6. Die Hexe von der South Bridge – Wie hat dir die Geschichte gefallen?

Kommentare

Thema: 6. Die Hexe von der South Bridge – Wie hat dir die Geschichte gefallen?

Juna Liebrecht
Juna Liebrecht
20.03.2026 - 19:07 Antworten

Schauriger Einstieg! Super, wie gut du die Atmosphäre transportierst, sobald sie eintreten. Man fiebert direkt mit.
- S. 93: "... gilt es als unklug, ihn ..." "Unklug" finde ich in dem Zusammenhang unpassend. Das ist nicht nur unklug, sondern töricht, leichtsinnig, lebensmüde ... Ich mein, hallo, es geht um einen Dämon!
- Die Erklärungen des Führers sind oft nach dem Schema: Wort, Einschub, weitere Erklärung aufgebaut. Da könntest du vielleicht welche umgestalten.
- S. 93: Vielleicht: "Doch niemand von uns hatte ihn berührt.", weil offensichtlich hatte ihn ja jemand berührt. Nur eben keiner aus der Gruppe oder?
- S. 94: "..., war niemand da." Klingt flüssiger für mich als "war da niemand."
- Die Dunkelkammer ist eine super Idee! Aber wie kann Nick in der Dunkelheit sehen, wo sich Kate und die anderen befinden?
Die Stimmung bleibt bis zum Schluss grrrrrruselig.. Ich hab mich wie ein Teil der Geschichte gefühlt. Nur das Ende habe ich nicht ganz verstanden. Also es ist wirklich passiert, aber dass die Geister ihn geholt haben, war nur ein Traum? Oder?


monti
monti
21.03.2026 - 09:40 Antworten

Mir kommt es vor wie: "Einer der auszog das Gruseln zu lernen.' Nur mit dem Ende - er hat es gut gelernt. Nun weiß er endlich war Horror bedeutet. So gesehen finde ich das Ende nicht schlecht. Es wirkt jedoch wie ein Bungee-Sprung wo unten einer steht der einen auffängt.


Bittel, Emely
Bittel, Emely[Moderator]
21.03.2026 - 11:17 Antworten

Danke für euer Feedback und die Hinweise. Zum Ende: Ja, so ist es gemeint, dass nicht alles genauso passiert ist. Die Verfolgung, die verwandelte Kate und das Eingekreistwerden durch die Gestalten gehören für mich tatsächlich zum Traumteil. Aber dieser Traum kommt nicht aus dem Nichts. Nick hat die Warnung missachtet und den Steinkreis betreten. Edgar sagt vorher ausdrücklich: „Es heißt, wer den Kreis betritt, lädt den Dämon ein, von ihm Besitz zu ergreifen“ (S. 93). Und genau das geschieht mit Nick ab diesem Moment.

Der Vergleich mit „Einer, der auszog, das Gruseln zu lernen“ passt deshalb gut. Nick nimmt das alles nicht ernst und muss am Ende erfahren, was Horror wirklich bedeutet. Auch das Bild mit dem Bungee-Sprung finde ich treffend, denn das kurze Abfedern durch das Aufwachen war tatsächlich beabsichtigt. Ich wollte erreichen, dass die Lesenden zusammen mit Nick zunächst glauben, alles sei nur ein Traum gewesen, und sich wieder in Sicherheit wiegen. Dann aber sollen sie merken, dass diese Sicherheit trügerisch ist und es eben noch nicht vorbei ist. Gleichzeitig ist das Ende bewusst nicht ganz eindeutig aufgelöst, um Raum für eigene Deutungen zu lassen.

Den Steinkreis gibt es übrigens wirklich. Bei meinem Besuch in Edinburgh habe ich an einer Führung durch die Gewölbe teilgenommen. Dabei ist mir die Idee für diese Geschichte gekommen. Betreten habe ich ihn allerdings lieber nicht.

Juna Liebrecht
Juna Liebrecht
21.03.2026 - 13:01 Antworten

Wie cool, dass du dort warst und dir dann die Idee zur Geschichte kam! Wenn man das weiß, liest es sich nochmal anders


monti
monti
21.03.2026 - 12:37 Antworten

Das es einen Steinkreis innerhalb von Räumen gibt ist mir neu. Wieder was gelernt.