Der Wald ist stumm
Atmosphärischer Kriminalroman mit Tiefgang
»Er sah aus, als würde er schlafen. Friedlich, geradezu entspannt. Der gezielte Schuss musste ihn völlig überrascht haben.«
Bis zu diesem Augenblick hatte Marley Leonhardt, Chefin der Polizeidirektion in Neuruppin, die Ermittlungen ihres Stellvertreters nicht ernst genommen. Holzdiebstahl habe es schon immer gegeben. Mafiöse Strukturen zu vermuten sei absurd. Jetzt liegt der vermeintliche Wichtigtuer tot in einem Waldstück aus dem große Mengen Holz gestohlen wurden und Marley macht sich Vorwürfe. Gut nur, dass Richard Wagner, der ehemalige Berliner Polizeisprecher, sich für die Prignitz entschieden hat. Marley braucht dringend seine Unterstützung. Nicht nur führt die Suche nach dem gestohlenen Holz bis an die russische Grenze, auch die oberste Denkmalschützerin der Region verschwindet spurlos. Haben die Fälle miteinander zu tun?
Nach Rübentod der zweite Fall für Marley Leonhardt und Richard Wagner.
Unterstütze den lokalen Buchhandel
Besuche doch eine der folgenden Buchhandlungen in deiner Nähe
Bestelle dieses Buch im Internet
| Veröffentlichung: | 10.09.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 20,5 cm / B 13,5 cm / 455 g |
| Seiten | 352 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 15.00 |
| Preis AT | EUR 15.50 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-696-31385-2 |
Über den Autor
Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, verschiedenen Stationen im WDR und als Geschäftsführerin einer Produktionsfirma arbeitet Dagmar Rosenbauer als Film- und Fernsehproduzentin. Für ihre Produktionen erhielt sie unter anderem den Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis, den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis, den Deutschen Entertainmentpreis und die Rose d'Or. Zurzeit produziert sie einen internationalen Dokumentarfilm.2024 erschien ihr erster Regionalkrimi "Rübentod". Mit ihrem Mann - und ihrem Hund - lebt sie in der Prignitz und in Berlin.
Diesen Artikel teilen
3 Kommentare zu diesem Buch
Dunkle Verbrechen in den Wäldern - ein toller Krimi!
Das Cover sieht seht geheimnisvoll aus und hat mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Der Titel ist gut gewählt und deutet bereits auf das Thema hin, in diesem Fall geht es um Holzdiebstahl und mafiöse Geschäfte.Doch das möchte die Chefin der Polizeiinspektion Neuruppins erstmal nicht glauben. Marley Leonhard weiß, dass es schon immer Holzdiebstahl gegeben hat und ist der Meinung, dass ihr Stellvertreter mit seinen Nachforschungen übertreibt. Doch dann wird er tot in einem Waldstück gefunden, auch dort wurden große Mengen Holz gestohlen. Was mag dahinter stecken? Unterstützung bekommt Marley vom ehemaligen Berliner Polizeisprecher Richard Wagner. Gemeinsam stürzen sie sich in die Ermittlungsarbeit und die ist düstere als gedacht. Es gibt regelrechte Holzmafiastrukturen und es wird noch brisanter. Nicht nur, dass die Spuren bis an die Grenzen Russlands führen, die oberste Denkmalschützerin der Region verschwindet und die Zeit drängt. Gibt es einen Zusammenhang?
Dies ist der zweite Band der Reihe, ich bin aber der Meinung, dass man ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann. Beide Hauptcharaktere haben mir sehr gut gefallen. Es wird auch einiges über das Privatleben erzählt, was mir persönlich sehr gut gefällt. Es war ein äußerst spannender Krimi mit einem interessanten Thema und einem einem packenden Schreibstil. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Clever konstruierter und atmosphärisch dichter Kriminalroman aus Brandenburg
In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Dagmar Rosenbauer ihre Ermittler Marley Leonhardt und Richard Wagner in ihren zweiten Fall und konnte mich dabei zwar nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut und spannend unterhalten.Für mich war es dabei die erste Begegnung mit den beiden Ermittlern und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus dem ersten Band fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.
Als Marley Leonhardt, Chefin der Polizeidirektion in Neuruppin, erfährt, dass ihr Stellverstreter Walter Meyer tot aufgefunden wurde, ist sie geschockt. Zwar hat sie selbst dafür gesorgt, dass er in die Dienstelle in Perleberg versetzt wurde, sein Tod trifft sie dennoch hart. Hat sie seine Ermittlungen in Sachen Holzdiebstahl und scheinbar mafiöser Strukturen dahinter nicht ernst genug genommen und ihn nicht ausreichend unterstützt ? Mit Unterstützung von Richard Wagner, dem ehemaligen Berliner Polizeisprecher, und ihrem Team nimmt sie die Ermittlungen auf. Als auch noch die oberste Denkmalschützerin der Region spurlos verschwindet, nimmt der Druck auf Marley immer mehr zu.
Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute und clever konstruierte Geschichte voran und garniert sie mit jeder Menge Lokalkolorit aus Brandenburg. Dass die Autorin Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft studiert und für diverse Fernsehsender und -produktionen gearbeitet hat, merkt man ihrem doch recht bildhaften Schreibstil durchaus an. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Und am Ende gibt es eine schlüssige Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.
Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Kriminalromane mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.
Holzmafia
Das Cover zu "Der Wald ist stumm" von Dagmar Rosenbauer zeigt Reifenspuren, die in einen nebligen, düsteren Wald führen und ist damit gut gewählt. Im zweiten Teil der Krimireihe rund um die Ermittler Marley und Richard geht es nämlich um die dunklen Machenschaften der Holzmafia. Obwohl ich den ersten Teil "Rübentod" nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Alle wichtigen Informationen zur Vorgeschichte werden kurz erwähnt.Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig.
Die beiden Protagonist*innen Marley und Richard sind sehr sympathisch und menschlich. Wir erfahren sehr viel über ihr Privatleben und diese Geschichten fand ich mindestens so spannend wie den Fall an sich. Marley ist ziemlich zerfressen von Komplexen bezüglich ihrer Figur und ist sich ihrer Beziehung irgendwie nicht ganz so sicher, obwohl die Hochzeit bereits in Planung ist. Richard hat mit Depressionen und Traumata zu kämpfen. Auch seine Beziehung wirft einige Fragen auf. Es macht richtig Spaß, sich auf eine neue Reihe und einige Cliffhanger einzulassen.
Zutiefst authentisch wirkt Marley auch bezüglich ihrer Schuldgefühle dem Mordopfer gegenüber. Der hat nämlich schon lange von der Holzmafia gesprochen und wurde dafür nur belächelt.
Richtig Spannung kommt dann auf, als auch noch eine Denkmalschützerin verschwindet. Haben die beiden Fälle miteinander zu tun?
Ich finde die Ermittlungsarbeit der Polizei wird hier sehr authentisch beschrieben. Ohne ständige Schießereien und Verfolgungsjagden, sondern mit Befragungen und Recherchen. Auch die enge Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen wirkt plausibel.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende Regionalkrimis mit gut gezeichneten Figuren und unvorhersehbare Wendungen mögen.
