Fluss der Schatten
Ein Roman aus der Wildnis des Nordens
Der Westen war für Sam Miller nie ein Traum. Er war die letzte Möglichkeit. Nach dem Tod seines Vaters bleiben Sam nur Schulden, ein verfallender Hof und die Verantwortung für seinen kleinen Bruder. Als klar wird, dass er nicht bleiben kann, folgt er dem Fluss nach Westen– dorthin, wo harte Arbeit auf Flößen, Grenzstädte und ein Leben warten, das keinem etwas schenkt. Doch der Weg in den Westen ist kein Aufbruch voller Verheißung. Er ist kalt, gefährlich und voller Entscheidungen, die keinen sauberen Ausgang kennen. Zwischen Eis, Schlamm, Hunger und Gewalt lernt Sam, dass Überleben nicht nur Kraft verlangt, sondern auch Vertrauen. Als sich seine Wege mit Tawa kreuzen, wächst aus Misstrauen und Fremdheit langsam ein Bündnis, das tiefer reicht als bloße Notwendigkeit. Gemeinsam geraten sie in eine Welt, in der Loyalität selten ist und jeder Schritt seinen Preis hat. Fluss der Schatten ist ein eindringlicher Frontierroman über Herkunft und Verlust, über Loyalität unter Fremden und über die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn ihm alles genommen wurde– außer seinem Wort.
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| Veröffentlichung: | 21.02.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 14,8 cm / - |
| Seiten | 404 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 15.99 |
| Preis AT | EUR 15.99 |
| ISBN-13 | 978-3-819-49570-0 |
| ISBN-10 | 3819495703 |
Über den Autor
Gerd E. Küster schreibt seit vielen Jahren fantasievolle Kinder- und Jugendbücher. Mit seiner Reihe um den kleinen Drachen Nepomuk begeistert er junge Leserinnen und Leser mit Geschichten über Freundschaft, Abenteuer und die Wertschätzung der Natur. Überdies widmet er sich zunehmend Romanen für ein erwachsenes Publikum, in denen Verantwortung, Verlust und das Leben an Grenzen im Mittelpunkt stehen.Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Packender und intensiver Abenteuerroman aus der Zeit des Wilden Westens
Mit diesem Buch legt der Autor Gerd E. Küster den ersten Band seiner als Trilogie angelegten Reihe „Fluss der Schatten“ vor, der im Amerika des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist. Wer dabei allerdings einen klassischen Western mit Cowboys und Revolvermännern erwartet, wird hier wohl eher enttäuscht sein. Vielmehr handelt es sich bei dem Buch um einen Abenteuerroman, der in der rauen Wildnis des amerikanischen Nordens spielt und erst zum Ende hin das eine oder andere Westernelement ins Spiel bringt.Als sein Vater stirbt, wird dem 19-jährigen Sam Miller schnell klar, dass er die Farm der Familie nicht vor dem Ruin retten kann. So bringt er seinen jüngeren Bruder Matt bei Nachbarn unter und macht sich auf den Weg Richtung Westen, um dort sein Glück zu suchen und Matt nachholen zu können. Er folgt auf seiner Reise dem nahen Fluss, der in den nächsten Jahren sein Leben bestimmen wird.
Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und legt dabei großen Wert darauf, die Lebensumstände der damaligen Zeit ungeschönt rüberzubringen. Dies gelingt ihm auf überzeugende Art und Weise, besonders die verdichtete Sprache und die knappen Dialoge der Akteure tragen viel dazu bei. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte entwickelt schnell eine hohe Intensität, weist aber im Mittelteil durchaus die eine oder andere Länge auf, bei der man die Handlung meiner Meinung nach etwas hätte straffen können, ohne ihr die Wirkung zu nehmen. Unter dem Strich bleibt aber doch ein ungemein packender Abenteuerroman, der die Messlatte für die nachfolgenden Bände der Trilogie schon ziemlich hoch hängt.
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