4. Der Schatz – Wie hat dir die Geschichte gefallen?
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Thema: 4. Der Schatz – Wie hat dir die Geschichte gefallen?
Generell hat mir die Beschreibung der Natur in der Geschichte sehr gut gefallen. Wirkt lebendig und bringt die düstere Stimmung. Auch den Sprung zur anderen Perspektive des Rangers finde ich super. Das bringt nochmal etwas Abwechslung und man ist gespannt, was einen erwarten wird.
Ein paar Dinge, dir mir beim Lesen aufgefallen sind. Ich hoffe, es ist okay für dich, dass ich einfach Mal all meine Gedanken hier teile. Bitte nehme das nicht als Kritik auf - ich lese deine Geschichten gerne und genieße sie sehr
- S. 67, Zeile 6: Umbruch nach Sprecherwechsel. Es irritiert beim Lesen, wenn zwei verschiedene Sprecher in einer Zeile sind.
- Auf der gleichen Seite: Nur eine Kleinigkeit, aber wirkt beim Lesen leicht holprig: "... Manchmal überrasche ich sogar dich." Man würde eher erwarten: "... Manchmal überrasche ich dich sogar." Oder willst du damit wirklich ausdrücken, dass er eigentlich öfter Leute überrascht und manchmal sogar sie (impliziert, dass sie schwer zu überraschen ist)?
- S. 68 oben: "plötzlich". Er macht den Motor aus - kann es dann plötzlich still sein? Das kommt ja dann nicht überraschend oder? Und dann war ja noch das Zwitschern der Vögel, also eigentlich keine wirkliche Stille. Ich würde das plötzlich streichen.
- S. 69: Zeitsprung der Wanderung kommt etwas abrupt. Erst hat er noch eine halbe Stunde und dann fast im nächsten Satz sollte er schon da sein.
- S.70/71: Die Grube füllt sich mit Wasser und Schlamm. Aber im nächsten Satz liegt der Deckel der Truhe frei.
- S. 76: Hier hätte es für mich auch einen markierten Sprung gebraucht wie zuvor, als die Perspektive gewechselt hat. Also eine Leerzeile vor Nicola und kein Einschub.
Ja, das ist absolut okay. Danke dir fürs genaue Lesen, die Hinweise zu Umbrüchen/Lesefluss und den kleinen Logikdetails sind super wertvoll!
Beim Satz „Manchmal überrasche ich sogar dich“ war genau das gemeint: Sie ist eher schwer zu überraschen.
Wer kennt das nicht, die Angst sich von hinterbliebenen Dingen zu trennen und sie danach zu vermissen? Genau auf dieser Angst kommt man aus eigenem Erleben gut in die Geschichte hinein. Das unerwartete Ende ist dann schon so etwas wie ein Schock und das Mitleid mit den armen Andrew bleibt nicht aus. Es ist gleichzeitig eine gut gelungene Gesellschaftskritik. Denn solche wilden Deponien gibt es ja wohl genug. Ich kann mich noch eine Meldung erinnern, in der vor vielen Jahren ein ganzes Dorf entdecke das es auf eine giftigen Deponie steht.
Von der Idee her finde ich die Geschichte daher nicht nur lesenswert sondern auch lehrreich.
Ja, das mit den wilden Deponien ist leider wirklich erschreckend real. Freut mich, dass dich die Geschichte gepackt hat und du auch die gesellschaftskritische Seite so wahrgenommen hast.
Vielen Dank, das freut mich sehr.
