Das Buch der verlorenen Stunden
Roman | Ein mitreißender und außergewöhnlicher Roman über die Macht der Erinnerungen, Familie und eine Liebe, die alle Zeiten überdauert
Keine Geschichte ist so kraftvoll wie unsere Erinnerung
An einem schicksalhaften Abend ändert sich für die junge Lisavet alles. Um ihr Leben zu retten, versteckt ihr Vater, ein bekannter Uhrmacher, sie in einer riesigen Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert und in der alle menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Nur wenige wissen von diesem besonderen Ort und Zeithüter entscheiden darüber, welche Erinnerungen an die Vergangenheit erhalten oder unwiederbringlich ausgelöscht werden.
Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?
»Die Vergangenheit hält uns den Spiegel vor. Sie erklärt, wer wir waren und wie wir so geworden sind. Manchen Leuten gefällt nicht, was sie in ihren Spiegelbildern zu sehen bekommen, also ändern sie es, indem sie Erinnerungen für alle Welt auslöschen. Indem sie Menschen auslöschen.«
Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet, die Erinnerungen, die die Welt vergessen soll, in ihrem eigenen Buch zu sammeln.
Eines Abends folgte sie einem Zeithüter in sicherem Abstand und entdeckte, wonach sie gesucht hatte. Die Erinnerung in seinen Händen war ein extrem dicker Band, der zu einem mindestens Hundertjährigen gehören musste. Statt das Buch in einem Stück zu verbrennen, löste der Zeithüter den blauen Ledereinband ab und legte ihn beiseite. Dann zündete er die Seiten an und Lisavet fiel auf, mit welcher Gleichgültigkeit er diese Aufgabe verrichtete. Offenbar jemand, der nur Befehle ausführte und den das Ergebnis nicht kümmerte. Im Nu verschwand er wieder, ohne seine Tat bis zum Ende zu beaufsichtigen, und Lisavet sprang hervor, um das Buch zu retten.
Bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft, der zu ihrem einzigen Halt wird.
Kann die Liebe uns vor dem Schlimmsten bewahren?
Was folgt, wird nicht nur die beiden, sondern auch den Lauf der Geschichte für immer verändern ...
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| Original Titel | The Book of Lost Hours |
| Veröffentlichung: | 19.11.2026 |
| Seiten | 480 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 14.00 |
| Preis AT | EUR 14.40 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-423-22210-5 |
Über den Autor
Hayley Gelfuso hat einen Master in Nachhaltigkeit und arbeitet im Marketing. Sie liebt wunderbare Geschichten mit magischen Elementen, die auf den realen Geschehnissen unserer Zeit und der Wissenschaft basieren. >Das Buch der verlorenen StundenDiesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Das Buch der verlorenen Stunden
Am 26. August 2025 erschien im dtv-Verlag Hayley Gelfusos Debütroman Das Buch der verlorenen Stunden. Zu Beginn fühlt es sich so an, als hätte man es schon einmal gelesen, aber auf eine Weise, die man so noch nicht kannte. Die Prämisse erinnert auf den ersten Blick an Bestseller-Werke wie Cornelia Funkes Tintenherz, bewegt sich dann aber in eine gänzlich eigene Richtung und beweist damit Gelfusos Kreativität. Wer also ein weiteres Buch erwartet, das sich bequem in bekannte Fantasy-Muster einfügt, wird hier angenehm überrascht werden.Erzählerisch entscheidet sich die Autorin für eine zeitlich fragmentierte Struktur, die über verschiedene Epochen hinweg springt. Zu Beginn jedes Kapitels wird das entsprechende Jahr angegeben — ein Hilfsmittel, das prinzipiell Orientierung bieten soll, stellenweise aber nicht ausreicht. Gerade wenn die Zeitsprünge sich häufen, wäre eine genauere Zeitangabe hilfreich gewesen, um den Motiven der Figuren wirklich folgen zu können. Das ist schade, denn die Idee hinter dieser Erzählstruktur ist durchaus reizvoll: Gelfuso nutzt die verschiedenen Zeitebenen, um Informationen gezielt zurückzuhalten und nach und nach freizugeben, was dem Plot eine eigene Spannung verleiht. Dabei verfolgen wir die Handlung aus der Perspektive zweier Protagonistinnen, die mehr verbindet, als es anfangs scheint. Wer bereit ist, sich durch diese gelegentlich unübersichtlichen Abschnitte hindurchzuarbeiten, wird mit einem Plot belohnt, der tatsächlich überrascht — die Wendungen sitzen, kommen unerwartet und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Was das Buch trotz dieser erzählerischen Hürden trägt, sind seine Charaktere. Sie sind liebenswert, glaubwürdig und mit einem spürbaren eigenen Gewissen ausgestattet, das ihre Entscheidungen — auch wenn diese im Zeitverlauf nicht immer sofort nachvollziehbar sind — letztlich menschlich und greifbar macht. Ein Charakterverzeichnis vermisst man hier nicht; die Figuren prägen sich von selbst ein, was bei einer so vielstimmigen Geschichte keine Selbstverständlichkeit ist. Gelfuso gelingt es, ihnen eine Tiefe zu verleihen, die über das bloße Vorantreiben der Handlung hinausgeht, und genau das macht sie zu mehr als nur Werkzeugen des Plots.
Für ein Erstlingswerk ist “Das Buch der verlorenen Stunden” bemerkenswert kreativ und mutig. Gelfuso zeigt, dass sie bereit ist, ungewöhnliche Wege zu gehen — erzählerisch wie inhaltlich — und dass sie das nötige Gespür mitbringt, eine komplexe Geschichte zusammenzuhalten. Nicht alles gelingt dabei reibungslos, doch das schmälert den Gesamteindruck nur wenig. Ich hatte viel Freude daran, in die verschiedenen Zeitebenen einzutauchen, und bin gespannt, wohin die Autorin uns als Nächstes mitnimmt.
Alles in allem ist Das Buch der verlorenen Stunden eine klare Leseempfehlung für alle, die Zeitreisen-Geschichten lieben und dabei einmal abseits der gewohnten Science-Fiction-Pfade wandern möchten — wer offen ist für ein fantasievolles Abenteuer, das die Grenzen des Genres auf erfrischende Weise neu auslotet, ist hier genau richtig.
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