
Die Tatsachen
Die Tatsachen - das sind die faktischen Erlebnisse und Erfahrungen des Autors, aus denen die fiktiven Personen und Handlungen seiner Romane entstanden sind: die Jugend im jüdischen Kleinbürgermilieu, der erste Zusammenstoß mit dem Antisemitismus, die Katastrophe einer Ehe und Erschütterungen durch den Vietnamkrieg.

Zerbrochene Spiegel
Frontmatter -- Vorwort -- Inhalt -- Teil I: Zur Theorie der Autobiographie -- Vorbemerkung -- 1 Die Aporien der gattungstheoretischen Ansätze -- 2 Aspekte einer Theorie autobiographischen Erzählens -- Teil II: Werkanalysen -- Vorbemerkung -- 3 Die behauptete Individualität.

Phyllis und Rosamond
Bereits in ihren früheren Erzählungen zeigt sich Virginia Woolf als überaus experimentierfreudig, nicht nur, was den stilistischen Aspekt dieser Texte anbelangt, vor allem auch in bezug auf die Themen: Von einem Aufenthalt in Norfolk läßt sie sich zum fiktiven ›Tagebuch der Mistress Joan Martyn‹ inspirieren, was sie weit in das fünfzehnte Jahrhundert zurückführt; die Erlebnisse einer Griechenland-Reise mit ihren Geschwistern verarbeitet sie im ›Dialog auf dem Berg Pentelicus‹ (einem Text, der erst 1987 wiederentdeckt wurde).

Seltsamer Abschied
Seltsamer Abschied heißt der Bericht, der das Leben des »Abseitsstehers« Eugen Rapp in den siebziger Jahren erzählt.Die Mutter Rapps stirbt. Zu diesem Schmerz tritt hinzu, daß der Schriftsteller aus dem Haus, in dem er 47 Jahre gelebt hat, ausziehen und Abschied nehmen muss von Stuttgart und dem Schwabenland.

Eine preußische Königstochter
Wilhelmine von Bayreuth, Preußenprinzessin und ältere Schwester Friedrichs des Großen, konnte kaum ahnen, wie sehr ihr mit dieser hocharistokratischen Familiengeschichte ein ganz ungewöhnliches Zeitgemälde gelungen ist, auf dem die Menschen nicht posieren, sondern leben in den tradierten und zwanghaften Verhaltensmustern, die ihre Zeit ihnen vorschrieb.

12 Jahre Nacht
12 Jahre verbrachte Martin Wolff, Arbeiter, Kommunist, in den KZs des Hitlerfaschismus. Das Buch ist, fern von allem falschen Pathos, durchdrungen von Kameradschaft, vom täglichen Heldentum, vom Kampf um das Menschsein unter Umständen, in denen dies unmöglich erscheit.

Das Hohe Schloß
Stanisław Lem, einer der profiliertesten polnischen Autoren nicht nur der Science-fiction-Literatur, hat seine Kindheitserinnerungen niedergeschrieben. In Das Hohe Schloß entsteht das Lwów der zwanziger und dreißiger Jahre, »mit bewundernswerter Akkuratesse beschrieben«, wie Mario Szenessy in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bemerkte: »Ich habe selten Beschreibungen von solch zwingender Eindringlichkeit gelesen, oder genauer: verschlungen, denn sie haben mich in Atem gehalten, sie sind spannender als der intelligenteste Kriminalroman.

Meine Revolution
Autobiographische Erinnerungen Friedrich Weinrebs 1948-1987

Zeitkurven
Kein anderer amerikanischer Autor kann auf eine so lange und so tiefe Auseinandersetzung mit dem kulturellen und politischen Leben in den Vereinigten Staaten zurückblicken wie Arthur Miller. Kaum einer hat so früh zu den bekannten Schriftstellern des Landes gehört, auf keinen anderen Intellektuellen hat sich die Neugier der Öffentlichkeit so konzentriert.

Das Rauschen der Zeit
Eine Kindheit in Petersburg, in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts bis zur Revolution von 1905 - ein Petersburg der prunkvollen Paraden, der Begräbnisfeierlichkeiten und der Studentenunruhen. Sommeraufenthalte in Finnland und in Riga. Der Bücherschrank in der Petersburger Wohnung, die durch ihren Geruch charakterisiert ist (der Vater handelt mit Leder).

