Cover: Die Bernsteinfischerin
Lisa Quentin
Die Bernsteinfischerin
- Roman | Wenn die Welt zu eng wird, bleibt das Meer. Der große Sommerroman von Lisa Quentin
ISBN: 978-3-352-01027-9
397 Seiten | € 22.00
Buch
Erscheinungsdatum:
12.08.2026
Belletristik
Lisa Quentin

Die Bernsteinfischerin

Roman | Wenn die Welt zu eng wird, bleibt das Meer. Der große Sommerroman von Lisa Quentin

5.00/5.00 bei 3 Reviews

Da waren nur noch sie beide, ihre erschöpft schlagenden Herzen, das Meer, das sie trug, die Bucht, die sie umarmte.

Tagsüber taucht Julika als Bernsteinforscherin in längst vergangene Welten ein, die sich ihr unter dem Mikroskop eröffnen – Farne, Echsen, alles Leben, das vor Millionen von Jahren vom Harz der Urzeitwälder eingeschlossen wurde. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, steht ihr eigenes Leben still. Bis Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, der sie an die Ostsee führt, zu Ebba, einer Frau, die immer ihren eigenen Weg gesucht hat. An der Steilküste, hoch oben über dem Meer, erfährt Julika dann von einer Liebe, die Jahrzehnte, Stürme, Schicksalsschläge überdauerte und die ihr den Mut gibt, an einen Neuanfang zu glauben.

Ein so poetischer wie kraftvoller Roman über zwei Frauen und ihre Suche nach innerer Freiheit.


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Postleitzahl
Veröffentlichung: 12.08.2026
Höhe/Breite/Gewicht H 21,5 cm / B 13,5 cm / 496 g
Seiten 397
Art des Mediums Buch
Preis DE EUR 22.00
Preis AT EUR 22.70
Auflage 1. Auflage
ISBN-13 978-3-352-01027-9
ISBN-10 3352010277
EAN/ISBN

Über die Autorin

Lisa Quentin ist 1985 geboren, hat Germanistik und Psychologie in Freiburg studiert und danach zehn Jahre lang als Werbetexterin und Online-Redakteurin gearbeitet. Nach einer Ausbildung zum NLP-Coach arbeitet sie nun in der Online-Branche und erforscht das Verhalten von Nutzer*innen. Zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern lebt sie in Lübeck. Ein völlig anderes Leben ist ihr Debütroman bei Goldmann.

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3 Kommentare zu diesem Buch

5/5 27.07.2026 - 20:56 Uhr

Zwei Frauen und ihre Suche nach innerer Freiheit.

Das Cover sieht einfach wunderschön aus und gefällt mir wirklich gut. Das Gesamtcover vermittelt für mich sofort ein Gefühl von Sommer.

Die Haptik des Hardcover Buches wirkt auf mich sehr hochwertig.

Die Handlung führt den Leser ins Jahr 1943 an die Ostpreußische Küste. Die kleine Ebba ist glücklich und liebt die Küste, als Tochter eines Bernsteinfischers kennt sie sich auch und so merkt sie sofort, dass den Bernstein, den sie gefudne hat, etwas ganz Besonderes ist. Eigentlich müsste sie ihn nach behördlicher Anordnung abgeben, sie entscheidet sich aber ihn zu behalten. Dieses Geheimnis teilt sie nur mit ihrem besten Freund. In den Wirren und Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs verlieren sie sich und auch der Stein ist verschwunden.

Dann springt die Geschichte und viele Jahre später begleitet der Leser die Doktorandin Julika, sie forscht an Bernsteinen und deren Einschlüssen. Anhand von diesen Einschlüssen möchte sie die Herkunftsländer zuordnen. Dabei hält sie Ebba´s Stein in der Hand und damit beginnt eine Reise in die Vergangenheit .

