Die Geschlagenen
Erzählt wird die Geschichte des deutschen Soldaten Gühler, beginnend mit der Schlacht in Monte Cassino im September 1943. Er und seine Mitsoldaten sind unter Beschuss der Amerikaner, selbst ohne Waffen, apathisch vor Hunger harren sie aus. Das aussichtslose Kämpfen für ein Regime, das er ablehnt, zermürbt Gühler. In der Gefangenschaft in den USA ergeht es ihm zunächst nicht viel besser. Der Zwist unter den Gefangenen, zwischen Nazis und Antifaschisten, wird von den Amerikanern nicht unterbunden. Erst mit Kriegsende beginnt für Gühler eine Zeit der Hoffnung. Als Deutschlehrer und später verantwortlich für die Lagerbibliothek und -zeitschrift findet er seinen Weg.
Bei seinem Erscheinen 1948 sorgte dieses Debüt für Aufsehen: Niemand hatte so lebensnah über die Ereignisse geschrieben, die gerade erst vergangen waren. Über hundert Rezensionen befassten sich mit Richters Erstling, auch international fand er breite Beachtung, die Stadt Berlin verlieh ihm den Fontanepreis. Die Innensicht eines Mannes, der nur zu gern den Krieg verliert und danach erst langsam seinen Frieden findet, berührt auch heute noch.
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| Veröffentlichung: | 16.03.2018 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12 cm / - |
| Seiten | 340 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 14.90 |
| Preis AT | EUR 15.40 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Wagenbachs andere Taschenbücher 792 |
| ISBN-13 | 978-3-803-12792-1 |
Über den Autor
Hans Werner Richter wurde 1908 in Bansin auf Usedom als Sohn eines Fischers geboren. Nach dreijähriger Lehre arbeitete er als Buchhändler und für Verlage. Als Soldat der Wehrmacht verbrachte er mehrere Jahre in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 1947 gründete sich die Gruppe 47, das wichtigste literarische Forum der Bundesrepublik Deutschland, das er dreißig Jahre lang leitete. Er veröffentlichte mehrere Romane und wurde u.a. mit dem Fontane-Preis und dem Großen Literaturpreis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Hans Werner Richter starb 1993 in München. Er wurde auf eigenen Wunsch in Bansin beigesetzt, wo heute das Hans-Werner-Richter-Haus seinen Nachlass pflegt.
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