Schwarze Samstage
Roman eines Jahres
Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein blühendes jüdisches Leben war, saßen bei Aris Ankunft linke Gymnasiasten und Studenten der Nach-68er-Generation in Cafés und Seminarräumen und träumten vom Ende Israels. Als er dann aber 1982, zu Beginn des goldenen Pop-Jahrzehnts, zum Studieren nach München weiterzog, schienen sich die Wolken des neualten Judenhasses verzogen zu haben. Dass der wiederkommen würde, offener, radikaler, hätte Ari nie gedacht – bis zu dem Tag im Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen, erfüllt von tiefreligiöser, exterminatorischer Wut, den Süden Israels überfielen. Woher, fragte sich Ari seitdem, kommt der ewige Wunsch der anderen nach der völligen Vernichtung der Juden? Dieser nachdenkliche, mitreißende, hochpoetische Roman, den man auch als Prequel zu Maxim Billers gefeiertem Memoir »Der gebrauchte Jude« lesen kann, gibt auf diese Frage eine überraschende und zugleich sehr reflektierte Antwort.
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| Veröffentlichung: | 03.09.2026 |
| Seiten | 304 |
| Art des Mediums | E-Book |
| Preis DE | EUR 19.99 |
| Preis AT | EUR 19.99 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-462-31422-9 |
Über den Autor
Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Er ist Autor der Romane »Esra« und »Die Tochter«, der Erzählbände »Liebe heute«, »Bernsteintage«, »Land der Väter und Verräter« und »Wenn ich einmal reich und tot bin«, der Essaybände »Die Tempojahre« und »Deutschbuch« sowie des autobiographischen Bands »Der gebrauchte Jude«; darüber hinaus schreibt er Theaterstücke (»Kanalratten«) und Kolumnen. Zuletzt erschienen seine Novelle »Im Kopf von Bruno Schulz«, sein monumentaler Roman »Biografie«, der Roman »Sechs Koffer«, der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, der Erzählband »Sieben Versuche zu lieben. Familiengeschichten« sowie der Roman »Der falsche Gruß«.
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