Heidelberger Poetikvorlesungen

Laubsäge und Scheinbrücke

Chronologie aller Bände (1 - 3)

Reihe: Heidelberger Poetikvorlesungen

Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Laubsäge und Scheinbrücke". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Lutz Seiler beginnen. Mit insgesamt 3 Bänden wurde die Reihe über einen Zeitraum von ungefähr 6 Jahren fortgesetzt. Der neueste Band trägt den Titel "Vom Mündlichen ins Tausendste".

  • Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 5
  • Ø Bewertung der Reihe: 5
  • Start der Reihe: 04.11.2020
  • Neueste Folge: 31.12.2026

Diese Reihenfolge enthält 3 unterschiedliche Autoren.

Cover: Laubsäge und Scheinbrücke
  • Band: 4
  • Autor: Seiler, Lutz
  • Anzahl Bewertungen: 5
  • Ø Bewertung: 5.0
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 04.11.2020
  • Genre: Roman

Laubsäge und Scheinbrücke

In seinen Heidelberger Poetikvorlesungen schildert Lutz Seiler, wie die Landschaften Ostthüringens und Brandenburgs und die Zeitgeschichte der im Schatten des Uranbergbaus verlebten Kindheit und der Berliner Nachwendezeit in seinem Werk miteinander verbunden sind. Das Bedrängende, Dunkle der DDR-Geschichte, sei es die radioaktive Verseuchung und Zerstörung der Kindheitsdörfer, sei es der Zwang zum Kollektiv in einer autoritären Gesellschaft – Seiler zeigt, wie die Erlebniswelt DDR in seinen Texten ebenso lebendig wird wie das Aufgehen der Lebensentwürfe in der westlichen Konsum-Ordnung.

In den nun erscheinenden drei Vorlesungen „Das Territorium der Müdigkeit“, „Die jungen Jahre. Fontane, Huchel, Trakl, George und Pink Floyd“ und „,Die nassen Ränder seiner sowjetischen Hosenbeine'. Eingangsbilder ins Erzählen vergangener Zeiten“ kann man erfahren, was Seiler darunter versteht, dass Poesie „Widerstand“ ist (Kruso, 2015), und inwiefern diese ihm einen geschützten ästhetischen Raum für eigene Erfahrungen und Erinnerungen bietet.
Cover: Lücken
  • Band: 7
  • Autor: Anne Weber
  • Anzahl Bewertungen: 0
  • Ø Bewertung:
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 30.10.2024
  • Genre: Sonstiges

Lücken

Einmal Prosa hin und zurück, sagte das Gedicht, denn es wollte die große weite Welt kennenlernen und fand die bisher von ihm zurückgelegten Zeilen doch allesamt sehr kurz. Doch für immer wollte es sich von seinem Zuhause nicht lossagen. Nun stand es also auf dem Gleis, die Fahrkarte in der Hand, doch der Zug kam und kam nicht und so machte es sich zu Fuß auf den Weg und lernte den langen Atem.

Anne Weber spürt der Ambivalenz zwischen Prosa und Vers in ihrer Heidelberger Poetikvorlesung nach. Mit ihren Texten lotet Anne Weber immer wieder aufs Neue die Möglichkeiten des Erzählens in der Gegenwart aus – vom Erzählzyklus über die Bibelkontrafaktur bis zum ‚Zeitreisetagebuch‘ und dem Versepos.

Anne Weber, 1964 in Offenbach geboren, lebt seit 1983 als freie Autorin und Übersetzerin in Paris. Ihre Werke wurden unter anderem mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Kranichsteiner Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Voß-Preis ausgezeichnet. Für ihr Buch ‚Annette, ein Heldinnenepos‘ wurde Anne Weber mit dem Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet, für ihre Übersetzung von Cécile Wajsbrots ‚Nevermore‘ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2022.

Cover: Vom Mündlichen ins Tausendste
  • Band: 8
  • Autor: Nora Gomringer
  • Anzahl Bewertungen: 0
  • Ø Bewertung:
  • Medium: Buch
  • Veröffentlicht: 31.12.2026
  • Genre: Sonstiges

Vom Mündlichen ins Tausendste

In ihrer Heidelberger Poetikvorlesung beschäftigt sich die Dichterin und Performerin Nora Gomringer mit der großen Sammlung und dem Winzlingsdetail, alles, was in ihre lyrische Produktion Einzug hält. Ein Schlagzeug und ein Elefant tauchen auf, die Heilige Apollonia und ein Weltenerlöser. Wie nützlich Krise für das Schreiben ist, legt sie dar, wie zerstörerisch es für ihr Schreiben ist, auch. Wo Gedichte entstehen und unter welchen Bedingungen das Wort versagt, wie einsam man sein muss, um einen Gedanken zu fassen, und wie umschwirrt man besser ist, um ihn zu entlassen, darüber spekuliert sie.

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