Cover: Katabasis
Rebecca F. Kuang
Katabasis
- Roman | Der mit Spannung erwartete neue Roman der Autorin von BABEL und YELLOWFACE
ISBN: 978-3-847-90216-4
656 Seiten | € 28.00
Buch [Gebundenes Buch]
Erscheinungsdatum:
26.08.2025
Fantasy
Rebecca F. Kuang

Katabasis

Roman | Der mit Spannung erwartete neue Roman der Autorin von BABEL und YELLOWFACE

3.00/5.00 bei 1 Reviews
4.1/5.00 bei 232 Reviews - aus dem Web

Katabasis, Substantiv, Altgriechisch: Die Geschichte eines Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.

Alice Law hat ihr ganzes Leben lang nur ein Ziel verfolgt: die Beste auf dem Feld der Analytischen Magie zu werden. In Cambridge, als Doktorandin des weltberĂŒhmten Professors Jacob Grimes, scheint ihr Traum endlich in ErfĂŒllung zu gehen. Zumindest, bis Grimes bei einem Unfall stirbt, an dem Alice möglicherweise nicht ganz unschuldig ist. Kurzerhand beschließt sie, ihrem Professor in die Hölle zu folgen. Dumm nur, dass ihr Erzrivale Peter Murdoch dieselbe Idee hat.

Mit den Berichten von Orpheus, Dante und T. S. Eliot im GepĂ€ck brechen die beiden auf, um die Seele ihres Mentors zu retten - welchen Preis sie dafĂŒr auch zahlen mögen. Doch die Hölle ist nicht so, wie erwartet, und Magie nicht die Antwort auf alles. Denn Alice und Peter verbindet etwas, das sie entweder zu perfekten VerbĂŒndeten macht oder fĂŒr ihren Untergang verantwortlich sein wird.

»Kuang schafft, was sonst wenigen gelingt: Philosophie und Humor, politische Theorie und Fantasy zu verbinden.« Der Spiegel


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Postleitzahl
Original Titel Katabasis
Veröffentlichung: 26.08.2025
Höhe/Breite/Gewicht H 21,5 cm / B 14,5 cm / -
Seiten 656
Art des Mediums Buch [Gebundenes Buch]
Preis DE EUR 28.00
Preis AT EUR 28.80
Auflage 1. Auflage
ISBN-13 978-3-847-90216-4
ISBN-10 3847902164
EAN/ISBN

Über den Autor

Rebecca F. Kuang ist New-York-Times-Bestsellerautorin und fĂŒr den Hugo, Nebula, Locus und World Fantasy Award nominierte Autorin. Sie ist Marshall-Stipendiatin, Übersetzerin und hat einen Philologie-Master in Chinastudien der UniversitĂ€t Cambridge und einen Soziologie-Master in zeitgenössischen Chinastudien der UniversitĂ€t Oxford. Zurzeit promoviert sie in Yale in ostasiatischen Sprachen und Literatur.

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1 Kommentar zu diesem Buch

3/5 26.08.2026 - 19:21 Uhr

Hatte mir mehr erhofft

Alice Law hat versehentlich den Tod ihres Doktorvaters Jacob Grimes mitverursacht, weswegen sie ihn nun aus der Hölle befreien möchte, immerhin braucht sie ihn auch noch fĂŒr ihre Dissertation. Der Titel des Romans, Katabasis, ist daher folgerichtig der altgriechische Begriff fĂŒr einen Helden, der in die Unterwelt hinabsteigt.

Der Roman spielt in unserer Welt, nur, dass es Magie gibt, und man daher auch Magie studieren kann. Schauplatz ist neben der Hölle die britische UniversitÀtsstadt Cambridge. Magie wird mittels von Kreide gezeichneten Pentagrammen und passenden Worten gewirkt, in der Regel basierend auf Logik und entstehenden Paradoxen. Die Autorin hat dazu eine umfassenden Background geschaffen, Philosophie, Mathematik, Logik sind unter anderem Basis der verschiedenen Theorien, und eine ganze Reihe realer Wissenschaftler sowohl aus antiken als auch aus neueren Zeiten werden dazu herangezogen.

