Ein spannender historischer Roman
Die Geschichte:
1919: Das Rheinland in Zeiten des Krieges, der Revolution und Besetzung. Thora und Hannes Bernrath sind die Nachkommen einer Fabrikantenfamilie aus Mönchen-Gladbach. Thora studiert in Düsseldorf das Schauspiel, während ihr Bruder als Soldat zurückkehrt und etwas orientierungslos ist. Als er wegen Mordverdachts verhaftet wird, schweigt er. Thora findet auf seinem Zimmer einen mit Markierungen versehenen Gedichtband. Sie macht sich auf, das Rätsel zu lösen, und begreift, dass sie ihm unbedingt helfen muss.
Das Cover:
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Der Rhein, die Frau im Vordergrund, gemeinsam mit dem Klappentext eine in sich stimmige Buchpräsentation. Die Sprecherin: Das Buch wurde von Isabel Kluth gesprochen. Ich finde, dass die Stimme und die Sprachmelodie überhaupt nicht mit dem Inhalt des Buches harmonierten. Speziell die Betonung mancher Wörter und der Wechsel auf männliche Protagonisten waren sehr gewöhnungsbedürftig und lenkten vom Inhalt ab.
Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Susanne Goga gelesen. Dieses habe ich als Hörbuch gewählt. Spannende Protagonisten, allen voran Thora, durfte ich durch einen Teil ihres Lebens begleiten. Alle waren gut ausgearbeitet und verhielten sich entsprechend ihres Charakters glaubhaft. Susanne Goha versteht es, die Zeitgeschichte subtil zu verknüpfen, was eine intensive Recherche voraussetzt. Auch die Schauplätze sind bildhaft stark beschrieben. Die Geschichte wird über zwei Zeitebenen erzählt und der Spannungsbogen ist durchgehend hoch.
Mein Fazit:
Ein zeitgeschichtlicher, Roman von Susanne Goga, der auch kriminalistische Anteile hat, hat mich inhaltlich gut unterhalten. Ich kann ihn wärmstens empfehlen. Heidelinde von Friederickes Bücherblog
friederickes bücherblog
Bloggerin bei LeseHitsfriedericke
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Die wilden Jahre
Ein Geschwisterpaar und der große Traum vom Leben
Rheinland 1919. Die Geschwister Thora und Hannes Bernrath entstammen einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie aus Mönchen-Gladbach und stehen einander sehr nah. Sie leben in bewegten Zeiten von Krieg, Revolution und Besatzung. Thora nutzt die neue aufregende Zeit, um ein Schauspielstudium in Düsseldorf zu beginnen, während Hannes, der eigentlich Architektur studieren wollte, nach seiner Rückkehr von der Front orientierungslos ist. Eines Tages wird Hannes wegen Mordverdachts verhaftet, schweigt aber beharrlich. Im Zimmer ihres Bruders findet Thora einen Gedichtband von Eichendorff, in dem die Worte »Adler« und »Vulkan« markiert sind. Sie begibt sich auf die Suche nach dem Rätsel, das sich dahinter verbirgt. Und erfährt vom geheimen Leben ihres Bruders. Thora begreift, dass sie mit allen Mitteln darum kämpfen muss, ihn aus dem Gefängnis zu befreien ...