Cover: RE/VERSIONEN
Jamila Arenz
RE/VERSIONEN
- Künstlerische und wissenschaftliche Verfahren der Un/Eindeutigkeit
ISBN: 978-3-958-08446-9
264 Seiten | € 24.00
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
01.07.2024
Krimi
Jamila Arenz

RE/VERSIONEN

Künstlerische und wissenschaftliche Verfahren der Un/Eindeutigkeit


RE/VERSIONEN reagiert auf eine Vielzahl aktueller Verfahrensweisen in Künsten und Wissenschaften, die der Ambiguität und Un/Gewissheit gegenüber Eindeutigkeiten und binären Logiken den Vorzug geben. Versionen und Reversionen verweisen auf immer schon Vorgängiges, Vorhandenes und Vorgefundenes. Sie verhalten sich zu machtvollen und nicht selten diskriminierenden Strukturen, Bildern und Narrativen. Auch die programmatische Entgegensetzung von ‚fremd‘ und ‚eigen‘ ist ein solches wirkmächtiges Konstrukt. Es definiert, bestimmt, verortet und verschleiert zugleich seine eigene Produktion und Kontingenz.

Als Sammlung inhaltlich und disziplinär heterogener Beiträge bleibt RE/VERSIONEN daher nicht beim Verweis auf ‚das Andere‘ stehen, sondern nutzt das Moment des Zeigens vielmehr, um mal schwungvoll oder provokativ, mal unmerklich leise, dezent oder verwirrend alternative Sicht- und Handlungsweisen zu eröffnen. Auch formal versammelt der Band heterogene künstlerische und wissenschaftliche Erkenntnisweisen: poetische und wissenschaftliche Essays, Fotografien, Zeichnungen, Gedichte, Skizzen, einen Songtext, Dialoge, eine Sci-Fi-Kurzstory, Installationen, Versuchsanordnungen und die ein oder andere Praxisanleitung/Übung.

Die vorgestellten Praktiken reichen von An/Eignen, Aus/Setzen und Be/Fragen über Ent/Werfen, Er/Fahren und Her/Stellen bis hin zu Um/Schreiben und Ver/Fremden, Wieder/Holen und Zer/Schneiden. Figuren des Trennens und zugleich Zusammen/Denkens halten jede dieser Praktiken in einer uneindeutigen Ambivalenz und fordern dadurch eine Situierung von den Akteur*innen ein.

Als offene Suchbewegung setzt RE/VERSIONEN mitnichten einen Schlusspunkt, sondern versteht sich als Einladung, sich entlang der heterogenen Vielfalt von Positionen und Verfahren selbst zu verorten.

Mit Beiträgen von Thomas Ballhausen / Elena Peytchinska, Rose Marie Beck, Verena Becker, Marie-Christine Bischur / Simon Böhm, Till Boettger / Ulrike Knauer, Kirstin Burckhardt, Marina Dessau, Mareike Dobberthien, Lisa Epp, Stephanie Fernandes, Leon Gabriel, Anne Gathmann, Angelika Jäkel, Ruthia Jenrbekova, Jutta Krauß, Anne Küper / Anna Krauß / GPT-3.5, Ofri Lapid, Anna Leon, Sarah Liegmann, Rafael Petrorossi Wolff dos Santos Lima, Yon Natalie Mik, Mobile Albania, Fabian Ngʼuni, Catherin Persing, Sophia-Charlotte Reiser / Leopold Haas, Michael Renner, Riesselmann / Amende, Eran Schaerf, Torben Schleiner, Eske Schlüters, Sabine Schründer, Jana Seehusen, Peer de Smit, Felix Stenger, Katharina Swoboda, Lila von Taube, Dimitra Theodoraki, Arne Vogelgesang, Michael Wehren und Jeta Zhitia.


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Postleitzahl
Veröffentlichung:01.07.2024
Höhe/Breite/GewichtH 21 cm / B 15 cm / 385 g
Seiten264
Art des MediumsBuch [Taschenbuch]
Preis DEEUR 24.00
Preis ATEUR 24.70
ISBN-13978-3-958-08446-9
ISBN-10395808446X
EAN/ISBN

Über den Autor

Jamila Arenz ist Theaterwissenschaftlerin. Sie forscht zur theaterbezogenen historischen Anthropologie mit Fokus auf Subjektkonstituierung und (europäische) Identitätsbildung im 18. Jahrhundert, zu Resilienzanforderungen in gegenwärtigen Arbeitskonstellationen sowie zu theatral vermittelten Fremdbildern und daraus resultierenden Ausschlussmechanismen in Theaterinstitutionen und gegenwärtigen Transformationsbestrebungen. Sie ist außerdem im Bereich der Evaluation insbesondere von Netzwerkstrukturen in den Freien Darstellenden Künsten tätig.


Veronika Darian (Dr.) ist Theaterwissenschaftlerin an der Universität Leipzig. Sie promovierte zum Theater der Bildbeschreibung (Fink 2011) und lehrte u.a. an der Freien Universität Berlin und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie forscht, publiziert, lehrt und arbeitet, zunehmend auch kollaborativ, insbesondere zu Fremdheitsforschung, theaterwissenschaftlicher Alter(n)s- und Dingforschung, Biographie und Narration in Theater, Tanz und Performance, Theater in Gesellschaft(en) in Transformation und „Schauplätzen des Eigensinns“.


Jessica Hölzl ist Theaterwissenschaftlerin an der Universität Leipzig. Mit besonderem Fokus auf dingtheatrale Spielpraktiken forscht sie zur Materialität von Wissen und Wissensproduktion, Konzepten von Körper|lichkeiten, Identitäts(de)konstruktionen sowie Assoziation als künstlerisches Produktionsprinzip. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet sie projektbezogen im organisatorischen Bereich von Figurentheaterprojekten und schreibt über aktuelle Inszenierungen zeitgenössischen Figuren-, Objekt- und Materialtheaters.

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