Martas Gift
Die Basilicata gilt als Geheimtipp Süditaliens: rau, ursprünglich, uralte Dörfer und voller verborgener Schönheit. Doch unter der Oberfläche lagert noch ein anderer Schatz: Erdöl - und mit ihm geraten auch jene auf den Plan, die aus dunklen Geschäften Profit schlagen.
Für die Umweltwissenschaftlerin Jessica Crocco wird die Region zur Hoffnung ihrer Doktorarbeit. Ihr Vater Achim fürchtet die Schattenseiten der Heimat seiner Vorfahren. Als sie der Sondermülldeponie in Guardia Perticara zu nahekommen, geraten Vater und Tochter ins Visier mächtiger Männer, die kein Interesse an unbequemen Fragen haben. Was zunächst wie ein unsichtbarer Schatten wirkt, nimmt plötzlich Gestalt an: Drohungen. Bestechung. Gewalt.
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| Veröffentlichung: | 11.08.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12 cm / 305 g |
| Seiten | 284 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 14.00 |
| Preis AT | EUR 14.40 |
| Auflage | 1. Auflage |
| Reihe | Achim-Crocco-Reihe 2 |
| ISBN-13 | 978-3-696-35010-9 |
| ISBN-10 | 3696350109 |
Über den Autor
Gianpietro Montanos Kindheit und Jugend war von den alljährlichen Reisen in die Heimat der Eltern und die damit verbundenen Familientreffen geprägt. Seine Eltern haben ihm weder Traditionen, Bräuche noch Normen seiner Vorfahren vermittelt. Erst als Erwachsener realisierte er, dass er viele berühmte Sehenswürdigkeiten nie besucht hatte, obwohl er Jahr für Jahr in ihrer Nähe war. Dies löste in ihm Fragen zu seiner kulturellen Identität aus. Aus zahlreichen Gesprächen mit anderen Nachfahren von Migranten erkannte er ähnliche Muster von Identifikation und Distanz. Er verarbeitet seine Gedanken zu dieser Identität, die in zwei verschiedenen Böden wurzelt, indem er Geschichten erfindet.
Das Pseudonym Gianpietro Montano wählte er in Anlehnung an den Palazzo Montano. Dieses Gebäude aus dem 13. Jahrhundert steht im ältesten Teil von Guardia Perticara, einem Ort in Süditalien, der ihm viele Antworten zu seiner kulturellen Identität lieferte.
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1 Kommentar zu diesem Buch
Mehr als ein Umweltthriller
„Wenn du nichts dagegen einzuwenden hast, so wünsche ich mir, dass ich meine Tochter nicht beerdigen muss.“Achims Tochter will unbedingt die Sondermülldeponie in Guardia Perticara in ihre Doktorarbeit einbauen. Er fürchtet sich vor den Gefahren und versucht mit allen Mitteln sie davon abzubringen, ohne sie zu entmutigen, die Basilikata als Thema ihrer Doktorarbeit zu haben.
Diese Passage bündelt beispielhaft eine der grossen Stärken des Romans: Er verbindet familiäre Nähe, politische Bedrohung und persönliche Verletzlichkeit in einem einzigen, schmerzhaft klaren Satz. Was zunächst wie eine harte Replik wirkt, öffnet den Blick auf Achims tiefes Bedürfnis, seine Tochter zu schützen. Gerade diese Spannung zwischen väterlicher Sorge, wissenschaftlicher Neugier, regionaler Verantwortung und realer Gefahr macht den Roman ausserordentlich lebendig.
Montanos zweiter Roman der Achim-Crocco-Reihe ist keine Fortsetzung des ersten Romans. Er lässt sich problemlos vor dem ersten Band lesen.
