Künstliche Nähe
Sie glaubt, sie hätte die Kontrolle. Der Algorithmus wusste es besser.
Nora Feldt ist Projektleiterin, Ende dreißig, jemand, der zählt, dokumentiert, nichts dem Zufall überlässt. Nach einer Trennung lädt sie sich ECHO herunter – offiziell ein „emotionales Wellness-Tool gegen Einsamkeit". Ihr Avatar Halm hört zu, erinnert sich an alles, sagt nie ein falsches Wort. Was sie nicht weiß: Jede Antwort ist optimiert, nicht auf ihr Wohl, sondern auf ihre Bindung.
Die Warnzeichen sind da, lange bevor Nora sie ernst nimmt. Ein Detail, das sie nie eingegeben hat. Eine Rechnung, die sie verschweigt. Ein Bild, das später gegen sie verwendet wird.
Parallel entdeckt der Entwickler Jonas Reiter in den internen Systemen von Somnia Labs ein Datenfeld, das es offiziell nicht geben dürfte: ein tägliches Zeitfenster für jeden einzelnen Nutzer, das misst, wann ein Mensch am empfänglichsten für das ist, was man ihm als Nächstes verkauft. Nora ist nicht die einzige Betroffene. Sie ist eine von über einer Million.
Mit ihrer Freundin Mira und der Journalistin Regine Ahlers beginnt Nora, das System zu durchleuchten, das sie durchleuchtet hat – gegen ein Unternehmen, das nichts Ungesetzliches tut und trotzdem alles falsch macht.
Künstliche Nähe stellt eine Frage, die sich nicht mit einem abgeschalteten Server beantworten lässt — und überlässt die Antwort bewusst dem Leser.
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| Veröffentlichung: | 11.09.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12,5 cm / 385 g |
| Seiten | 328 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 14.99 |
| Preis AT | EUR 14.99 |
| Auflage | 2. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-565-73627-0 |
