Cover: Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel
Michael Vester
Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel
- Zwischen Integration und Ausgrenzung
ISBN: 978-3-518-28912-9
594 Seiten | € 26.00
Buch [Taschenbuch]
Dieses Buch gehört zur Reihe suhrkamp taschenbuch wissenschaft und enthÀlt ca. 44 Folgen.
Erscheinungsdatum:
23.07.2001
Sonstiges
Michael Vester

Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel

Zwischen Integration und Ausgrenzung

4.3/5.00 bei 3 Reviews - aus dem Web

Politikverdrossenheit, Arbeitslosigkeit und neue Armut, Fremdenfurcht und Gewaltakte gegen AuslĂ€nder erreichen ungeahnte Dimensionen. Sie verdeutlichen die Kehrseite der Modernisierungen und die Hilflosigkeit unserer Institutionen. Wie sind diese beunruhigenden VerĂ€nderungen der sozialen Gesamtordnung zu verstehen? Das vorliegende Buch, das auf langjĂ€hrigen qualitativen und quantitativen Forschungen in drei ausgewĂ€hlten Regionen und einer breit angelegten reprĂ€sentativen Befragung fĂŒr das Gesamtgebiet der alten Bundesrepublik beruht, versteht diesen Wandel als Teil einer umfassenden Modernisierung unserer Sozialstruktur.


Verlag:
Suhrkamp

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Postleitzahl
Veröffentlichung: 23.07.2001
Höhe/Breite/Gewicht H 17,6 cm / B 10,8 cm / 471 g
Seiten 594
Art des Mediums Buch [Taschenbuch]
Preis DE EUR 26.00
Preis AT EUR 26.80
Auflage 4. Auflage
Reihe suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1312
ISBN-13 978-3-518-28912-9
ISBN-10 3518289128
EAN/ISBN

Über den Autor

Pierre Bourdieu, am 1. August 1930 in Denguin (PyrĂ©nĂ©es Atlantiques) geboren, besuchte dort das LycĂ©e de Pau und wechselte 1948 an das berĂŒhmte LycĂ©e Louis-le-Grand nach Paris. Nachdem er die Eliteschule der École Normale SupĂ©rieure durchlaufen hatte, folgte eine außergewöhnliche akademische Karriere. Von 1958 bis 1960 war er Assistent an der FacultĂ© des lettres in Algier, wechselte dann nach Paris und Lille und wurde 1964 Professor an der École Pratique des Hautes Études en Sciences Sociales. Im selben Jahr begann er, die Reihe Le sens commun beim Verlag Éditions de Minuit herauszugeben und erhielt einen Lehrauftrag an der Ècole Normale SupĂ©rieure. Es folgten Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte in Princeton und am Max-Planck-Institut fĂŒr Bildungsforschung. Seit 1975 gibt er die Forschungsreihe Actes de la recherche en sciences sociales heraus. 1982 folgte schließlich die Berufung an das CollĂšge de France. 1993 erhielt er die höchste akademische Auszeichnung, die in Frankreich vergeben wird, die MĂ©daille d'or des Centre National de Recherche Scientifique. 1997 wurde ihm der Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen verliehen.

In seinen ersten ethnologischen Arbeiten untersuchte Bourdieu die Gesellschaft der Kabylen in Algerien. Die in der empirischen ethnologischen Forschung gemachten Erfahrungen bildeten die Grundlage fĂŒr seine 1972 vorgelegte Esquisse d'une thĂ©orie de la pratique (dt. Entwurf einer Theorie der Praxis, 1979). In seinem wohl bekanntesten Buch La distinction (1979, dt. Die feinen Unterschiede, 1982) analysiert Bourdieu wie Gewohnheiten, FreizeitbeschĂ€ftigungen, und Schönheitsideale dazu benutzt werden, das Klassenbewußtsein auszudrĂŒcken und zu reproduzieren. An zahlreichen Beispielen zeigt Bourdieu, wie sich Gruppen auf subtile Weise durch die feinen Unterschiede in Konsum und Gestus von der jeweils niedrigeren Klasse abgrenzen. Mit Le sens pratique (dt. Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft, 1987) folgte 1980 eine ausfĂŒhrliche Reflexion ĂŒber die konkreten Bedingungen der Wissenschaft, in der Bourdieu das VerhĂ€ltnis von Theorie und Praxis neu zu denken versucht. Ziel dieser Analysen ist es, die »Objektivierung zu objektivieren« und einen Fortschritt der Erkenntnis in der Sozialwissenschaft dadurch zu ermöglichen, daß sie ihre praktischen Bedingungen kritisch hinterfragt.

Seit dem Beginn der 90er Jahre engagiert sich Bourdieu fĂŒr eine demokratische Kontrolle ökonomischer Prozesse. 1993 rief er zur GrĂŒndung einer »Internationalen der Intellektuellen« auf, deren Ziel darin besteht, das Prestige und die Kompetenz im Kampf gegen Globalisierung und die Macht der FinanzmĂ€rkte in die Waagschale zu werfen. Die im selben Jahr gegrĂŒndete Zeitschrift Liber soll dazu ein unabhĂ€ngiges Forum bieten. Seine politischen AktivitĂ€ten zielen darauf ab, eine Versammlung der "SozialstĂ€nde in Europa" einzuberufen, die den europĂ€ischen Einigungsprozeß kontrollieren und begleiten soll.

Pierre Bourdieu stirbt am 23. Januar 2002 in Paris.

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