
Lotmans Kunst
„Und Süßmayr küsste Constanze Mozart in Baden bei Wien jedes Mal zunächst die Füße, Zehe um Zehe … Oder hätte ihm schon eine Verlagslektorin gesagt, dass dies nicht gehe; dass er sich unglaubwürdig mache mit einem solchen Satz. Aber wenn es ihm nun eben auf diesen Satz angekommen wäre? Wenn es hier nicht um ‚Glaubwürdigkeit‘ ginge, sondern allein um diese Zehensinnlichkeit?“Lotman ist Teilzeitversicherer für Künstler.

Gottliebin Krauth
Das Buch beschreibt die Ergebnisse meiner familiengeschichtlichen Ahnenforschung an Nagold und Enz. Dort blühten einst Holzhandel, Fluss-Flößerei und Mühlenbetriebe. Die Vorfahren waren aktiv daran beteiligt und hinterließen ein großes geschichtliches und kulturelles Erbe.

Rosa Damàs
Rosa DamàsIhr GlanzIhr FluchAls sich im Jahr 2010 zwei Männer in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main begegnen, wissen beide genau, was sie voneinander wollen. Der Alte ahnt, er muss ihn nun hergeben, der jüngere von beiden wird ihn bekommen: Es geht um einen Diamanten.

DREI BÄUME
… Die Gedanken der Autoren, die vor Jahrzehnten gedacht, die Gefühle darin, die in anderen Zeiten, ja Epochen gefühlt, die Tränen, auf Grund überschäumender Emotionen, die empfunden worden sind, nehmen mich gefangen und üben einen unwiderstehlichen Reiz aus.

Eugènie, die Magd des Kretins
Der junge Frederick Zen Zaenen, der im von Napoleons Truppen besetzten Wallis mit einem Kropf geboren wurde, wird von seinem Vater, einem einflussreichen Oberwalliser Aristokraten verstoßen. Frederick widersteht allen Demütigungen und verliebt sich in den Thermen von Leukerbad in das geheimnisvolle Dienstmädchen Eugènie, die zur Frau seines Lebens wird.

EMIL
Es ist kein dunkler Traum, es ist Deutschland 1933.Emil Cioran, rumänischer Stipendiat der Philosophie, manifestiert in Berlin seinen Glauben an den Selbstmord. Rudolf Diels, erster Chef von Hitlers Gestapo, will Deutschland vor dem eigenen Selbstmord bewahren.

Kochen am offenen Herzen
»In seinem Buch erfindet Max Strohe die kulinarische Popliteratur.« Denis ScheckMax Strohe ist Schulabbrecher und Kochlehrling aus Sinzig am Rhein. Er hat die zweifelhafte Gabe, alles vor die Wand zu fahren. Zuallererst das eigene Leben. Er kocht mit offenem Herzen, aber lebt von der Hand in den Mund.

Festschrift Roman Leitner
Zentrale Fragen und praxisbezogene LösungenRoman Leitner hat in seiner beruflichen Laufbahn das Finanzstrafrecht in einer einzigartigen Weise geprägt – dieses steht daher auch im Mittelpunkt der vorliegenden Festschrift. Aber auch das Steuerrecht hat ihn seit jeher in seiner praktischen und wissenschaftlichen Arbeit in den Bann gezogen, ebenso wie sein wissenschaftliches Interesse für das Wirtschaftsstrafrecht, dessen Berührungspunkte zum Finanzstrafrecht mannigfach sind.

Safranrausch
Das Bergdorf Mund bei Brig nennt sich Safrandorf, obwohl seit Jahren der Safran kaum mehr gedeiht. Die Leute bangen um ihr touristisches Aushängeschild, bis die junge Munderin Julia die Bauern der Safranzunft zu einer Erkundungsreise in den Iran, dem Safranparadies, ermuntert.

Felix
1984. Tom ist Anfang zwanzig, macht seinen Zivildienst im Göttinger Klinikum. Er verliebt sich in Felix. Der hat Häuser besetzt, wohnt in einer großen autonomen Hausgemeinschaft und ist mit Katja zusammen. Sie beginnen eine Beziehung, die auf die Probe gestellt wird, als Felix positiv auf HIV getestet wird.

Die Gehorsamen
1878 – 1949: deutsche Großmacht-Politik als brennende Lunte am Munitionsdepot Europa. Und „einfache Leute“ in Deutschland als Täter und Opfer in zwei katastrophalen Weltkriegen.Drei fränkische Familien in 70 dramatischen Jahren beschreibt dieser dokumentarische Roman.

Gedenkminute für verschollene Sprachen
Franz Hodjaks Grundton in diesen Gedichten abgeklärt heiter. Er schreibt über das Älter- und Altwerden, Vergänglichkeit, Tod - eine lyrische Lebensbilanz. Hodjak läßt immer wieder auch Hoffnung hindurchflackern, vor allem im Zusammenhang mit Jahreszeiten, Natur, Landschaften der Kindheit und Lebenshälfte in Rumänien.

