Obskur
Kriminalkommissär Philippe Baumann i.R.
«Pasquale Sütterli ist mein Name und ich arbeite, wie ich es ihnen schon gesagt habe, für das Aussendepartement. Ihre Telefonnummer habe ich von einem gemeinsamen Bekannten erhalten, um ihre Frage damit vorweg zu nehmen. Auch weiss ich, dass Sie seit einigen Jahren in Pension stehen und somit über eine gewisse freie Zeit verfügen. Schliesslich ist mir bekannt, dass sie nicht allzu gut auf die Politik und die Politiker zu sprechen sind. Ihnen eilt der Ruf voraus, dass sie alles hinterfragen und dem 'Säuhäfeli' und 'Säudeckeli' nichts abgewinnen können.» ...
«Du, Philippe, nun zu etwas ganz anderem. Offensichtlich rumort es ganz gewaltig in den Gebälken. Und dies vor allem bei der Staatsanwaltschaft. Hast du davon schon etwas gehört?» - «Nein, sagt mir gar nichts.» «Doch, doch, da muss etwas am Tun sein.» - Und Fred holte aus: Schon vor etwas mehr als einer Woche sei ihm zu Ohren gekommen, dass in der Staatsanwaltschaft nicht alles zum Besten stehe und mit rechten Dingen zu und her gehe. Da werde gemunkelt und gemauschelt, Kollegen würden angefeindet und verhöhnt, andere wiederum angekreidet und denunziert, so dass einem fast schlecht werde. Es werde auch portiert, dass diverse Staatsanwälte 'Dreck am Stecken' hätten. Die einen seien völlig der Sucht, vor allem dem Alkohol verfallen, andere würden sich gar gegen Bezahlung «anfüttern» lassen und wieder andere würden ob ihrer Inkompetenz völlig abstruse und unhaltbare Urteile fällen. Alles in allem eine haarsträubende Geschichte, die vielleicht noch grosse Wellen werfen werde. Der Aufsicht seien die Fälle im Ansatz bekannt, sie mache jedoch aus Bequemlichkeit nichts und wolle das Ganze lieber aussitzen. Als lapidare Begründung werde erkannt, dass es hierfür ja den «Instanzenweg» gebe und dass die «dort oben» schon zum Rechten schauen würden. Nun sei es aber so, dass auch bei denen «dort oben» nicht alles zum Besten bestellt sei. Der Frust bei ihnen sei enorm; jedoch sei der Wille zum Handeln nirgendwo vorhanden. ...
Unterstütze den lokalen Buchhandel
Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.
Bestelle dieses Buch im Internet
| Veröffentlichung: | 15.04.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 19 cm / B 12,5 cm / 268 g |
| Seiten | 224 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 11.99 |
| Preis AT | EUR 11.99 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-565-41203-7 |
Über die Autorin
PETER BAUMGARTNER ist Jurist und pensionierter Polizist. Er wohnt in der Nähe von Bern in der Schweiz. Während rund 30 Jahren arbeitete er für die Kantonspolizei Bern und dies in unterschiedlichen Funktionen. Mit 60 Jahren liess er sich frühzeitig pensionieren, um sich fortan dem Schreiben zuwenden zu können. - Die Erinnerungen an seine berufliche Tätigkeit holen ihn zuweilen in unterschiedlicher Form wieder ein.
Diesen Artikel teilen
»Gesamtinterpretation Obskur ist weniger ein Krimi über ein Verbrechen als ein Roman über institutionelle Moral. Die Spannung entsteht nicht durch Action, sondern durch die Frage: Was passiert, wenn ein System seine eigenen Fehler nicht mehr korrigieren kann – und nur noch Einzelne den Mut haben, hinzusehen? Baumgartner nutzt seine berufliche Erfahrung, um ein glaubwürdiges, kritisches Bild der Schweizer Justizlandschaft zu zeichnen. Die Themen sind realistisch, politisch und psychologisch dicht.«
0 Kommentar zu diesem Buch
... weitere Publikationen von Baumgartner, Peter
Grenzüberschreitungen - wie weit darf man gehen, um Träume zu verwirklichen?
Bewerbungsfrist bis zum: 31.05.2026
