Die Stunde der falschen Triumphe
Der letzte Satz dieses anrührenden Buchs lautet: »Wer soll das alles verstehen?«
Erzählt wird eine Dorfgeschichte aus den dreißiger, vierziger Jahren, die uns
besser verstehen lässt.
Zwei junge Männer heißen beide Willi, der eine ist Friseur, der andere Lehrer.
Der Friseur, der sich als »Mann der Mitte, nach allen Seiten offen« empfindet,
unterliegt den Verlockungen der Anpassung. Der pazifistische Lehrer wird
verhaftet, kommt wieder frei, verstummt.
Zwischen beiden steht Fritz, der NSDAP- Ortsgruppenleiter, der den Friseur
dazu bringt, in die Partei einzutreten; den Lehrer rettet seine Frau.
1945 wird der Lehrer als Bürgermeister eingesetzt und entnazifiziert Fritz.
Keiner triumphiert. Alle passen sich wieder an. Wer soll das verstehen?
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| Veröffentlichung: | 01.08.2010 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12 cm / - |
| Seiten | 128 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 10.90 |
| Preis AT | EUR 11.30 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Wagenbachs andere Taschenbücher 642 |
| ISBN-13 | 978-3-803-12642-9 |
Über den Autor
Hans Werner Richter wurde 1908 in Bansin auf Usedom als Sohn eines Fischers geboren. Nach dreijähriger Lehre arbeitete er als Buchhändler und für Verlage. Als Soldat der Wehrmacht verbrachte er mehrere Jahre in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 1947 gründete sich die Gruppe 47, das wichtigste literarische Forum der Bundesrepublik Deutschland, das er dreißig Jahre lang leitete. Er veröffentlichte mehrere Romane und wurde u.a. mit dem Fontane-Preis und dem Großen Literaturpreis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Hans Werner Richter starb 1993 in München. Er wurde auf eigenen Wunsch in Bansin beigesetzt, wo heute das Hans-Werner-Richter-Haus seinen Nachlass pflegt.
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