Alchemised
Roman | Düstere Fantasy – der weltweite #1‑Bestseller
Der weltweite #1-Bestseller
»Es gibt niemanden mehr, den du retten kannst.«
Helena Marino ist die letzte Überlebende des Widerstands, vergessen in Gefangenschaft. Bis sie durch einen Zufall in die Hände von Kaine Ferron gerät, dem erbarmungslosen High Reeve. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen, will Helena die letzten Geheimnisse des Widerstands wahren, während Kaine versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen. Denn Helena erinnert sich nicht an die letzten Jahre des Krieges. War sie wirklich nur eine einfache Heilerin in den Reihen der Ewigen Flamme? Helena ringt um ihr Überleben – und beginnt zu ahnen, dass Kaine und sie weit mehr verbindet, als ihre Feinde je erfahren dürfen …
Alchemised ist eine düstere Fantasy mit einer epischen Liebesgeschichte.
Die hochwertig veredelte deutsche Ausgabe mit Leseband, geprägtem Einband, gestalteten Vor- und Nachsatz, einem Wendeschutzumschlag und einer Illustration von der Künstlerin Avendell im Innenteil. Nur die erste Auflage mit Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.
Hinweis: Das verwendete Papier ist dünn und zugleich langlebig: Es bleibt dauerhaft strahlend weiß und vergilbt nicht. Die glatte, luxuriöse Oberfläche fühlt sich angenehm an und sorgt für ein wertiges Leseerlebnis.
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| Veröffentlichung: | 23.09.2025 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 22 cm / B 13,8 cm / 963 g |
| Seiten | 1232 |
| Art des Mediums | Buch [Gebundenes Buch] |
| Preis DE | EUR 34.99 |
| ISBN-13 | 978-3-958-18819-8 |
| ISBN-10 | 3958188192 |
Über den Autor
SenLinYu wuchs an der US-Nordpazifikküste auf und lebt in Portland. Sen hat Classical Liberal Arts and Culture studiert und fing mit dem Schreiben von Fanfiction an, während ihr Baby schlief. Sen erlangte auf Archive of Our Own internationale Bekanntheit, und ihre gesammelten Werke wurden über 20 Millionen Mal heruntergeladen und in 23 Sprachen übersetzt. Alchemised ist ihr erster Roman.Diesen Artikel teilen
2 Kommentare zu diesem Buch
Kein Hype für mich, aber dennoch richtig gut
Nachdem dieses Buch bereits vor Erscheinen einen solchen Hype erfahren hat, kam auch ich nicht darum herum, es mir zu Gemüte zu führen und was soll ich sagen, irgendwie kann ich schon verstehen, dass das Buch so gefeiert wird, auch, wenn es mich nicht zu einhundert Prozent abgeholt hat. Dennoch war die Geschichte wirklich interessant, sehr intelligent konstruiert und auf jeden Fall packend, sodass ich sie kaum zur Seite legen konnte.Erzählt wird diese aus Sicht einer dritten Person, was bei all dem Übel, welches der Protagonistin und auch den anderen Charakteren geschieht, durchaus eine gute Wahl ist, selbst, wenn man dadurch auch ansonsten nicht ganz so gut in die Gefühlswelt der Protagonistin eintauchen kann. Großartig finde ich auch die drei Teile, in welche die Geschichte unterteilt ist, wobei gerade der zweite Teil der ist, welcher am wichtigsten ist, da er einige Fragen aus Teil eins beantwortet. Allerdings hat sich dieser für mich persönlich aber auch etwas gezogen. Am besten gefallen hat mir dagegen Teil eins und Teil drei, obwohl gerade Teil eins sehr viele Fragen aufwirft, wobei sich die Handlung hier größtenteils auf Kaines Anwesen abspielt, welches für Helena zum Käfig wird, in welchem sie immer wieder qualvoll misshandelt wird. Dafür war Teil drei für mich am emotionalsten, hat die zugehörige Liebesgeschichte auf den Höhepunkt gebracht und die gesamte Geschichte zufriedenstellend abgeschlossen.
