für mich der Geschichte Sinn nahm.
Ich war sehr gespannt auf „Katabasis“, am Ende wurde ich leider enttäuscht. Das Meisterwerk, das ich erhofft hatte, habe ich nicht bekommen, sondern eine Geschichte, die fĂĽr mich nicht immer Sinn machte und sich zu viel in theoretischem Background verlor. Dennoch wollte ich sie unbedingt zu Ende lesen, immerhin gibt es auch interessantere und spannende Passagen, so dass ich noch ganz knapp 3 Sterne vergebe.
... weitere Publikationen von Kuang, Rebecca F.
.... weitere Publikationen von Eichborn
BLUE MARBLE Gottes Werk und Teufels Beitrag. Sind wir noch zu retten?
Bewerbungsfrist bis zum: 19.09.2026