Dieser Roman von Lisa Quentin ist einfach perfekt für den Sommer, die Liebe zum Bernstein vereint die beiden Hauptprotagonistinnen, die ansonsten sehr unterschiedlich sind. Der Schreibstil war berührend und hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung hat mir gut gefallen und ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
5/5 03.08.2026 - 18:48 Uhr

Bernsteinfischerin

Mich hat bereits das wunderschöne Cover angezogen. Es macht sofort Lust auf die Ostsee und klar, der Versuch bei einem Strandspaziergang Bernstein zu finden gehört einfach dazu.
Ebba wäre gern wie ihr Vater Bernsteinfischerin geworden.
Die Familie stammte aus dem Baltikum, doch leider musste die Familie während des Krieges. Die Familie strandete auf ihrer Flucht an der Ostsee in Niendorf. Das Bernsteinfischen rückt in weite Ferne, die Familie musse sich neu orientieren. Julika ist Forscherin und erforscht besondern Bernstein mit Inklusionen. Ihr Leben und Arbeit sind auch steinig, beide Frauen verbindet mehr, als sie denken.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Geschichten beider Frauen fessend und berührend. Eine sehr schöne Atmosphäre an der Ostsee, dank des bildhaften Schreibstils fühlte ich mich sofort wohl. Sehr gefallen hat mir auch, dass der Leser noch Einblicke in das Bernsteinfischen und den Tourismus an der Ostsee bekommt.
Ein schönes Buch, dass ich vorbehaltlos empfehlen kann.
5/5 06.10.2026 - 10:15 Uhr

Ein berührende Generationenroman

Zum Inhalt:
Die Geschichte entfaltet sich auf zwei geschickt miteinander verknüpften Zeitebenen.
In der Gegenwart begleiten die Leser*innen die 26-jährige Doktorandin Julika.
Tagsüber ist sie an der Frankfurter Universität, um fossile Urzeitwelten in Einschlüssen zu erforschen.
Abends steht ihr eigenes Leben komplett still: Nach dem Unfalltod ihrer jüngeren Schwester ist ihre Mutter psychisch schwer erkrankt; Julika ist in einer aufopfernden, erdrückenden Pflegerolle gefangen.
Ein sensationeller Fund, eine urzeitliche Wespe in einem unvollständigen Bernstein, führt sie schließlich auf Forschungsreise an die Ostsee, um die zweite Hälfte des Steins und dessen ursprüngliche Finderin zu suchen.
Die zweite Zeitebene bringt die Leser*innen in die Vergangenheit.
Es beginnt 1943. Im ostpreußischen Samland wächst Ebba als Tochter eines Bernsteinfischers auf. Als Kind findet sie einen großen und geheimnisvoll anmutenden Bernstein. Ebba steht ein Leben lang Konventionen und Pflichten gegenüber. Ihre Leidenschaft gehört der Kunst und einer großen, jahrzehnteüberdauernden Liebe.
In der Gegenwart treffen die beiden Frauen aufeinander.

„Die Bernsteinfischerin“ von Lisa Quentin ist ein tiefgründiges Familiendrama, das die Schicksale zweier ungleicher Frauen über Generationen hinweg miteinander verwebt.
Nach einer traumatischen Flucht sucht die Familie an der Ostseeküste in Niendorf einen Neuanfang.

Lisa Quentin hat authentische und facettenreiche Charaktere ins Leben gerufen.

Julika ist eine bemerkenswerte und pflichtbewusste junge Frau, die eigene Träume hintenanstellt. Ihre spürbare, oft unterdrückte Wut über die eigene Ohnmacht macht sie zu einem nahbaren Charakter.

Ebba ist ungestüm und sehr naturverbunden. Sie weigert sich, die traditionelle Frauenrolle ihrer Zeit klaglos zu akzeptieren, und blickt auf ein langes Leben voller rauer Kanten und schmerzhafter Kompromisse zurück.

Nur langsam nähern sich die zwei Frauen an und werden zusammen zum Herzstück der Geschichte.

Lisa Quentin hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Sie erzählt die Geschichte auf eine teilweise melancholische Art, die mich sehr berührt hat.

Der Handlungsort wird anschaulich beschrieben. Man kann sich das Tosen der Ostsee gut vorstellen und hat den Salzgeruch in der Nase.

„Die Bernsteinfischerin“ ist ein Generationenroman, der die Gegenwart und die Vergangenheit kunstvoll miteinander verknüpft.

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