Caro Claire Burke
Yesteryear
- Roman - Vom NYT-Nr.1 Bestseller zum SPIEGEL-Bestseller – jetzt auch auf Deutsch
ISBN: 978-3-453-27535-5
464 Seiten | € 24.00
Buch
Erscheinungsdatum:
29.04.2026
Sonstiges
Große Verfilmung mit Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) in Vorbereitung.
Caro Claire Burke
Yesteryear
Roman - Vom NYT-Nr.1 Bestseller zum SPIEGEL-Bestseller – jetzt auch auf Deutsch
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Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut.
Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug.
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.
Große Verfilmung mit Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) in Vorbereitung.
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| Original Titel | Yesteryear |
| Veröffentlichung: | 29.04.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 22,1 cm / B 14,4 cm / 646 g |
| Seiten | 464 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 24.00 |
| Preis AT | EUR 24.70 |
| ISBN-13 | 978-3-453-27535-5 |
Über den Autor
Caro Claire Burke ist Redakteurin, Autorin und Podcasterin. Ihre Texte sind in The Atlantic, Marie Claire und Bustle erschienen. Sie ist Co-Host des Podcast Diabolical Lies, in dem sie über aktuelle kulturelle und politische Geschehnisse spricht. ›Yesteryear‹ ist ihr Debütroman.Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
25.07.2026 - 19:07 Uhr
Der Tradwife Hölle
Natalie Heller Mills wächst in einer sehr christlich geprägten Umwelt auf, heiratet noch während des Studiums und wird schnell schwanger, so dass sie ihr Studium abbricht. Mit ihrem Ehemann Caleb kauft sie eine Farm in Idaho und bekommt weitere Kinder. Ihre Instagramposts, in denen sie ihr traditionelles, christliches Leben zeigt, locken zunehmend Follower an, so dass sie bald gut als Influencerin verdient.Eines Tages wacht sie auf und findet sich offenbar im 19. Jahrhundert wieder.
Ich muss sagen, ich war sehr neugierig auf diesen Roman, und er hat mich tatsächlich sehr schnell gepackt. Erzählt wird in drei Abschnitten, betitelt mit „Gegenwart“, „Vergangenheit“ und „Zukunft“, wobei der mittlere, also Vergangenheit, den meisten Raum einnimmt. Zunächst erlebt man Natalie in ihrem Leben als auf Instragram postende Tradwife, und hier wird schon klar, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Dann folgt der Break, Natalie erwacht in einem Leben, das nicht das ihre sein kann, oder doch? Parallel dazu erfahren wir ihre Lebensgeschichte, ihre Kindheit, ihr Studium ihre Ehe, wie sie zur Influencerin wurde, und manches mehr. Im letzten Abschnitt gibt es dann das Danach.
Natalie ist von Anfang an unsympathisch, ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, dass jemand der Lesenden sie mögen könnte. Nach außen hin zeigt sie sich auf eine Weise, die nicht wirklich mit ihrem Innenleben zusammenpasst, sie spielt eine Rolle. Die Autorin lässt sie selbst in ich-Form erzählen, so dass man nicht nur ihr Handeln erfährt, sondern auch ihre Gedanken und Emotionen. Und da ist sie erschreckend, missgünstig, egoistisch, manipulierend, und, was ihre Wortwahl angeht, sehr obszön.
Ihr Umfeld, das wir natürlich subjektiv gefärbt erfahren, ist, man möchte fast sagen, auch nicht besser, wobei das natürlich nicht ganz stimmt. Es gibt aber eine ganze Reihe wichtiger Personen, die mich ähnlich abgestoßen haben. Das hat auch mit dem aktuellen Bezug zu tun, der vielleicht nicht immer offensichtlich, aber sehr passend ist.
Selten habe ich einen Roman gelesen, bei dem ich, wie hier, nicht wusste, ob ich lachen, weinen oder einfach nur abgestoßen sein soll. Und genau das hat mich wahrscheinlich auch gefesselt. Es ist wie eine Katastrophe, bei der man nicht hinsehen will, es aber dennoch tut, weil sie eine eigene, wenn auch ungute Faszination hat. Dieser Roman schrecklich aktuell und voll mit tiefschwarzem Humor, Szenen, die man gar nicht glauben mag, und einem hohen Unterhaltungswert, wenn man sich darauf einlässt.
Nach dem Break habe ich lange überlegt, wie es erklärt werden wird, dass sich Natalie auf einmal in einer anderen Zeit wiederfindet. Es gibt den einen oder anderen Hinweis, und dennoch hat es mich überrascht. Zum Glück ist die Auflösung nachvollziehbar, so dass der Roman mich auch am Ende überzeugen konnte.
„Yesteryear“ ist ein Roman, auf den man sich einlassen muss, denn seine Protagonistin ist alles andere als sympathisch, und viele ihre Handlungen, vor allem auch ihrer Gedanken und Emotionen, sind eher erschreckend, der Roman ist bitterböse und voll schwarzem Humor. Mich hat er tatsächlich sehr fesseln können, ich schwankte ständig zwischen Unglauben, Lachenmüssen und Kopfschütteln. Caro Claire Burk hat mich mit ihrem Debütroman sehr neugierig auf weitere Werke gemacht.
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