Chronologie aller Bände (1 - 3)

Die Reihenfolge beginnt mit dem Buch "Eine Erzählung schreiben und verstehen". Wer alle Bücher der Reihe nach lesen möchte, sollte mit diesem Band von Peter Bieri beginnen. Der zweite Teil der Reihe "Eine Erzählung schreiben und verstehen" ist am 10.08.2023 erschienen. Die Reihe umfasst derzeit 3 Bände. Der neueste Band trägt den Titel "Tanz sehen – Fragen zur choreographischen Praxis".
- Anzahl der Bewertungen für die gesamte Reihe: 0
- Ø Bewertung der Reihe: 0
- Start der Reihe: 10.08.2023
- Neueste Folge: 16.06.2025
Diese Reihenfolge enthält 3 unterschiedliche Autoren.
- Autor: Bieri, Peter
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 14.08.2023
- Genre: Roman
Eine Erzählung schreiben und verstehen
Über die Schultern eines Schriftstellers geblickt
In «Eine Erzählung schreiben und verstehen» begleitet Peter Bieri den Leser in seine Schriftstellerwerkstatt, wo er ihn bei seiner Arbeit grosszügig über seine Schulter blicken lässt und zeigt, dass ein Schriftsteller im Bann seiner Phantasie nicht einfach blind drauflosschreiben kann, sondern auch «viele Dinge» bewusst entscheiden muss. Dazu gehören Handlung und Figuren, die Position des Erzählers, Innen- und Aussensicht, die besondere Art der Spannung, die Wahl der Worte und schliesslich Rhythmus und Melodie des Textes. Dann werde es, so Bieri, «eine Erzählung sein, die Sie nicht als bloss Erzähltes erleben, sondern als eine Geschichte, von der es einfach unmöglich ist zu glauben, dass sie nicht stattgefunden hat.»
«Eine interessante Erzählung zeigt uns Figuren, an denen wir sehen, wie vielschichtig Menschen sind, wie oft die oberflächliche Rationalität durchbrochen wird, wie zerbrechlich eine emotionale Identität sein kann. Kommissär Matthäi, der uns anfangs als ruhiger, überlegter, berechenbarer Mann vorgestellt wird, lässt seine neue Aufgabe in Jordanien einfach sausen und wird von einer Unterströmung in sich selbst erfasst, die ihn zum Alkoholiker macht, der an einer Tankstelle vor sich hin stiert. Wie konnte das passieren? Was war da in ihm angelegt an Verbohrtheit und Fanatismus, das sich Bahn brach? Woher diese Grausamkeit, die ja auch eine Grausamkeit gegen sich selbst ist? Und könnte Ähnliches auch mir passieren?
Kunstvolle, literarische Erzählungen erinnern uns auf diese Weise an uns selbst und sind in diesem Sinne eine Quelle der Selbsterkenntnis. Das können sie nur deshalb sein, weil sie einem wichtigen Gedanken verpflichtet sind: nie die Komplexität des menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns zu unterschätzen. Der Geist des literarischen Erzählens ist der Geist der Komplexität. Ein literarischer Erzähler kämpft einen Kampf gegen zu einfache, eindimensionale Vorstellungen vom menschlichen Tun.»
In «Eine Erzählung schreiben und verstehen» begleitet Peter Bieri den Leser in seine Schriftstellerwerkstatt, wo er ihn bei seiner Arbeit grosszügig über seine Schulter blicken lässt und zeigt, dass ein Schriftsteller im Bann seiner Phantasie nicht einfach blind drauflosschreiben kann, sondern auch «viele Dinge» bewusst entscheiden muss. Dazu gehören Handlung und Figuren, die Position des Erzählers, Innen- und Aussensicht, die besondere Art der Spannung, die Wahl der Worte und schliesslich Rhythmus und Melodie des Textes. Dann werde es, so Bieri, «eine Erzählung sein, die Sie nicht als bloss Erzähltes erleben, sondern als eine Geschichte, von der es einfach unmöglich ist zu glauben, dass sie nicht stattgefunden hat.»
