Dagmar Dusil
Im Schnee der Erinnerungen
- Hermannstadt: dokumentiert · erinnert · recherchiert
ISBN: 978-3-863-56407-0
444 Seiten | ⏠30.90
Buch [BA]
Dieses Buch gehört zur Reihe Fragmentarium und enthÀlt ca. 6 Folgen.
Erscheinungsdatum:
22.07.2024
Sonstiges
Dagmar Dusil
Im Schnee der Erinnerungen
Hermannstadt: dokumentiert · erinnert · recherchiert
Das Erinnern hat seine eigenen Regeln, geht selektiv vor. Daher auch der Titel des vorliegenden Bandes: Im Schnee der Erinnerungen. Was verbinden wir mit Schnee? Reinheit, WĂŒnsche, Erinnerungen, Kindheit. Doch Schnee hĂ€lt nicht ewig, er schmilzt und taut, ist nicht mehr da, verĂ€ndert seinen Aggregatzustand. VerhĂ€lt es sich nicht auch mit verschĂŒtteten Erinnerungen so? Wie werden sie freigesetzt? Wann stĂŒrmen sie auf uns ein, wann nicht?
Es ist ein lebendiger Sammelband entstanden, der eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat und den Blick hinter die Kulissen in die Vergangenheit der Protagonistin âHermannstadtâ lenkt. Die Stadt â das ist unser weibliches Hermannstadt â ist das Bild einer Grand Dame, die bezaubert und nostalgisch stimmt. Das Stadtbild â ist vergĂ€nglichkeitsresistent neutral und hĂ€lt den Besucher oder ehemaligen Bewohner auf Distanz. Der Stadtkern â die mĂ€nnliche Seite Hermannstadts ist uneinnehmbar, wehrhaft jeden Zentimeter verteidigend.
Die IndustriegrĂŒndungen erfolgten bei den Sachsen nicht â wie im ĂŒbrigen SiebenbĂŒrgen â auf Initiative der Wiener und Budapester Hochfinanz, sondern sie resultierten oft aus kleineren und mittleren gewerblichen Betrieben. Diesen Sachverhalt verdeutlicht eine Statistik aus dem Jahr 1933, laut der von 124 sĂ€chsischen Unternehmen SiebenbĂŒrgens nur eines mehr als 1.000 Arbeiter beschĂ€ftigte, 17 lagen zwischen 100 und 1.000 und die ĂŒbrigen unter 100 BeschĂ€ftigten.
Volker Wollmann â Dokumentiert
Ich hatte ganz andere Probleme. Nach meiner MilitĂ€rzeit wusste ich nicht so genau wohin mit meinem Leben. Die ganze Nachbarschaft wollte mir helfen. Dieter Göllner versuchte, mich beim Radio unterzubringen. Nae Ionescu, der Jazzgott Hermannstadts und unser Nachbar, wollte aus mir einen SĂ€nger machen und Herr Lala aus der VoltairestraĂe einen Buchhalter. So wurde ich Buchhalter auf der Hohen Rinne im Hotel Casa TuriĆtilor.
Wolfi Klein - Erinnert
Die einst im Sommer mit betörend duftenden LindenbĂ€umen bestandene ArzstraĂe, die von der LeschkircherstraĂe/str. Ètefan cel Mare bis zur MichaelisstraĂe/str. CÄlĆŁun reicht, ist mit 516 Metern nicht die lĂ€ngste, aber die wohl schönste im Viertel. Einige der gediegenen, in einem lokalen Heimatschutzstil erbauten EinfamilienhĂ€user besitzen auch Mansarden.
