Muße, Musen und das Müssen
Wissen und Geschlecht in Musik, Theater, Film
Das Müssen drückt eine zwingende Notwendigkeit aus und ist ein mächtiges Instrument. Es vermittelt Macht. Uns dieses Müssens bewusst zu werden und uns dann im Gegenzug Räume des Nicht-Müssens wie der Muße zu erschließen, ist ein bedeutsames Thema. In den Gender Studies und darüber hinaus lässt sich das Müssen als hochpolitische Dimension lesen, denn mit dem Müssen gehen normative Setzungen und Ordnungssysteme Hand in Hand. Dies eröffnet aktuelle Fragen zu Machtstrukturen, innerhalb derer sich Wissenschaft und Kunst bewegen.
Wenn wir die Welt gestalten, uns nicht dem Müssen unterwerfen wollen, braucht es neue Vorstellungen von dem, was möglich ist. Es braucht neue Lebens- und Arbeitsformen, um dem »Schrecken von Anthropozän und Kapitalozän«, wie Donna Haraway (2018) formulierte, zu begegnen. Es bedarf einer veränderten Beziehung zu Zeit, Raum und zu uns selbst. Die Pandemie hat auf den Ist-Stand der Welt ein Brennglas gerichtet. Ein Nachdenken über die Muße trägt dazu bei, sie neu wahrzunehmen und andere Wege zu finden, in ihr zu leben.
Unterstütze den lokalen Buchhandel
Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.
Bestelle dieses Buch im Internet
| Veröffentlichung: | 14.11.2022 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 23 cm / B 15,5 cm / 258 g |
| Seiten | 140 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 28.00 |
| Preis AT | EUR 29.00 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | mdw Gender Wissen 0 |
| ISBN-13 | 978-3-205-21581-3 |
Diesen Artikel teilen
0 Kommentar zu diesem Buch
.... weitere Publikationen von Böhlau Wien
INSELN – Ein Roman über Nähe und Abwesenheit – und über die Frage, was bleibt, wenn jeder Hafen vorläufig ist.
Bewerbungsfrist bis zum: 23.07.2026
