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riggerwarnung: Diese Rezension thematisiert Suizid, Selbstverletzung, Essstörungen und psychische Gewalt.
Als ich das Buch aufschlug, fiel mir sofort die Triggerwarnung ins Auge: Suizid, Selbstverletzung, Magersucht, Missbrauch, psychische und physische Gewalt – eine Aufzählung, die zunächst fast zu viel auf einmal erschien. Trotzdem startete ich das Buch am Abend, vielleicht etwas arglos. Schon nach wenigen Seiten merkte ich: Die Warnung war mehr als berechtigt. Dieses Buch geht tief unter die Haut.
Die Geschichte hat mich so sehr mitgenommen, dass ich sie nicht wie gewohnt von vorne bis hinten las – sondern irgendwann rückwärts. Ich wollte verstehen, wie alles endet, was mit den Figuren passiert, und vielleicht auch, um mich selbst ein wenig zu schützen. Dieses ungewöhnliche Lesen hat meine Sicht auf das Buch verändert – vielleicht auch auf mich selbst.
Denn beim Lesen habe ich mich gefragt: Verletze ich mich selbst manchmal – nicht körperlich, aber emotional? Indem ich mich zurückziehe, nichts sage, obwohl ich Hilfe bräuchte? Ich ertappe mich oft bei dem Wunsch, dass jemand kommt, mich tröstet, einfach da ist. Doch meist bleibt es still.
Das Buch zeigt sehr eindrücklich: Selbstverletzung ist kein „Drama“ oder „Auffallenwollen“, sondern ein Hilfeschrei. Und diesen Schrei sollte man ernst nehmen – bei anderen und auch bei sich selbst. Fiona, die Protagonistin, geht diesen schweren Weg. Doch sie zeigt auch, dass es Hilfe gibt. Dass Heilung möglich ist – durch Unterstützung, durch Vertrauen, durch Menschen, die bleiben.
Fazit
Dieses Buch ist kein leichter Stoff. Es ist roh, schmerzhaft und berührend. Es erzählt von Traumata, von tiefster Verzweiflung, aber auch von Hoffnung, Heilung und einer unerwarteten Liebe. Es ist ein emotionales Drama, das nicht nur erzählt, sondern spürbar macht, wie schwer der Weg zurück ins Leben sein kann – und wie viel Kraft in menschlicher Nähe liegt.
Ein Buch, das nachhallt. Und vielleicht auch etwas in einem selbst bewegt.
Bitte entschuldige, ich habe die Leserunde erst nicht gefunden und erst nach der Leserunde das Buch heruntergeladen.
Wow, deine Rezension trifft mich tief, aber auch eine schöne Art und Weise. Danke für diese tollen Worte!
Hallo, die Bewertung habe ich auch in meiner Webseite "Theophilias Bücherblog" veröffentlicht. Untere folgendem Link: Grüße Friederike https://theophilia69.blogspot.com/2025/10/zeige-mir-wie-ich-uberlebe.html
