Caprices

Abends in die Scala. Die Oper im Roman

Chronologie aller Bände (1 - 2)

Reihe: Caprices

Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Abends in die Scala. Die Oper im Roman". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Wolfgang Molkow beginnen. Die Reihe umfasst derzeit 2 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Glaube, Liebe, Hoffnung".

  • Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 1
  • Ø Bewertung der Reihe: 5
Cover: Abends in die Scala. Die Oper im Roman
  • Band: 13
  • Autor: Molkow, Wolfgang
  • Anzahl Bewertungen: 1
  • Ø Bewertung: 5.0
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 14.01.2022
  • Genre: Roman

Abends in die Scala. Die Oper im Roman

In „Loge und Liebe“ wird die Opernloge zum Schauplatz tönend bewegter
Geschichten, kündet vom poetischen Beziehungszauber zwischen sang-und-klangumwogter Bühnenhandlung und fiebriger Erregung beim Zuschauer.
Italienischer Belcanto stimuliert französische Erzählkunst, Wagnersche Brunst entfacht in dekadenter Prosa Liebestod-Räusche.

Dem Dichter Gustave Flaubert garantiert die Zauberformel eines ‚ästhetischen Mystizismus‘ die innere Musikalität seiner stilistischen Artistik.
Victor Hugo dagegen erhebt – zum Schrecken Goethes – das Hässliche und das Groteske zum Element der Kunst und belebt mit Unholden wie Rigoletto,
Quasimodo und Thénardier die Oper und das Musical.
Cover: Glaube, Liebe, Hoffnung
  • Band: 20
  • Autor: Molkow, Wolfgang
  • Anzahl Bewertungen: 0
  • Ø Bewertung:
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 31.08.2022
  • Genre: Roman

Glaube, Liebe, Hoffnung

Ein Schriftsteller, der sich selbst für ausgesprochen unmusikalisch hält, eröffnet seinen Lesern neue und eigenartige Perspektiven der Musik. Das ist der Fall Franz Kafkas, ein Autor, den man eigentlich so gar nicht mit tönenden Ereignissen in Verbindung bringt. Und doch ist es gerade die angebliche Musikferne, die den hochkultivierten und übersensiblen Dichter zu seltsamen, skurrilen, einfühlsamen wie phantastischen Betrachtungen über trompete-und-geigenspielende Menschen sowie über singende Hunde und Mäuse veranlasst.

Nicht weniger kurios, wenn auch anders gelagert, ist der musikalische Untergrund, der in den Dramen und Volksstücken Ödön von Horváths mitschwingt. Seine österreichisch-ungarische Herkunft läßt bei Horváth Verwandtes zum tschechisch-deutschen Kulturraum Kafkas aufscheinen, was sich auch in der zwielichtigen Rolle offenbart, die die Musik als Trägerin sinistrer und makabrer Gefühle einnimmt.

Von Ironie getränkt sind die Aphorismen, die der irische Dichter Oscar Wilde in seine Komödien und Erzählungen über Musik und Musiker einstreut. Doch Wilde kennt auch die schwärmerische und romantische Seite der Tonkunst, wie sein Roman Das Bildnis des Dorian Gray verrät. Was die Vertonung seiner Werke betrifft, so wird der Tragödie Salome wohl erst als Operneinakter von Richard Strauss Weltruhm zuteil. Seine Märchen und hedonistischen Renaissance­dramen regen zudem die Wiener Komponisten Alexander von Zemlinsky und Franz Schreker zu klanglich opulenten Opern und Balletten an.

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