Herzerwärmende Weihnachtsgeschichte
„Das Winterwunder von Abteil 8“ von Sarah Martens hat mich mitten im Spätsommer mit Weihnachtsromantik verzaubert.
Das Cover hat mich gleich angesprochen – ein feierlich beleuchteter Zug inmitten einer Schneelandschaft. Auch der Klappentext des 2026 erschienenen Buches hielt, was er versprach: „Ein wundervoller Roman zum Wegträumen, stimmungsvoll und warmherzig“. Der Schreibstil ist leicht, flott und einfühlsam. Die Autorin versteht es hervorragend, Stimmungen zu beschreiben. Man wird wunderbar hineingezogen in den Weihnachtstrubel am Bahnhof, spürt das Reisefieber, das die Menschen gepackt hat, den Übermut und Spaß einer Schneeballschlacht genauso wie den Zauber eines Weihnachtsabends im familiären Kreis.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen fünf Menschen, die sich zufällig im Weihnachtszug nach Edinburgh im selben Abteil befinden: Laura, eine Mutter, die ihrem fünfjährigen Sohn Kyle mit dieser Reise ein besonderes Weihnachtsfest bieten möchte, Jessie, eine junge Frau, die über Weihnachten zu ihrer Familie nach Hause fährt, Gary, der sich mit seinem Hund Buster auf dem Weg zu seiner dementen Mutter befindet, und Albert, ein alter verwitweter Mann mit einem Sittich im Vogelkäfig, der sich auf dieser Fahrt an jene Zugsfahrt erinnert, bei der er seinerzeit seine Frau kennenlernte.
Während der Fahrt lassen die Fünf ihre Erinnerungen an besondere Weihnachtsabende Revue passieren. So entsteht einerseits eine immer währende facettenreiche Weihnachtsstimmung, andererseits lernt man die Menschen besser kennen, erfährt ihre Lebensumstände, von ihren Sorgen oder Glücksmomenten. Je länger die Reise andauert, umso näher kommt man sich, wozu vor allem der aufgeweckte Kyle und der kuschelige Buster beitragen. Als der Zug mitten im Schneegestöber halten muss, werden sogar freundschaftliche Kontakte geknüpft, die nicht mit Erreichen des Reiseziels enden. Es ist so beglückend zu lesen, wie für alle ein Weihnachtswunder wahr wird.
Es waren wunderbare Lesestunden, die mir dieses Buch beschert hat, voller Gefühle, die mich nicht unberührt ließen, mir sogar manche Träne entlockten. Gerne wäre ich mit diesen Menschen gereist, hätte gerne das Weihnachtsfest mit ihnen erlebt. Im Kreise fröhlicher Menschen.
Es ist eine Geschichte, bei der man sich richtig wohlfühlt und die ich gerne weiterempfehle.
Bookworm53
Bloggerin bei LeseHitsBookworm53
Kommentare
Das Winterwunder von Abteil 8
Ein Zug voller Fremder, eine Nacht voller Wunder
Am Abend vor Weihnachten herrscht Hochbetrieb am Londoner Bahnhof King’s Cross. Alle Reisenden wollen rechtzeitig zu ihren Liebsten kommen. Auch der Sonderzug nach Edinburgh ist ausgebucht. In Abteil 8 treffen Menschen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Für die alleinerziehende Laura und ihren Sohn Kyle ist die Reise vor allem ein großes Abenteuer. Der betagte Albert wirkt seltsam verloren. Geschäftsmann Gary sorgt sich, weil er seine Mutter nicht erreichen kann. Single und Großstadtpflanze Jessie hingegen ist froh, dass sie noch nicht in das trubelige Familienglück ihrer Schwestern geworfen wird. Je länger die Fahrt dauert, desto näher rückt die kleine Zufallsgemeinschaft zusammen. Erst recht, als der Zug mitten im Nirgendwo unerwartet stoppt ...