Insgesamt ist die Geschichte super düster, brutal und teilweise drückt sie wirklich auf die Psyche, ist also nichts für unter Achtzehnjährige. Es geht vor allem um einen grausamen Krieg zwischen Leben und Tod, wobei Alchemie eine große Rolle spielt. Zudem ist die ganze Geschichte extrem komplex, mit einem Magiesystem, welches mal was ganz anderes ist und hin und wieder musste ich mich deshalb auch nebenbei etwas schlaumachen und recherchieren, um alles besser zu verstehen. Dazu kommt, dass es wirklich viele verschiedene Figuren gibt, was mich anfangs ebenfalls etwas verwirrt hat.
Die Charaktere sind aber allesamt keine Helden im üblichen Sinne, sondern vielmehr tragische Figuren zwischen Krieg, Leid und Tod. Sie sind vielschichtig, teilweise undurchschaubar und ganz oft verwischen bei ihnen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Selbst Helena ist keine typische Heldin, sondern eine ganz normale, junge Frau, welcher ihre Fähigkeiten mehr oder weniger zum Verhängnis werden, ohne, dass sie als Person wirklich ernst genommen wird. Ihr zu folgen, war für mich manchmal gar nicht so leicht, obwohl ich sie wirklich mochte. Und auch Kaine hat mich durchaus überrascht, denn er ist nicht unbedingt das, was er zu sein scheint und hat einige Überraschungen zu bieten. Richtig abartig fand ich hingegen den High Necromancer Morrough, welcher ein Antagonist ist, wie man ihn nicht besser hätte schreiben können. Jedoch gibt es auch noch andere Figuren, die ich wirklich schrecklich fand.
Alles in allem ist dieses Buch wirklich gut, das lässt sich absolut nicht bestreiten, dennoch ist es für mich kein Highlight, weil es mir dann doch insgesamt um einiges zu lang war. Vor allem im Mittelteil hat es mich zeitweise etwas verloren. Ansonsten ist der Schreibstil großartig, das Worldbuilding echt interessant und düster, die Geschichte intelligent, brutal und doch irgendwie auch gar nicht so unrealistisch und die Charaktere gut geschrieben. Ich kann es also absolut weiterempfehlen, wenn man Dark Fantasy mit Romance mag.
Warum ein tolles Cover eben doch nicht alles ist
Ein brandneuer Fantasyschmöker mit über 1200 Seiten? Genial, da musste ich unbedingt einen näheren Blick drauf werfen, ich liebe solche hochvoluminösen Wälzer.Auch das Cover fand ich sehr gut gelungen und toll aufgemacht, wenn jetzt noch der Inhalt hält, was die Sache verspricht, ist es gekauft.
Glücklicherweise gibts beim ‘großen A’ die Möglichkeit der Leseprobe, die etwa 10% eines Werkes ausmacht. Bei gut 1200 Seiten ist das eine ordentliche Menge Lesestoff, ausreichend, um sich ein Urteil zu bilden und eine Kaufentscheidung fällen zu können.
Also heruntergeladen und losgelegt.
Überschrieben ist das Ganze als ‚düstere Fantasy mit einer epischen Liebesgeschichte‘. Na ja, nicht so wirklich meins, und mir schwante schon Schreckliches, aber man kann der Sache ja mal eine Chance geben.
Die Handlung in aller Kürze:
Die Protagonistin, letzte Überlebende des Widerstands aus irgendeinem Krieg, vergessen in Gefangenschaft. Durch Zufall gerät sie in die Hände des erbarmungslosen sozusagen – Geheimdienstchefs. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen versucht sie, die letzten Geheimnisse des Widerstands zu wahren, während er versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen.
Schon jetzt ist absehbar, dass sich die ‚epische Liebesgeschichte‘ früher oder später zwischen diesen beiden entwickeln wird, also eine Täter-Opfer-Beziehung. In meinen Augen ein mehr als heikles Thema, was ich immer verdammt problematisch finde.
Das Umfeld, in dem sich die Handlung abspielt, ist schon mal so richtig zum Abgewöhnen. Von Anfang an geht es um Folter und Tod, Hinrichtungen, Grausamkeiten aller Art, Menschenversuche mit Zuchtprogrammen, untoten Leichen und so einiges mehr, zum Teil richtig schön ausführlich beschrieben.