«Eine interessante Erzählung zeigt uns Figuren, an denen wir sehen, wie vielschichtig Menschen sind, wie oft die oberflächliche Rationalität durchbrochen wird, wie zerbrechlich eine emotionale Identität sein kann. Kommissär Matthäi, der uns anfangs als ruhiger, überlegter, berechenbarer Mann vorgestellt wird, lässt seine neue Aufgabe in Jordanien einfach sausen und wird von einer Unterströmung in sich selbst erfasst, die ihn zum Alkoholiker macht, der an einer Tankstelle vor sich hin stiert. Wie konnte das passieren? Was war da in ihm angelegt an Verbohrtheit und Fanatismus, das sich Bahn brach? Woher diese Grausamkeit, die ja auch eine Grausamkeit gegen sich selbst ist? Und könnte Ähnliches auch mir passieren?
Kunstvolle, literarische Erzählungen erinnern uns auf diese Weise an uns selbst und sind in diesem Sinne eine Quelle der Selbsterkenntnis. Das können sie nur deshalb sein, weil sie einem wichtigen Gedanken verpflichtet sind: nie die Komplexität des menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns zu unterschätzen. Der Geist des literarischen Erzählens ist der Geist der Komplexität. Ein literarischer Erzähler kämpft einen Kampf gegen zu einfache, eindimensionale Vorstellungen vom menschlichen Tun.»
- Autor: Erler, Michael
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 12.05.2025
- Genre: Politik
Lustkalkül, Askese und Weltoffenheit
Epikurs Lehre steht für eine Lebensform, die auf der Fähigkeit basiert, in jeder Situation nüchtern-rational zu prüfen, ob und wie diese lebensweltlichen Herausforderungen zum eigenen Glück zuträglich sein können. Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft, sich mit neuen Gegebenheiten kritisch auseinanderzusetzen und sie in Epikurs Sinne zu verstehen. Treue gegenüber Grundüberzeugungen geht bei den Epikureern also einher mit reflektierter Weltoffenheit. Flexibilität, rationale Beurteilung und Zuversicht, nicht aber Abschottung und starre Orthodoxie tragen zu Sicherheit und dem erstrebten Glück im Leben bei. Diese Merkmale sind wohl mitverantwortlich für den nachhaltigen Einfluss im kulturellen und politischen Leben der griechisch-römischen Antike. Und auch in unserer von Umbrüchen, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit gekennzeichneten Zeit können sie Anregungen geben und Perspektiven eröffnen.
- Autor: Brandstetter, Gabriele
- Anzahl Bewertungen: 0
- Ø Bewertung:
- Medium: Buch
- Veröffentlicht: 16.06.2025
- Genre: Sonstiges
Tanz sehen – Fragen zur choreographischen Praxis
Was sehen wir, wenn wir Tanz sehen? Wieso macht es Vergnügen, andere tanzen zu sehen? Und was sehen wir, was tun wir, was spüren wir, wenn wir selbst tanzen?Gabriele Brandstetter zeigt Grundlegendes zum Tanz, zu dieser flüchtigen Kunstform der Bewegung, und beschäftigt sich an Beispielen aus der Tanzgeschichte und im Bewegungsdialog mit Anna Huber mit Themen wie Schwerkraft bzw. Leichtigkeit, Berührung, Trainingsmethoden und Demokratisierung des Tanzes. Es geht ihr nicht um eine Analyse einzelner Werke, d. h. von abgeschlossenen Choreographien. Im Fokus stehen vielmehr jene Prozesse, die vor den Werken liegen: das Werden von Bewegung, von Posen, von Phrasen – und die damit verbundenen Gestaltungsaufgaben. Diese Prozesse sind hilfreich für das Sehen von Tanz, weil sie einen Einblick geben in die Praxis der Bewegung. Denn das ist es, was Tänzerinnen tun – und was zugleich Thema und Gegenstand einer aktuellen Tanzwissenschaft ist.


