
Der Wanderer
Der Wanderer: Das ist der wenig erfolgreiche, aber unbeirrbare Schriftsteller Eugen Rapp. Die Freiheit zu schreiben, die er sich nach Frontjahren und Kriegsgefangenschaft, in einer Zeit, da alle Welt mit dem Überleben beschäftigt war, zuerkannte, macht er noch immer geltend.

Himmel in der Hölle
Wolodja als Arzt in unseliger Zeit

Hinkepott I
Dieser l. Band der "Autobiographischen Hüpferei" von Horst Janssen schildert Erlebnisse aus seiner Kindheit in Oldenburg. Eindrücke aus der Napola in Haselünne, Episoden aus der Zeit an der Hamburger Kunstakademie, Jux mit Freunden, Liebschaften und Leidenschaften ebenso wie beschauliche und zornige Betrachtungen aus jüngster Zeit.

Wittgensteins Neffe
Mit seiner 1982 vorgelegten Arbeit über die Geschichte einer Freundschaft führt Bernhard seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertiefte sich seine Freundschaft mit Paul Wittgenstein, die in leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte.

Magische Blätter II
Nach dem Erscheinen von Friederike Mayröckers Magischen Blättern (es 1202) schrieb Ernst Nef in der Neuen Zürcher Zeitung: »Diese Autorin kommt vom Innern, vom Traum her, aber versucht den Weg bis ganz nach außen zu gehen, wo das Innere, Private, das in der gegenständlichen Welt nicht Abgegoltene mit Hilfe der Sprache dann objektiv und in einem neuen Sinne gegenständlich wird.

Das Buch des Alfred Kantor
Theresienstadt - Auschwitz - Schwarzheide: Das sind die Leidensstationen des jungen tschechischen Künstlers Alfred Kantor in den Jahren 1941-1945. Im Juli 1945, zehn Wochen nach der Befreiung aus dreieinhalb Jahre dauernder Haft in Lagern des NS-Regimes, kam der damals zweiundzwanzigjährige Kantor nach Deggendorf in ein Lager für »Displaced Persons«.

Gesammelte Aufsätze
Die Arbeiten des amerikanischen Sozialphilosophen George Herbert Mead (1863-1931), des Klassikers der soziologischen Interaktionstheorie und eines der wichtigsten Inspiratoren einer soziologisch orientierten Handlungstheorie, gehören heute zu dem kanonischen Werken der Soziologie und Philosophie.

Gelebte Literatur
Welchen Einfluß haben die zeitgenössischen (oder unzeitgemäßen) Literaturen auf den einzelnen, auf seine Weltsicht und -interpretation? Hans Mayer untersucht und erzählt dies in fünf Vorlesungen, die mit einer Jugend im Expressionismus beginnen, über Leben und Literatur im Exil und zu der Zeit, »als der Krieg zu Ende war«, bis zur Frage nach der Einheit der deutschen Literatur führen.

»Selbstdarstellung«
Im Zentrum des Bandes steht Freuds berühmte ›Selbstdarstellung‹, diejenige Schrift, die am ehesten als seine Autobiographie bezeichnet werden könnte. Sie ist eigentlich eine Entstehungsgeschichte seines Werks, also der Psychoanalyse. Das gilt ebenso für die anderen in diesem Band enthaltenen Schriften und Briefäußerungen.

Sämtliche Werke in zwanzig Bänden
Durch sein ganzes Schaffen zieht sich die Spur einer Leidenschaft für das Theater, eines eigentümlichen Fasziniert- und Gebanntseins durch szenische Bilder und Aktionen, Rollenspiele und Konstellationen von sprechenden Figuren. Und doch ist Walser, der ursprünglich einmal Schauspieler werden wollte, nie zu einem eigentlichen Bühnenautor geworden – die Dramolette und Szenenfolgen, die er zu verschiedenen Zeiten seines Lebens schrieb, stellen eher ein imaginäres Theater dar, Spielräume der Gefühle und Ideen, die sich in Spiegelungen brechen und kommentieren, Traumszenen, Märchenversionen nach dem Ende aller Märchen.

»Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne«
Am Beispiel von Hermann Hesses eigener Lebensgeschichte versammelt dieses Lesebuch autobiographische Texte, welche die »Stufen der Menschwerdung« von den frühesten bis zu den letzten Lebensjahren auf eine Weise schildern und reflektieren, daß man sich darin wiederzuerkennen vermag.

Die Harzreise
Ironisch und frech und gleichzeitig voller Gefühl – in der »Harzreise« war der typische Heine-Ton zum ersten Mal zu hören, und er hat die Leser sogleich begeistert. Naturschilderungen, komische Szenen, zeitkritische Bemerkungen, kleine Liebesabenteuer, Träume und nicht zuletzt die eingestreuten romantischen Gedichte – all das macht auch heute noch Lust, Heine auf seiner Wanderung von Göttingen über Osterode, Clausthal und Goslar bis auf den Brocken zu folgen.