Alles Gold
„Alles Gold“ erzählt die Geschichte fünf junger Underdogs aus Bielefeld. Sie stehen im Abseits, zwischen den Kulturen und doch voll im Leben, das bitter schmeckt und zugleich voller Verlockungen ist. Artur und Kazim träumen von einer Karriere als Rapstars, Nejla träumt in manchen Nächten noch immer von den Schrecken des Bosnienkriegs, Dilek von der Freiheit und Bobbys Leben ist einfach so verrückt, dass er sich manchmal fragt, ob das alles nicht vielleicht bloß ein Traum ist.

Heute ist gut genug
"Morgen ist es vielleicht zu spät, die Person zu sein, die man wirklich sein möchte."Mein Name ist Semih und als ich begann, dieses Buch zu schreiben, steckte mein Leben in einer Sackgasse. Ich hatte alles, wofür es sich zu leben lohnt und dennoch empfand ich selten Freude dabei.

Reich sein
Wien nach der Jahrhundertwende: Etwa tausend Wiener Familien, die Reichsten der Reichen, bilden die Spitze der Gesellschaft. Es ist eine exklusive Welt, die einen mondänen Lebensstil pflegt. Man trifft sich am Tennisplatz und beim Derby im Prater, diniert im Sacher und verbringt den Winter in Abbazia.

Die Nacht am Feuer
Die Schweiz im Jahre 1474.Die Städte, Dörfer und Täler der jungen Eidgenossenschaft befinden sich in ihrer grössten Bewährungsprobe!In einem blutigen Krieg gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund geht es nicht nur um Gebiete im Westen, sondern um die Macht im Zentrum Europas.

Starkmut
DIE PACKENDE UND BEEINDRUCKENDE GESCHICHTE EINER STARKEN FRAU! Anna Hofer (1765-1836) ist im Schlagschatten der Denkmäler ihres Mannes Andreas Hofer in Vergessenheit geraten. Vielleicht auch deshalb, weil die Frau und Schicksalsgefährtin des Freiheitskämpfers etwas gewagt hatte, was einer Frau nicht zustand: Selbstbehauptung.

Großes Feuer
Obwohl Silvia Giovanni vor ein paar Monaten verlassen hat, bittet sie ihn, nach Süditalien mitzukommen. Ein dringendes Telegramm ihrer Familie hat sie erreicht. Im Dorf blickt man zu Boden, als man Silvia nach so langer Zeit wiedererkennt. Als junges Mädchen ist sie von dort abgehauen, jetzt ringt in diesem alten Zuhause der zehnjährige Giustino mit dem Tod.

Steinway
Shi Sun und seine Schwester Shi Zhu sollen Klavierunterricht bekommen, und da die Eltern arme Musiker sind, finanziert ihre Oma den Kauf eines gebrauchten Steinways, dessen wahren Wert niemand in der Familie ermessen kann. Während Shi Zhu fleißig übt und immense Fortschritte macht, sitzt Shi Sun lieber bei den Großmüttern in der Küche und lässt sich Geschichten erzählen.

Haus mit Türmchen
Die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg, ein kleiner Junge fährt mit seiner Mutter in einem Evakuierungszug durchs Land. Die Mutter ist schwer erkrankt, wird aus dem Zug geholt und weggetragen. Der Junge folgt ihr, aber die Mutter verschwindet. Ganz allein bleibt das Kind in der Welt der Erwachsenen zurück, an einem Ort, dessen einziges Merkmal ein Haus mit einem Türmchen ist.

Tödliches Dilemma
Das Leben der Bürger Transsilvaniens war nach 1945 der kommunistischen Ideologie der Bukarester Regierung und des Geheimdienstes (Securitate) permanent ausgesetzt. Die Menschen erholten sich von den Kriegsfolgen und die deutsche, evangelische Minderheit widersetzte sich passiv gegen Diskriminierungen.

Der zweisprachige Liebhaber
Was tun, wenn die eigene Frau mit einem Schuhputzer fremdgeht? Juan Marsé gibt in seinem hinreißend komischen Roman darauf eine Antwort – und bezieht ganz nebenbei auch noch ironisch Stellung zur katalanischen Sprachenpolitik.

Murmelbrüder
Libellenjagd, Murmelspiele, aufgeschlagene Knie, geheime Erkundungstouren, Rituale einer Jungenfreundschaft – das sind die Sommerferien für Maurizio, Franco und Giulio. Und sie scheinen ewig wiederzukehren und unendlich lang zu sein. Aber dann geht ein Riss mitten durch das sardische Dorf, und alle, Kinder wie Erwachsene, müssen erkennen, wie brüchig ihr bisheriges friedliches Zusammenleben war.

Ein Tag wird kommen
Im Wald ist es warm und dunkel, als Nicola zitternd das Gewehr auf seinen geliebten Bruder Lupo richtet. Er bittet um Verzeihung, dann schießt er. Der Erste Weltkrieg hat Serra de’ Conti erreicht, ein Dorf in den italienischen Marken.An diesem Ort der Habenichtse zählt der Einzelne bloß, wenn er arbeitet, gehört keinem Bauern das Land, das er bestellt.