
Ich erzähle meiner Frau
Janis Jaunsudrabins (1877-1962) gehört zu den großen Klassikern der lettischen Literatur, dessen Lebensgeschichte zugleich eng mit Deutschland verwoben ist. In der autobiographischen Erzählung Ich erzähle meiner Frau (Es stastu savai sievai) schildert er seine bewegende Fluchtgeschichte von Lettland nach Westfalen am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Und ich schüttelte einen Liebling
Friederike Mayröcker hat nach dem Tod ihres Schreib- und Lebensgefährten Ernst Jandl Erinnerungen und Träume, Gespräche und Zitate, Eindrücke und Beobachtungen auf Notizzetteln gesammelt, hat ihren Text geschüttelt und den fruchtbaren Augenblick abgepaßt, da Schreiben und Ernten in eins und die Wörter und Sätze wie reife Früchte zu Papier fallen.

Istanbul
Orhan Pamuk, der 2006 den Nobelpreis für Literatur erhielt, ergründet in Istanbul die Geheimnisse seiner eigenen Familie und führt uns an die verlorenen Paradiese der sagenhaften Stadt. Er beschreibt die verwunschenen Villen und verwilderten Gärten, die Wasserstraßen des Bosporus und des Goldenen Horns und die melancholischen Gassen der Altstadt.

Der Wendepunkt
„Der ‚Wendepunkt’ erzählt ein Leben, beschreibt ein Generationen-Schicksal, illustriert eine Epoche.“ (Walter Jens)Klaus Manns Erinnerungsbuch gehört zu den wichtigsten Autobiographien des 20. Jahrhunderts. Es ist der Spiegel eines ungewöhnlichen Lebens – und eine glänzend geschriebene Schilderung von Zeit- und Kulturgeschichte.

Heute hier, morgen fort
Der geschriebene und gezeichnete zärtliche und groteske Bericht eines großen Aussteigers, der vom Regen in die Traufe, von den makabren Segnungen einer Weltstadt in eine ›zivilisierte‹ Einöde umgestiegen ist. Erstmals lüftet Tomi Ungerer den Schleier von seinen schrecklich schönen Jahren in der Wildnis.

Entscheidungen
Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie - Schwerpunkt: die Regierungsjahre - offenbart Gerhard Schröder seine Sicht, seine Wahrheit, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen."Ich habe alles selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt", sagt Gerhard Schröder.

Jugend in Wien
Arthur Schnitzlers »Jugend in Wien« ist nicht nur eine der bedeutendsten Autobiographien des 20. Jahrhunderts, sie ist auch ein zentrales Dokument zur geistigen Situation der Zeit vor der Jahrhundertwende. »Sicherheit ist nirgends« – dieser Grunderfahrung der Wiener Moderne hat Schnitzler in der Schilderung seiner Jugend radikal Ausdruck verliehen.

Spurensuche einer Schicksalsführung im 20. Jahrhundert
1913 geboren, umspannt das Leben Wilhelm Hoerners fast das ganze 20. Jahrhundert mit seinen rasanten Entwicklungen und den dramatischen Ereignissen der beiden Weltkriege. Besonders einschneidend geprägt wurde diese Biografie durch den Zweiten Weltkrieg.

Die Kirschen der Freiheit
Am 6. Juni 1944 desertierte Alfred Andersch an der italienischen Front aus der deutschen Wehrmacht. In dem Bericht Die Kirschen der Freiheit, 1952 erstmals erschienen, schildert Andersch in szenischen Bildern entscheidende Situationen seines bisherigen Lebens und die Desertion als dessen logische Konsequenz.

Labyrinth
»Ursprünglich von Dürrenmatt als eine Art literarisches Testament konzipiert, schreibt der Autor seit den siebziger Jahren an dieser Dramaturgie der Phantasie, die letztlich keinem literarischen Genre zuzuordnen ist: Anstelle einer konventionellen Autobiographie verfolgt Dürrenmatt die Geschichte jener Stoffe, mit deren Bewältigung und Bearbeitung er sich sein Leben lang beschäftigte.

Dossier K.
Kertész trifft Kertész: Ein Zwiegespräch über sein Leben und seine LiteraturMit Dossier K. legt Kertész seine Autobiographie vor. Sie vereint Werkanalyse und Zeitzeugenschaft im besten Sinne: Von den familiären Wurzeln über die Schrecken des Nationalsozialismus und die Entstehung des „Roman eines Schicksallosen“ bis hin zu jenem Leben zwischen Schauprozess, Aufstand und Diktatur, das Kertész im Budapest des Kalten Krieges führen musste.

Weiter Raum
Die Biografie eines großen Theologen des 20. Jahrhunderts- Ein bewegendes Leben in einer bewegenden Zeit- Ein eindringliches und unterhaltsames BuchEr hat die Geschichte der Theologie nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland geprägt wie kaum ein anderer.

Selbstbetrachtungen
Ich erinnere mich an ein kritisches Jahr, wo alles in Frage für mich stand und ich zum Beispiel die Novelle 'Adam Urbas' aus dem ersten Wendekreis neunzehnmal umarbeitete. Daran ist nichts zu rühmen und zu bewundern, es ist eben so, es ist das Gesetz, und wenn ich diese Erzählung heute lese oder vorlese, finde ich Fehler und Mängel an ihr, die mich unglücklich machen.

