Fünf, sechs, sieben, acht
Roman
Anton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht.
Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt?
Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden.
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| Veröffentlichung: | 16.06.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 20 cm / B 12 cm / - |
| Seiten | 240 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 25.00 |
| Preis AT | EUR 25.70 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-755-80057-6 |
Über den Autor
Ewald Arenz’ Werk wurde vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Bei ars vivendi erschienen u. a. sein Bestseller Der Duft von Schokolade, der Kriminalroman Das Diamantenmädchen über das Berlin der Goldenen Zwanzigerjahre, sein heiter-apokalyptischer Roman Herr Müller, die verrückte Katze und Gott und die Familiengeschichten Meine kleine Welt.Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Ein Lesegenuss! Einfach wunderbar!
Ein Mann, den das Altwerden herausfordertBereits der ästhetische Buchumschlag mit dem großartigen Tittel "Fünf, sechs, sieben, acht" von Ewald Arenz verrät, dass es sich hiermit um eine edle, sanfte, nachdenkliche und beflügelnde Geschichte handelt. Und genauso war es auch.
Es war eine großartige Geschichte über einen Mann, dem das Alter plötzlich vors Auge springt und ihn erschreckt!
Er kann es nicht akzeptieren, jetzt, wo er doch ganz oben ist und auf seinen Erfahrungsschatz blickt und auf diesen so stolz ist, dass man ihm den Vertrag nicht verlängert. Weil er ALT ist!, lautet die Begründung. Der Boden wird ihm unter den Füssen weggenommen, als er im selben Zug erfährt, dass seine Tochter seinen Posten übernimmt! Er akzeptiert sein Alt-Sein nicht, er ist wütend auf seine Umgebung und seine Tochter. Glaubt, all diese Menschen würden ihn nicht verstehen! Doch dieser Schock wird mit seiner Vergangenheit verwoben. Und diese Mischung, mag sie noch so hart sein, hilft ihm, eine neue Sicht auf dieses Thema zu bekommen - er lernt zu akzeptieren, ohne Bitterkeit zu empfinden und gewinnt seine Tochter wieder.
Mit dem 60-jährigen Anton konnte man sich sofort identifizieren. Und man muss nicht unbedingt ein Mann oder jung sein. Ab dem ersten Satz war man in seinem Leben. Er, ein Tänzer, Vater, ein Suchender, Lehrer - genauso wie - fröhlich, wütend, zornig, verletzt und einsichtig. Alles war mit dabei.
Der Schreibstil war lebendig, poetisch, humorvoll und nachdenklich zugleich. Jeden Satz verschlang ich. Es war mein erstes Buch des Autors. Ich bin begeistert!
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