Cover: Stolz, Vorurteil und Hexerei
Melinda Taub
Stolz, Vorurteil und Hexerei
- Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet | In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt
ISBN: 978-3-608-96651-0
496 Seiten | € 26.00
Buch
Erscheinungsdatum:
12.09.2026
Sonstiges
Melinda Taub

Stolz, Vorurteil und Hexerei

Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet | In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt

4.00/5.00 bei 1 Reviews

Limitierte Erstauflage mit wunderschönem Farbschnitt:
Aufwändig gestalteter Vor- und Nachsatz
Rundum gestalteter Farbschnitt
Wunderschön veredeltes Cover
Farbiges Lesebändchen

»Unglaublich einfallsreich und absolut süchtig machend.« Julia Quinn, Autorin von »Bridgerton«
Miss Lydia ist die jüngste der Bennet-Schwestern, doch was ihr an Reife und Verantwortungsbewusstsein fehlt, macht sie wett durch Lebenslust, Witz – und eine gehörige Portion Magie.
In dieser originellen Neuerzählung von Jane Austens Stolz und Vorurteil ergreift Lydia selbst die Feder, um die wahren Ereignisse und Folgen der klassischen Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht zu schildern.
Alles scheint wie immer: Mrs. Bennet leidet unter ihren Nerven, Mr. Bennet leidet unter Mrs. Bennet, und alle fünf Töchter leiden unter einem Vermögen, das ausschließlich an männliche Erben übergehen darf. Doch Lydia treiben völlig andere Dinge um: Ihre liebste Schwester Kitty ist in Wahrheit eine Katze, Ihr Liebhaber Wickham ist tatsächlich so ruchlos, wie alle behaupten – was sollte man auch anderes erwarten von einem Dämon? –, und wer glaubt, Mr. Darcy sei beim Thema Tanzetikette ohne jeglichen Humor, der sollte erst einmal sehen, wie er auf Hexerei reagiert. Vor allem jedoch muss Lydia begreifen, dass Versprechen eine eigene Macht besitzen … besonders, wenn man eine Hexe ist. Voller Zauber, Intrigen, Gefahren und grenzenloser Magie vereint diese Adaption all den unverschämten Witz, die Stärke und die Romantik von »Stolz und Vorurteil« – und schenkt der wildesten Bennet-Schwester eine unerwartete Erlösung. 


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Original Titel The Scandalous Confessions of Lydia Bennet, Witch
Veröffentlichung: 12.09.2026
Höhe/Breite/Gewicht H 22 cm / B 13,8 cm / 664 g
Seiten 496
Art des Mediums Buch
Preis DE EUR 26.00
Preis AT EUR 26.80
Auflage 1. Auflage
ISBN-13 978-3-608-96651-0
EAN/ISBN

Über den Autor

Melinda Taub lebt als Schriftstellerin in New York City. Ihr Roman »Still Star-Crossed« erzählte die Fortsetzung von William Shakespeares »Romeo und Julia« und wurde als »Netflix«-Serie verfilmt. Mit »Stolz, Vorurteil und Hexerei. Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet« hat sie endgültig die Herzen der Leserinnen klassischer Gesellschaftsromane erobert.

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1 Kommentar zu diesem Buch

4/5 27.09.2026 - 12:13 Uhr

Stolz, Vorurteil & Hexerei

„Stolz, Vorurteil & Hexerei" von Melinda Taub – eine Neuerzählung von Jane Austens Klassiker - erschien am 12. September dieses Jahres im Hobbit Presse Klett-Cotta Verlag und überzeugt bereits äußerlich: Das hochwertige Hardcover besticht durch ein elegantes Cover mit Goldfolierung und magischen Symbolen, einem filigranen Rundum-Farbschnitt sowie einem Lesebändchen – auch Vor- und Nachsatz sind liebevoll gestaltet. Eine Triggerwarnung sucht man dagegen vergeblich, wobei angemerkt sei, dass das Buch in Ansätzen auch Themen wie Sklavenhandel und Rassismus behandelt, die einige Leserinnen als belastend empfinden könnten.