Die Fahrt hinaus
Nach einer behüteten Kindheit bei ihren »kleinen, ziemlich blassen« Tanten in Richmond bricht Rachel Vinrace auf dem Schiff ihres Vaters, der ›Euphrosyne‹, nach Südamerika auf. Während dieser ›Fahrt hinaus‹ erfährt sie zum erstenmal »eine Offenbarung ihrer eigenen Persönlichkeit, eine Offenbarung von sich selbst als wirklichem, dauerhaftem Ding, verschieden von allem anderen, unverschmelzbar, wie das Meer oder der Wind«.
Liebesläufe
Eine Familiengeschichte
Yourcenar, Marguerite
Liebesläufe
Auf bewegende Weise schildert die Yourcenar in dem dritten Band ihrer Familiengeschichte das Dreiecksverhältnis zwischen ihrem Vater, dem Spieler und Verführer Michel de Crayencour, der schönen, unkonventionellen Jeanne und deren homosexuellem Mann.

Wie nicht sprechen
Dieser Vortrag von Jacques Derrida, gehalten 1987 in Jerusalem, zeigt in einer sorgfältigen Auseinandersetzung vor allem mit Texten von Dionysius Areopagita und des Meister Eckehart (aber auch mit Texten von Platon und Heidegger), dass die scheinbar entlegene Frage der negativen Theologie eine immense Aktualität für das Denken der Moderne besitzt – die mitnichten erschöpft wird von der polemischen Verwendung dieses Konzepts als Vorwurf gerade auch gegen Derridas Werk, auf die in diesem Werk eine angemessene, weil nicht-polemische Antwort gegeben wird.

Nachtflug
Der Nachtflug, auf der Strecke Rio-Buenos Aires 1928 erstmals unternommen, war noch ein gefährliches Wagnis, als der Autor diesen Roman schrieb. Die Schnelligkeit der Dampfer und Eisenbahnen, die nachts den Vorsprung der Flugzeuge wettzumachen suchten, zwang die Flieger in den dunklen Abgrund zwischen Tag und Tag.

Ein selbsterzähltes Leben
Ernst Barlach erhielt Ruhm und Anerkennung vor allem für seine plastischen Bildwerke, aber er war auch, in den dreißiger Jahren, als Dramatiker erfolgreich. In der vorliegenden Autobiographie erzählt er in seiner markanten Sprache von seinem Ringen um das, was er als Kind erfahren und als Erwachsener wiederzugewinnen trachtete: »das Glück des Einklangs in das überpersönliche Sein.

Der vollständige Lebenszyklus
Erik H. Erikson beschreibt in diesem Resümee seines Werkes die Elemente einer psychoanalytischen Theorie der psychosozialen Entwicklung, und zwar so, daß dabei der historische und autobiographische Kontext ihrer Entdeckung deutlich wird.

Die Herren
»Ein Buch, das sich leicht liest und doch schwerer wiegt als so manche ähnlichen Romanbeichten von sich im Chaos des Lebens verlierenden Frauen.« Osnabrücker TageblattSelten sind Züge des persönlichen Schicksals zu einem psychologisch-erotischen Roman von solcher Eindringlichkeit geformt worden wie in diesem selbsterzählten Bericht der Halbjüdin Eveline, die als Sechzehnjährige das Kriegsende in Bulgarien erlebt und, kaum erwachsen, lebenshungrig, von Abenteuer zu Abenteuer gleitend, in das besetzte Deutschland zurückkehrt.

Das Scheusal
Das Scheusal heißt Mucki und ist ein alter, blinder, unsäglich verwöhnter Hund. Alice Herdan-Zuckmayer erbte ihn - als »Verpflichtung« von einer schrulligen Tante. Als Zuckmayers 1938 aus Österreich flohen, mußten sie den wertvollsten Teil der Erbschaft zurücklassen, aber Mucki begleitete sie auf allen Wegen des Exils.

Ein Zeitalter wird besichtigt
In der damaligen DDR zirkulierte dieses Buch bereits in mehreren zehntausend Exemplaren, bevor es erstmals Mitte der siebziger Jahre in der Bundesrepublik publiziert wurde - dreißig Jahre nach Abschluß des Manuskripts, "am Siebenzehnten nach dem D-day", der Landung der Alliierten in der Normandie 1944.

Ein Fremdling
»Von nun an mußt du Geld verdienen«, sagt sich Eugen Rapp, als ihm, einem freien Schriftsteller in der Dachstube des elterlichen Hauses, nach der Währungsreform 1948 sein Erspartes zerrinnt.Er wird Sekretär des kaum existenzfähigen Stuttgarter Kulturvereins und sitzt alsbald in einem Speicherraum des alten Theaters.

Der Wanderer
Der Wanderer: Das ist der wenig erfolgreiche, aber unbeirrbare Schriftsteller Eugen Rapp. Die Freiheit zu schreiben, die er sich nach Frontjahren und Kriegsgefangenschaft, in einer Zeit, da alle Welt mit dem Überleben beschäftigt war, zuerkannte, macht er noch immer geltend.

Himmel in der Hölle
Wolodja als Arzt in unseliger Zeit