Appetizer gefällig? So wurde ein toter General wiedererweckt und gezwungen, seine Frau umzubringen, indem er Teile aus ihrem Körper herausschnitt und verspeiste. Mahlzeit.
Angeblich zieht sich dieser Stil weiter durch das gesamte Buch.
Echte Spannung kommt nicht wirklich auf und wird lediglich durch neue Scheußlichkeiten zu erzeugen versucht, denn viel anderes passiert da nicht und ist im Grunde eher langweilig.
Zur ‚Auflockerung‘ gibts dafür immer wieder längere Abschnitte über die dortigen Verhältnisse, wo man diverse Namen, Begriffe und Sachverhalte geballt an den Kopf geknallt bekommt. Infodump wie er im Buche steht, ohne Glossar ist man ziemlich chancenlos.
Die ständigen Treffen von Helena und Kaine laufen jedes Mal nach Schema F ab, ihre Welt gerät in einer Tour ins Wanken und sie taumelt am Rande einer Ohnmacht herum, während er andauernd kreidebleich wird. Ein sehr uninspirierter Schreibstil, Klischees an jeder Ecke und Figuren, die so hölzern und flach agieren, dass sie ähnlich leblos wirken wie die ganzen wiedererweckten Leichen – all das zusammen spricht eigentlich nur für ein mieses Buch. Zuklappen, vergessen, gut is.
Ich hätte damit auch kein Problem, wenn es nur um eine extrem handlungsarme Aneinanderreihung von Gewalt und Grausamkeiten gehen würde, wer sowas mag, bitteschön.
Das Problem liegt in meinen Augen in der Botschaft, die es vermittelt: Lass dich physisch und psychisch bis zum Anschlag quälen, denn darin findet sich die große Liebe. Kaine ist sexy, auf eine dunkle Weise umwerfend gut aussehend, skrupellos, grausam und manipulativ, aber er will das alles ja eigentlich gar nicht, er ist unglücklich in seiner Ehe, und im Geheimen liebt er Helena.
Helena hat ihrerseits nichts Besseres zu tun, als all seine Grausamkeiten zu entschuldigen, denn er will das alles ja gar nicht, und er hat es nicht leicht in seiner Position, zerrissen zwischen allen Fronten. (Und wahrscheinlich hatte er auch eine schwere Kindheit).
Genau diesen Cocktail finde ich nicht nur richtig übel, sondern auch nicht ganz ungefährlich.
Die Protagonistin wird in einer Tour gequält und gedemütigt, sie denkt eigentlich nur darüber nach, wie sie sich selbst umbringen könnte, damit die Geheimnisse nicht ans Tageslicht kommen. Von Anfang an gehts da heftig zur Sache (und nein, der Part mit den Vergewaltigungen kommt angeblich erst später), die Atmosphäre ist durchgängig trist, trübe, verzweifelt, hoffnungslos, depressiv. Wie sich da irgendwelche Zärtlichkeit oder gar eine Lovestory entwickeln kann, ist mir ein absolutes Rätsel, man sollte meinen, so sehr kann ein Stockholm-Syndrom doch gar nicht aus dem Ruder laufen.
Was mich aber am meisten wundert – und auch beunruhigt, ist die Tatsache, dass dieses Buch ein absoluter Renner ist und überall hoch gelobt wird.
Dark Romance richtet sich ja hauptsächlich an ein jüngeres, weibliches Lesepublikum, was hat diese Generation, die diesen Schmöker so toll findet, nur für eine Vorstellung von Liebe, Zärtlichkeit, Partnerschaft und gutem Sex?
Wenn erwachsene Frauen mit so etwas ihre Fantasien ausleben, kein Problem. Anders schaut es bei jungen, zum Teil auch sehr jungen Mädchen aus, die mit Beziehungen und allem, was damit zu tun hat, noch keinerlei Erfahrungen haben. Die Gefahr, dass auf diese Weise ein völlig verdrehtes Weltbild entsteht, ist nicht so ganz abwegig, weil auch die Fähigkeit, differenzieren zu können, sich erst mit der Zeit entwickelt.
Die Leseprobe habe ich nach etwa 2/3 gelöscht, und allen Göttern gedankt, dass sie mich vor einem katastrophalen Fehlkauf bewahrt hat!
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