Auch das hier gewĂ€hlte Konzept Hölle ist kein unbekanntes, es basiert unter anderem auf Dante Alighieri und einige Mythologien, nur dass hier als wahr anerkannt wird, dass Dante oder zum Beispiel Orpheus tatsĂ€chlich in der Hölle waren. Die Hölle ist dabei nicht das Gegenteil von Himmel, sondern alle Toten beziehungsweise Seelen, kommen dort hin, mĂŒssen gegebenenfalls verschiedene Höfe durchlaufen und können sich, wenn oder auch falls sie es geschafft haben, auf ihre Reinkarnation freuen. Alice muss es also nur heil in und durch die Hölle und ihre verschiedenen Höfe schaffen, Professor Grimes finden, und ihn schließlich irgendwie aus der Hölle schaffen.

FĂŒr mich klang das ziemlich spannend. R. F. Kuangs „Babel“ war ein Highlight fĂŒr mich, „Yellowface“ allerdings fĂŒr mich nicht mehr ganz so gut, „Katabasis“ schien mir aber wieder nĂ€her an „Babel“ zu kommen. Leider wurde ich enttĂ€uscht, bald hatte ich das GefĂŒhl, dass der Geschichte etwas der Sinn fehlt, ein echter roter Faden, es gibt fĂŒr mich zu viele LĂ€ngen, wo sich der Roman in Theorien verfĂ€ngt. Vielleicht habe ich auch nicht den Zugang zur erwarteten Interpretation gefunden. Manchmal hatte ich schon keine Lust mehr, weiterzulesen, aber irgendetwas hielt mich dann doch.

Alice Law und Jacob Grimes sind mir beide unglaublich unsympathisch gewesen, was schon Alices Motivation in Frage stellte, warum sie ihn unbedingt aus der Hölle befreien wollte immerhin gab es einen sehr hohen Preis, der auf jeden Fall zu zahlen war, zusĂ€tzlich zu möglichen Gefahren in der Hölle. Ihre Doktorarbeit hĂ€tte sie sicher auch ohne ihn zu Ende bringen können, es gab schließlich noch weitere Magielehrende. Alice selbst ist hyperehrgeizig, nicht sehr moralisch, dafĂŒr sehr von sich selbst eingenommen.

Ungebeten begleitet wird Alice von Peter Murdoch, auch ein Protegé Grimes‘ und damit Alices Konkurrent. Einmal in der Hölle mĂŒssen sich die beiden zusammenraufen. Peter ist auf jeden Fall der sympathischere Part der beiden, seine Lebensgeschichte erfĂ€hrt man im Laufe des Romans, was ihn mir noch ein StĂŒck nĂ€herbrachte. Auch Grimes‘ Lebensgeschichte wird erzĂ€hlt, am wenigsten erfĂ€hrt man eigentlich von Alice, obwohl die Geschichte zum sehr großen Teil aus ihrer Perspektive erzĂ€hlt wird. Es gibt zudem immer wieder RĂŒckblenden zum Geschehen vor der Höllenreise.

Interessant ist auch die Zeit, in der der Roman spielt, er ist wohl in den1980er Jahren anzusiedeln. Das bietet einiges an Gesellschaftskritik, vor allem, was den UniversitĂ€tsbetrieb angeht, aber auch bezĂŒglich der Rolle der Frau. Unter anderem könnte man es mit Me too-Geschehen bezeichnen. Alice lĂ€sst sich darauf ein und kritisiert sogar feministische Bestrebungen.

Die Geschichte ist, wie schon ausgefĂŒhrt, teilweise sehr langatmig, es gibt aber auch spannende Passagen, manchmal wird es aber auch fast grotesk, besonders bezogen auf eine Familie, die gemeinsam die Hölle unsicher macht. Diese Familie war es unter anderem, die fĂŒr mich der Geschichte Sinn nahm.

Ich war sehr gespannt auf „Katabasis“, am Ende wurde ich leider enttĂ€uscht. Das Meisterwerk, das ich erhofft hatte, habe ich nicht bekommen, sondern eine Geschichte, die fĂŒr mich nicht immer Sinn machte und sich zu viel in theoretischem Background verlor. Dennoch wollte ich sie unbedingt zu Ende lesen, immerhin gibt es auch interessantere und spannende Passagen, so dass ich noch ganz knapp 3 Sterne vergebe.

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