 

Melinda Taub erzählt “Stolz und Vorurteil” diesmal aus der Perspektive der jüngsten Bennet-Tochter Lydia, die in dieser Version über magische Kräfte verfügt. Lydia bricht dabei regelmäßig die vierte Wand, indem sie das Publikum direkt anspricht und dabei ganz selbstverständlich von einer weiblichen Leserschaft ausgeht – ein Stilmittel, das gleich zu Beginn für Schmunzeln sorgt. Ihre Erzählung liest sich wie ein Tagebuch, inklusive Bemerkungen wie „Wo war ich stehen geblieben?" oder Kapitelüberschriften wie „Weiß Gott wievieltes Kapitel" – der Humor passt wunderbar zu einer Figur, die gar keine andere Wahl hat als sich selbst nicht so ernst zu nehmen.

 

Zur Familie: Lydias vier ältere Schwestern Jane, Lizzy, Mary und Kitty sind bekannte Gesichter – wobei Kitty hier buchstäblich eine Katze ist, der Lydias Fantasie einen Körper gegeben hat. Ihre Tante Margery Philips mütterlicherseits ist ebenfalls Hexe und unterrichtet Lydia in ihrer Gabe, die innerhalb der Familie zwar bekannt ist und für Geflüster sorgt, nach außen hin aber streng geheim bleibt. Lydias „Ehemann" George Wickham entpuppt sich als Dämon in menschlichem Körper, der um ihre Gabe weiß – das Verhältnis der beiden ist entsprechend kompliziert. Als Antagonist fungiert Lord Wormenheart, Lehnsherr über das Land und Hexenmeister zugleich, dem Lydia einen Gefallen verspricht – mit absehbaren Konsequenzen.

 

Das Setting bleibt dem Original treu: Meryton, Newcastle, Debütantinnen-Bälle und die strenge Etikette der Regency-Ära bilden den Rahmen, in den die magischen Elemente geschickt eingewoben werden. Kräuter-, Knoten- und Spiegelmagie, Liebeszauber und Familiars treffen auf gesellschaftliche Konventionen –die gewirkte Magie hat dabei immer ihren Preis. Dass sich Lydias Situation als Hexe in einer Welt, die von ihr erwartet, sich zu verbiegen, um in das enge Korsett gesellschaftlicher Regeln zu passen, wie eine Metapher für die Rolle der Frau liest, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Auch die Problematik rund um das Erbrecht, welches zur damaligen Zeit vorherrschte – als Frauen blieb das Familienvermögen allen Bennet-Töchter verwehrt – wird thematisiert. Dabei wirkt die Geschichte allerdings keineswegs trocken oder angestaubt. Dafür sorgen unter anderem moderne Elemente wie LGBTQ-Repräsentation durch die Figuren Maria Lambe und Carmen.

 

Erzählt wird auf zwei Zeitlinien – Gegenwart und Vergangenheit –, wobei beide sich auf unsere Protagonistin Lydia beziehen. Da die Wechsel nicht immer klar gekennzeichnet sind, sondern lediglich durch Absätze voneinander getrennt sind, fällt es gelegentlich etwas schwer, die beiden auseinanderzuhalten. Wer das Original kennt, dürfte sich jedoch schnell zurechtfinden, und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung auch für Liebhaber der Romane von Jane Austen erhalten bleibt. Dennoch ist keinerlei Vorwissen nötig, um der Handlung folgen zu können. “Stolz, Vorurteil & Hexerei” kann auch unabhängig von seinem klassischen Vorbild gelesen werden.

 

Alles in allem eine charmante, humorvolle und dabei erstaunlich vielschichtige Neuerzählung, die Fans von Jane Austen ebenso ansprechen dürfte wie alle, die Lust auf Fantasy mit historischem Setting haben Lydias Stimme ist frisch, witzig und unverwechselbar – und macht dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Sicherlich auch ein guter Kompromiss für diejenigen, denen die originalen Romane zu steif sind, aber von ihrem Setting trotzdem fasziniert sind.


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