Haiti
Nachruf auf einen gescheiterten Staat
Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat allein in Port- au- Prince mehr Menschen
getötet als die Tsunami- Katastrophe in Südasien 2006, und es hat Haitis Hauptstadt
buchstäblich am Boden zerstört. Aber auch die staatliche Infrastruktur
liegt in Trümmern: Als eigenverantwortlich handelndes Völkerrechtssubjekt hat
Haiti schon vor dem Erdbeben zu existieren aufgehört und steht heute faktisch
unter der Vormundschaft der UN.
Dabei begann alles mit einer Erfolgsgeschichte, die ebenso spektakulär wie
einzigartig war: Die Selbstbefreiung der Sklaven in Frankreichs reichster Kolonie
Saint Domingue, ein gelungener Spartakus- Aufstand, der im Januar 1804
zur Gründung der Republik Haiti führte. Auf der Grundlage zahlreicher Primärquellen
erweckt Hans Christoph Buch General Toussaint Louverture, den
Wegbereiter der haitianischen Unabhängigkeit, zu neuem Leben, der Napoleon
schon lange vor 1815 ein Waterloo zufügte.
Und er geht der Frage nach, warum auf den heroischen Akt der Staatsgründung
eine zweihundert Jahre dauernde Agonie folgte.
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| Veröffentlichung: | 28.09.2010 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12 cm / - |
| Seiten | 192 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 12.90 |
| Preis AT | EUR 13.30 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Wagenbachs andere Taschenbücher 648 |
| ISBN-13 | 978-3-803-12648-1 |
Über den Autor
Hans Christoph Buch, 1944 in Wetzlar geboren, wuchs in Wiesbaden, Marseille und Kopenhagen auf. Er studierte in Berlin Germanistik und Slawistik. Sein erstes literarisches Werk »Unerhörte Begebenheiten« erschien 1966. Ihm folgten zahlreiche Veröffentlichungen, Romane, Erzählungen, Reportagen und Streitschriften. Große Beachtung fand seine Poetikvorlesung an der Frankfurter Universität unter dem Titel »Die Nähe und die Ferne – Bausteine zu einer Poetik des kolonialen Blicks.« Writer in Residence und Poetikdozent in New York, San Diego, Austin, Buenos Aires, Santiago, Havanna, Hangzhou und Qingdao. Er war immer ein Autor, der sich politisch positionierte. Als Reporter für große deutsche Zeitungen reiste er in die Krisengebiete Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Wenn er nicht unterwegs ist, lebt er in Berlin und im Wendland.
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