Honey
Roman | "Ein kluger, bissiger und vor allem wahnsinnig unterhaltsamer Campus-Roman über Schwarze weibliche Wut, Macht und die Frage nach Selbstermächtigung." Mirrianne Mahn
«Campusroman, Serienkiller-Thriller und Gesellschaftssatire zugleich: sarkastisch und klug.» Deutschlandfunk Kultur
Das erste Mal hat Yrsa nicht die Absicht zu töten. Aber der Cambridge-Professor, der ihr gegenübersitzt, hat die Forschungsergebnisse ihrer Freundin gestohlen. Als sie die Biene in seine Sanpellegrino-Flasche schnippt, denkt sie, dass er einen schmerzhaften Stich abbekommen wird. Dann ist er tot. Und Yrsa, die – seien wir ehrlich – schon seit einiger Zeit gelangweilt ist, fühlt sich endlich wieder lebendig.
Eine unterhaltsame und wunderbar ins Absurde getriebene Geschichte über feministische Wut, Ungerechtigkeit, Begierde und Rache. Und über das Schwarzsein in einer sehr, sehr weißen Welt.
«Umwerfend – in jeder Hinsicht. Düster, spannend und unbestreitbar heiß, wird dieser Roman Ihnen den Atem rauben.» Glamour
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| Original Titel | Honey |
| Veröffentlichung: | 17.07.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 13,6 cm / 453 g |
| Seiten | 416 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 25.00 |
| Preis AT | EUR 25.70 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-498-00789-8 |
| ISBN-10 | 3498007890 |
Über den Autor
Imani Thompson wurde 1998 geboren und ist eine britische Schriftstellerin schottischer, irischer und jamaikanischer Herkunft. Nach ihrem Soziologiestudium an der Universität Cambridge schrieb sie ihren Debütroman Honey, während sie als Buchhändlerin bei Daunt Books arbeitete. Sie lebt in London.Diesen Artikel teilen
2 Kommentare zu diesem Buch
Wut der letzten Jahrhunderte bahnt sich ihren Weg
Bis zu einem gewissen Punkt konnte ich Yrsas Entwicklung mitverfolgen. Ein paar Einblicke in die Thematik ihrer Doktorarbeit waren da hilfreich oder zumindest interessant. Und dennoch tat ich mich im Verlauf der Handlung immer schwerer damit, Yrsas Charakter zu verstehen, insbesondere der Verlauf ihrer tödlichen Obsession. Es ist nicht allein ihre Distanziertheit, sondern auch ihr Hang zur Unehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber. Sie wirkt über Längen wie emotionslos, nur um im nächsten Moment ihre angestaute Wut wie bei einem Vulkan ausbrechen zu sehen. Doch eine Auseinandersetzung mit gewissen Geschehnissen bleibt den Lesenden oft verwehrt. Auch fehlten mir ausreichend ehrliche Interaktionen, um sie als Charakter greifbar zu machen. Für mich ging die Mischung aus Provokanz, Fakten und Gesellschaftskritik final nicht auf, weil langatmige Abschnitte wiederholt die Handlung ausbremsten, ohne bei mir ein Gefühl des Mehrwertes erzeugen zu können.Fesselnd
Yrsa ist Doktorantin der Soziologie in Cambridge. Als sie ihr die Möglichkeit eröffnet, den Tod eines Professors herbeizuführen, der kurz vorher eine ihrer Freundinnen verletzt und benutzt hat, nutzt sie diese und der Professor stirbt. Yrsa erlebt dadurch ein High, ein Hochgefühl, so dass sie sich entscheidet, weitere misogyne, Frauen ausnutzende Männer zu töten.Trotz dieses Themas ist der Roman kein Krimi oder gar Thriller, es geht vor allem um Yrsa, ihre Gedanken und Emotionen und was das Geschehen mit ihr macht. So erlebt man es auch komplett aus ihrer Perspektive, lernt nach und nach ihr Umfeld näher kennen, erlebt ihre Taten mit und lernt dabei auch ihre Opfer näher kennen. Yrsa teilt mit den Leser:innen außerdem auch ihre Gedanken zu ihrer Doktorarbeit, in der es um Sklavenbefreiung und Afropessimismus geht, was ich sehr interessant fand. Yrsa ist selbst eine Woman of Color, sie teilt sich mit der Autorin jamaikanische Wurzeln, außerdem hat der Roman einen stark feministischer Aspekt.
Am Anfang hatte ich einen kurzen Moment, in dem ich mich gefragt habe, ob ich zu alt für den Roman bin, doch einmal kurz „Hinge“ gegoogelt, eine Dating-App, von der ich noch nie gehört habe, die aber hier öfter erwähnt wird, dann konnte ich mich doch schnell einlesen. Die Erzählsprache ist modern und nimmt kein Blatt vor den Mund, genauso wenig wie es Yrsa tut.
Imani Thompson stellt einige interessante Charaktere vor, auch wenn mir wenige davon wirklich sympathisch waren, inklusive der Protagonistin, im Grunde macht das den Roman aber auch zusätzlich interessant.
Das Ende kommt für mich zu plötzlich und ist mir etwas zu offen. Im Nachgang habe ich mich weiter mit dem beschäftigt, was ich über Yrsas Doktorarbeit erfahren habe, das möchte ich auch anderen Leser:innen empfehlen..
„Honey“ ist ein Roman, der nicht unbedingt in mein Beuteschema fällt, dessen Plot ich aber interessant fand, so dass ich wissen wollte, wie der Roman sich entwickeln würde. Auch wenn Yrsa nicht gerade ein Charakter ist, der mich anspricht, hat mich die Geschichte gefesselt. Besonders interessant sind auch die feministischen und gesellschaftskritischen Aspekte.
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