Konrad Klein â Recherchiert
Es ist ein lebendiger Sammelband entstanden, der eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat und den Blick hinter die Kulissen in die Vergangenheit der Protagonistin âHermannstadtâ lenkt. Die Stadt â das ist unser weibliches Hermannstadt â ist das Bild einer Grand Dame, die bezaubert und nostalgisch stimmt. Das Stadtbild â ist vergĂ€nglichkeitsresistent neutral und hĂ€lt den Besucher oder ehemaligen Bewohner auf Distanz. Der Stadtkern â die mĂ€nnliche Seite Hermannstadts ist uneinnehmbar, wehrhaft jeden Zentimeter verteidigend.
Die IndustriegrĂŒndungen erfolgten bei den Sachsen nicht â wie im ĂŒbrigen SiebenbĂŒrgen â auf Initiative der Wiener und Budapester Hochfinanz, sondern sie resultierten oft aus kleineren und mittleren gewerblichen Betrieben. Diesen Sachverhalt verdeutlicht eine Statistik aus dem Jahr 1933, laut der von 124 sĂ€chsischen Unternehmen SiebenbĂŒrgens nur eines mehr als 1.000 Arbeiter beschĂ€ftigte, 17 lagen zwischen 100 und 1.000 und die ĂŒbrigen unter 100 BeschĂ€ftigten.
Volker Wollmann â Dokumentiert
Ich hatte ganz andere Probleme. Nach meiner MilitĂ€rzeit wusste ich nicht so genau wohin mit meinem Leben. Die ganze Nachbarschaft wollte mir helfen. Dieter Göllner versuchte, mich beim Radio unterzubringen. Nae Ionescu, der Jazzgott Hermannstadts und unser Nachbar, wollte aus mir einen SĂ€nger machen und Herr Lala aus der VoltairestraĂe einen Buchhalter. So wurde ich Buchhalter auf der Hohen Rinne im Hotel Casa TuriĆtilor.
Wolfi Klein - Erinnert
Die einst im Sommer mit betörend duftenden LindenbĂ€umen bestandene ArzstraĂe, die von der LeschkircherstraĂe/str. Ètefan cel Mare bis zur MichaelisstraĂe/str. CÄlĆŁun reicht, ist mit 516 Metern nicht die lĂ€ngste, aber die wohl schönste im Viertel. Einige der gediegenen, in einem lokalen Heimatschutzstil erbauten EinfamilienhĂ€user besitzen auch Mansarden.
Konrad Klein â Recherchiert
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| Veröffentlichung: | 22.07.2024 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 20 cm / B 14,5 cm / 580 g |
| Seiten | 444 |
| Art des Mediums | Buch [BA] |
| Preis DE | EUR 30.90 |
| Preis AT | EUR 29.90 |
| Reihe | Fragmentarium 29 |
| ISBN-13 | 978-3-863-56407-0 |
| ISBN-10 | 3863564073 |
Ăber den Autor
Dagmar Dusil wurde in Hermannstadt (SiebenbĂŒrgen/RumĂ€nien) geboren. Sie studierte Anglistik und ÂGermanistik und arbeitete als Englischlehrerin. 1985 reiste sie in die Bundesrepublik Deutschland aus. Neben zahlreichen Prosa-Veröffentlichungen (Blick zurĂŒck durchs KĂŒchenfenster, Kulinarisches Heim- und Fernweh, HermannstĂ€dter Miniaturen, Wie die Jahre verletzen, EntblĂ€tterte Zeit) erschien 2015 auch ihr Lyrikband Transitschatten. Als Herausgeberin setzte sie ihrer alten Heimat in den SammelbĂ€nden Hermannstadt. Fakten Bilder Worte und Mit Erinnerungen gepflastert. Die StraĂen Hermannstadts ein viel beachtetes Denkmal.Einige ihrer Texte sind ins RumĂ€nische und Englische ĂŒbersetzt worden. Sie ist Mitglied in der GEDOK Franken, der internationalen Autorenvereinigung Die KOGGE und der KĂŒnstlergilde Esslingen. Unter anderem erhielt sie 2014 den Literaturförderpreis der GEDOK und 2017 den Dorfschreiberpreis Katzendorf.
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