Die Legende von den beiden Bäumen
Es gibt eine Geschichte von den beiden Bäumen im Paradies, die eine gemeinsame Wurzel haben. Der eine schenkt Leben, der andere Tod. Diese Grundstruktur bestimmt jeden Lebenslauf.Vom Grundsätzlichen handelt dieses Buch. Eine alternative Psychologie, eine neue Sicht auf die Anthropologie.

Fröhliche Armut
Autobiografische Erzählung des Salzburger Autors Karl Heinrich Waggerl

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
»Weißt Du, wer Hermes ist?« »Ich muß gestehn, im Augenblick -.« Die Eleganz der Sprache dieser fiktiven Autobiographie, ihre ironische Doppelbödigkeit erweisen ebenso wie Felix Krulls Handeln, daß er »der geschmeidige Gott der Diebe« ist. Ein Tausendsassa, der jeder neuen Situation, in die er gerät, in einem Maße gewachsen ist, als sei sie ihm durchaus nicht fremd: Er versteht es immer, das Beste für sich daraus zu machen.

Bekenntnisse
Rousseau hat mit den Bekenntnissen eine neue Ära der autobiographischen Literatur eingeläutet. Während die Memoiren-Literatur bis dahin eine intime Kenntnis des Zeitgeschehens vermitteln wollte, schilderte Rousseau die »Erinnerung an den empfangenen Eindruck« und die »gegenwärtige Empfindung«, also einen zweifachen Seelenzustand bei der Beschreibung seines Lebensweges.

Ein Lesebuch 1964-1974
Dieses Buch zeigt, wohin der literarische Weg führte, den Marie Luise Kaschnitz gegangen ist. Nicht nach Gattungen hat der Herausgeber unterschieden, sondern die Gleichzeitigkeit ihrer Fähigkeiten demonstriert: immer war sie Dichterin und Erzählerin und Essayistin, nie hat sie zugunsten des einen das andere aufgegeben.

Das Augenspiel
"Das Augenspiel" hat Österreich zum Schauplatz: das Wien vor dem "Anschluss", die kosmopolitische Stadt am Vorabend der europäischen Katastrophe. In Menschen schildert Canetti die aufgewühlte Zeit, in ihrer Sprache, in ihren Gesichtern und in ihrem Auftreten liest er die Zeichen der Epoche.

Meßmers Gedanken
Wir besichtigen Meßmers Gedanken wie ein Geheimfach, betreten das Buch wie einen Geheimraum. In alten Schlössern heißen diese Räume Verlies. Das Betreten eines solchen Verlieses war, nicht selten, gleichbedeutend mit einem Sturz in die Finsternis.
Lebensquellen
Eine Familiengeschichte
Yourcenar, Marguerite
Lebensquellen
Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Familiengeschichte steht der Vater Marguerite Yourcenars, Michel de Crayencour. Mit kritischer Distanz und einfühlsamer Liebe beschreibt sie sein Leben und zeichnet auf unnachahmliche Art ein Panorama des 19. Jahrhunderts.

Den Wolf umarmen
»Eine Kindheit im oberbayerischen Dorf, gelenkt von einem "saturnischen" Vater und einer nüchternen Mutter, erste mystische und philosophische Erfahrungen, die Seminarzeit im Zeichen geistiger Frühreife, pädagogische Erfahrungen in abgelegenen Siedlungen, die von den Idealen der deutschen "Schulreformer" zehren und sich den Ansprüchen des Nationalsozialismus an Schule und Erziehung verweigern, die Ehe mit "Ariel" - dem Komponisten Horst Günther Schnell, der jung in Rußland fällt -, Bombardements in Braunschweig und Rostock, Rückkehr nach Bayern, das Leben im Waldhaus, die Verhaftung und Überführung nach dem Gefängnis Traunstein, ein Neubeginn nach der Stunde Null mit fünfunddreißig Jahren; das sind Stationen in Luise Rinsers fesselnden Lebenserinnerungen.

Hochzeitsreise '45
"Ein halbes Jahrhundert Frieden in unserem Land ..." Trude Marzik blickt zurück und schildert in diesem autobiographischen Roman die Zeit kurz nach Kriegsende. Eine junge Frau fährt auf einem alten Fahrrad, an ihrer Seite der 'Mann fürs Leben', von Wien nach Linz.

Kindheit und Jugend vor Neunzehnhundert
Im Nachlaß von Hermann Hesse fanden sich, in Bündel verschnürt, Korrespondenzen und Dokumente merkwürdigster Art: Jugendbriefe Hesses an seine Eltern, Großeltern, Schwestern und Freunde. Aber nicht nur die Briefe von Hesse, auch die an ihn selbst gerichteten fanden sie vor, und nicht allein diese Korrespondenz, sondern auch Berichte und Mitteilungen von Verwandten, Erziehern, Kostherren, Lehrern, Pfarrern und Ärzten, die ihn, seine Erziehung und Entwicklung betreffen.