Briefe - Tagebücher - Autobiographien
Die Selbstzeugnisforschung hat sich in Hinblick auf das Studium popularer Auto-/Biographik in den letzten 20 Jahren sehr stark ausdifferenziert. Zwar liegt eine Vielfalt an Forschungsergebnissen und Materialien vor, jedoch fehlt es an einer adäquaten Aufbereitung für eine Einbeziehung dieses reichhaltigen Materials für Unterrichtszwecke.

Der liebe Gott sieht alles
„Der liebe Gott sieht alles.“ ist der Titel eines Lese- und Bilderbuches zu Zeit- und Erziehungssprüchen mit Illustrationen der Design-Studentinnen Anja Groten und Wienke Treblin.Das Buch- und Ausstellungsprojekt ist ein intergeneratives Entwicklungsvorhaben der Hochschule Niederrhein, des Forschungsschwerpunktes „Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn“, Fachbereich Sozialwesen und des Fachbereiches Design.

Die Lebensgeschichte des Johann Christoph Pickert
Ein sensationeller Fund einer Handschrift: der Bericht eines einfachen preußischen Soldaten aus den Napoleonischen Kriegen - Geschichte »von unten«, hier erstmals gedruckt.Johann Christoph Pickert wurde 1787 in Haldensleben bei Magdeburg geboren und lernte erst den Beruf des Handschuhmachers, bevor er 20 Jahre als Soldat im preußischen Heer diente.

Das verborgene Wort
»Ein imposantes, autobiographisch gefärbtes Epos« Der SpiegelEin Mädchen, Arbeiterkind, voller Neugier und Lebenswille sieht sich im Käfig einer engen katholischen Dorfgemeinde gefangen. Sie stößt an die Grenzen einer Welt, in der Sprache und Phantasie nichts gelten.

Gott erfahren in der Dunkelheit
Anne wird immer wieder von einem Traum verfolgt: einem bedrohlichen Haus inmitten von hohen Tannen. Eines Tages präsentiert Peter – ihr Mann – ihr genau dieses Haus und will es kaufen. Anne, die mit beiden Beinen im Leben steht, verdrängt ungute Gefühle.

Lebens-Ansichten des Katers Murr
Die Memoiren des spießbürgerlichen Katers, vermischt mit den Erlebnissen des Kapellmeisters Kreisler - ein romantisches Meisterwerk. In den ›Lebens-Ansichten des Katers Murr‹ gibt E. T. A. Hoffmann voller Ironie einen schriftstellernden, über alle Maßen spießbürgerlichen Kater der Lächerlichkeit preis.

Der Passfälscher
In seinen engmaschig komponierten, fast unglaublich klingenden, anekdotenreichen Erinnerungen berichtet der Zeitzeuge Cioma Schönhaus mit Sinn für Selbstironie und Spannung aus seinem wechselvollen Leben im nationalsozialistischen Berlin. 1942 entscheidet er sich, in den Untergrund zu gehen, um einer weiteren Verfolgung und der drohenden Deportation zu entgehen.

Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe
Aus kleinen Verhältnissen stammend und mit einem abgebrochenen Studium im Gepäck gerät Wolfgang Welt als Musikjournalist Anfang der achtziger Jahre in die Pop-Maschinerie. New Wave, Neue Deutsche Welle, Marabo, Sounds, Musik Express, Rockpalast, Herbert Grönemeyer, Dallas,Frauengeschichten, DJ-Dasein und immer wieder Buddy Holly sind Begleiterscheinungen einer kurzen, steilen Szenekarriere.

Mauer, Jeans und Prager Frühling
"Charmant und pointenreich." F.F. dabei"Nach dem Bau der Mauer saßen wir in der Falle, ein ganzes Land hatte Stubenarrest." - Einer unserer populärsten Kabarettisten erzählt vom DDR-Alltag in den 60er Jahren: von Butternummern, geschmuggelten Westschallplatten und gescheiterten Hoffnungen.

Unterwegs zwischen Krieg und Frieden
Der bekannte Alpinist und Militrärhistoriker Prof. Walther Schaumann erzählt in seinem letzten Buch seinen Werdegang vom Jungen aus bürgerlichem hause zum aktiven Kämpfer für Frieden und Völkerverständigung. Er erzählt von den so quälenden wie prägenden Erlebnissen des jungen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, von den schweren Jahren des Wiederaufbaues und wie man Höhepunkt der "Südtirolkrise" in den 1960er Jahren im Offizier des österreichischen Bundesheeres Walther Schaumann die Überzeugung wuchs, einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung leisten zu müssen.

Sich nicht werfen lassen!
Sich nicht werfen lassen, weder durch Menschen noch vom Schicksal! - das war das Lebensmotto von Georg Asmussen. Der 1856 in Pommerby (Angeln) geborene Ingenieur und Schriftsteller beschreibt in seinen Lebenserinnerungen seine Kindheit und Jugend, die Maschinenbaulehre in Eckernförde, seinen Aufstieg über verschiedene berufliche Stationen bis zum Oberingenieur auf der Hamburger Schiffswerft Blohm & Voss und schließlich sein Rentnerdasein als Kätner in Westerholz.