
Martin Begrich
Porträt eines "Brasilienpfarrers" nach Tagebüchern und Dokumenten
Die erstmals veröffentlichten Tagebücher gewähren Einblicke in die Alltags- und Arbeitswelt, ins Privatleben und in die Formen der Geselligkeit der Deutschen in Brasilien während der wechselnden schwierigen politischen Verhältnisse im Lande zwischen 1929 und 1950.
An Pfarrer Martin Begrich kann ein persönlicher Werdegang nachvollzogen werden. Der Bogen spannt sich von der Kindheit im bildungsbürgerlich und nationalprotestantisch geprägten Pfarrhaus über die traumatischen Erlebnisse im Ersten Weltkrieg, das Begrüßen und Ablehnen des Nationalsozialismus bis hin zum Mitgestalten der deutsch-brasilianischen Beziehungen im Nachkriegsdeutschland. 1954 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Begrich leistete Pionierarbeit bei der Erforschung der Anfänge der deutschen Kolonien. Er wurde zu einem Förderer des "Deutschtums" in Brasilien, schließlich aber auch zum Zeugen des politisch forcierten Niederganges des Bewusstseins für die Vergangenheit der deutschen Einwanderer. Die Dokumentation dieses Bruches im Kolorit der Zeit sowie die analytische Annäherung aus heutiger Perspektive machen das Buch über das Jubiläum "200 Jahre deutsche Einwanderung in Brasilien" (2024) hinaus überaus spannend und wertvoll.
Unterstütze den lokalen Buchhandel
Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.
Bestelle dieses Buch im Internet
| Veröffentlichung: | 09.12.2023 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 14,8 cm / 914 g |
| Seiten | 640 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 25.99 |
| Preis AT | EUR 26.80 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-758-31798-9 |
| ISBN-10 | 3758317983 |
Über den Autor
Historiker Dr. Stefan Stadtherr Wolter geht seit zehn Jahren der Geschichte der geheimnisumwobenen Großkaserne auf den Grund. In einer Atmosphäre des Verdrängens, ohne staatliche Unterstützung, sammelte er über Jahre hinweg Zeitzeugenerinnerungen, recherchierte in den Bibliotheken und dokumentierte vor Ort die Spuren von mehr als drei Dutzend Aufgängen der Anlage - immer im Wettlauf mit den Abrissarbeiten. Sein Motiv: Respekt vor der Geschichte der Ostdeutschen.
Wolter kritisiert die einseitige architekturhistorische Bewertung des "Kolosses von Prora" und die damit einhergehende Außerkraftsetzung der Sozialgeschichte des Ortes. Neben Dokumentationen im Internet sowie etlichen denkmalpflegerischen Unterschutzstellungen vor Ort brachte er etliche Bücher über die Geheimnisse hinter Proras neuem Glanz auf den Weg. Ohne diese Bemühungen wären weite Teile der Geschichte inzwischen verloren bzw. in der historischen Anlage nicht mehr zu verorten.
Diesen Artikel teilen
0 Kommentar zu diesem Buch
... weitere Publikationen von Stadtherr Wolter, Stefan
.... weitere Publikationen von BoD – Books on Demand
Berlin Summer Love
Bewerbungsfrist bis zum: 17.04.2026



















