
Georges Felten
Diskrete Dissonanzen
- Poesie und Prosa im deutschsprachigen Realismus 1850–1900
ISBN: 978-3-835-35191-2
563 Seiten | € 39.00
Buch [Gebundenes Buch]
Erscheinungsdatum:
28.09.2022
Roman
Georges Felten
Diskrete Dissonanzen
Poesie und Prosa im deutschsprachigen Realismus 1850–1900
Wie ergeht es der Poesie in zunehmend prosaischen Zeiten?
Georges Feltens Studie zur Literatur des deutschsprachigen Realismus liest das vielgestaltige Wechselverhältnis von Poesie und Prosa als Chiffre einer poetologischen Zerreißprobe. Von Theodor Storm und Gottfried Keller über Wilhelm Busch bis hin zu C. F. Meyer und Theodor Fontane gewährt sie damit ebenso überraschende wie exemplarische Einblicke in ein epochenkonstitutives Schreibmuster.
Einerseits setzt sie die Dimension der Texte in ihr Recht, die in Einklang mit den programmrealistischen Forderungen nach poetisierender Verklärung, wohlgeordneter, abgerundeter Organizität und versöhnlich-humoristischem Ausgleich steht. Andererseits – und vor allem – zeigt sie aber auch, wie die prosaisch konnotierten Wissens- und Medienumbrüche der damaligen Zeit allen Einhegungs-, Überformungs- und Ausschlussbestrebungen zum Trotz in die Texte hineinwirken: Von ihrer marginalen Position aus unterlaufen sie die dominanten, auf Poetisierungseffekte abzielenden Ordnungsmuster und laden die Texte diskret – und doch beharrlich – mit unförmlich-grotesker Energie auf. Stets artikuliert sich im deutschsprachigen Realismus damit zumindest ansatzweise auch ein grundsätzlich anderer Poesie-Begriff: das, was, mit einem Wort von Fontane, seinen »Stich ins Moderne« ausmacht.
Georges Feltens Studie zur Literatur des deutschsprachigen Realismus liest das vielgestaltige Wechselverhältnis von Poesie und Prosa als Chiffre einer poetologischen Zerreißprobe. Von Theodor Storm und Gottfried Keller über Wilhelm Busch bis hin zu C. F. Meyer und Theodor Fontane gewährt sie damit ebenso überraschende wie exemplarische Einblicke in ein epochenkonstitutives Schreibmuster.
Einerseits setzt sie die Dimension der Texte in ihr Recht, die in Einklang mit den programmrealistischen Forderungen nach poetisierender Verklärung, wohlgeordneter, abgerundeter Organizität und versöhnlich-humoristischem Ausgleich steht. Andererseits – und vor allem – zeigt sie aber auch, wie die prosaisch konnotierten Wissens- und Medienumbrüche der damaligen Zeit allen Einhegungs-, Überformungs- und Ausschlussbestrebungen zum Trotz in die Texte hineinwirken: Von ihrer marginalen Position aus unterlaufen sie die dominanten, auf Poetisierungseffekte abzielenden Ordnungsmuster und laden die Texte diskret – und doch beharrlich – mit unförmlich-grotesker Energie auf. Stets artikuliert sich im deutschsprachigen Realismus damit zumindest ansatzweise auch ein grundsätzlich anderer Poesie-Begriff: das, was, mit einem Wort von Fontane, seinen »Stich ins Moderne« ausmacht.
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| Veröffentlichung: | 28.09.2022 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 22,2 cm / B 14 cm / 897 g |
| Seiten | 563 |
| Art des Mediums | Buch [Gebundenes Buch] |
| Preis DE | EUR 39.00 |
| Preis AT | EUR 40.10 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-835-35191-2 |
| ISBN-10 | 3835351915 |
Über den Autor
Georges Felten, geb. 1981, ist Privatdozent für Neuere deutsche sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und Mitherausgeber der Zeitschrift »figurationen«.Diesen Artikel teilen
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