Die gefesselte Muse
Gefängnis und Kunst von der Antike bis zur Gegenwart
Das Gefängnis als Ort, an dem Kunst entsteht und mit dem sich die Kunst beschäftigt, ist in der Kultur- und Literaturwissenschaft für die Zeit seit Entstehung des modernen Gefängniswesens bereits gut erschlossen. Für die Vormoderne und besonders für die Antike fehlen Überblicke und Untersuchungen aus kunst- und literaturgeschichtlicher Perspektive zu dieser ›variablen Konstante‹ der europäischen Kultur, obwohl Gefängniserfahrungen seit dem Altertum literarisch und künstlerisch immer wieder verarbeitet wurden und berühmte gefangene Intellektuelle (Sokrates, Paulus, Boethius) spätere (Selbst-) Wahrnehmungen und (Selbst-)Darstellungen prägten. Die hier vorgelegten Analysen von Werken und Motiven, die mit der typischen Erfahrung der Unfreiheit und Isolation verbunden sind, präsentieren erstmals wesentliche Ausschnitte des Themenfeldes. Sie verbinden dabei
die altertumswissenschaftliche Rückschau mit dem Blick auf das Fortwirken der in den antiken Texten und Anschauungen begründeten Motive und Bilder in der modernen Literatur und Musik bis zu ihrer lebendigen Neuerfahrung in aktuellen Wiedereingliederungsprojekten. Innerhalb des Bandes liegt der Schwerpunkt unter den Kunstformen auf Literatur und Musik, unter den Epochen auf Antike, Spätantike und Neuzeit. Eine besondere Rolle spielt die (künstlerisch geformte und bewältigte) authentische Erfahrung der Gefängniswirklichkeit in zweieinhalbtausend Jahren europäischer Geschichte.
Unterstütze den lokalen Buchhandel
Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.
Bestelle dieses Buch im Internet
| Veröffentlichung: | 31.12.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 23,5 cm / B 15,5 cm / - |
| Seiten | 240 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 44.00 |
| Preis AT | EUR 45.30 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-826-08709-7 |
Diesen Artikel teilen
0 Kommentar zu diesem Buch
.... weitere Publikationen von Königshausen u. Neumann
Formalwissenschaftlicher Beweis der Existenz Gottes über kalkül - Mathematische Philosophie und Philosophie der Grammatik
Bewerbungsfrist bis zum: 29.10.2026
