
Von nah, von fern
Noch nie hat Karl-Markus Gauß die Vielfalt seiner Themen so leichthändig ausgebreitet wie in diesem hochaktuellen Buch: österreichische Wahlkämpfe, deutsches Theater, transatlantische Verwerfungen oder ein kroatischer Fluss, der eines Tages in die andere Richtung zu fließen beginnt, die mythische Gestalt des eigenen Großvaters oder der greise Nobelpreisträger, dem das Zollpostamt Salzburg die Herausgabe seiner Bücher verweigert.

Party im Blitz
Ein unverblümter Text über seine Jahre in England, den sich Canetti nicht zu veröffentlichen traute: über verarmende Adlige und wirklich arme Emigranten, über eitle Dichter und schöne Malerinnen und über seine Liaison mit der später berühmten Autorin Iris Murdoch.

Der Berg der Seele
Der Berg der Seele ist der große autobiographische Roman des Nobelpreisträgers Gao Xingjian. Den Fluss Yangtze hinab von der Quelle bis ans Meer führt ihn eine epische Reise in das Herz eines unbekannten China. 1983 diagnostiziert ein Arzt bei Gao Lungenkrebs und gibt ihm nur noch wenige Monate.

In fremden Kleidern
Paula Fox, die große amerikanische Romanautorin, hat zehn Jahre nach ihrem letzten Roman nun ein Buch der Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend vorgelegt, ein bewegendes und erschütterndes Werk. Es erzählt von dem Kind, das von den Bohemien-Eltern nach der Geburt in ein Waisenhaus in New York gebracht, aber dann von einem armen, kultivierten Pastor, Uncle Elwood, zu sich geholt wird.

Kindheit
Die ersten fünfzehn Jahre dieses Lebens, das noch viele Katastrophen unseres Jahrhunderts durchlaufen sollte, schildert der Dichter im vorliegenden Buch.Weiteres zum Lebenslauf im Essay von Matthias Huff.Der Autor, geboren am 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, lebte bis 1930 vorwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest.

Film und Verhängnis
Ein Ereignis: Ilse Aichinger »goes Pop« und entwickelt eine ganz neue Art von Autobiographie. Sie verknüpft die Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts mit dem Verhängnis ihrer Familie. In verblüffenden Kreuzungen aus Populärkultur, Denken und Erinnerung spannt sie den Bogen vom Stummfilm bis zu den Beatles: Blitzlichter der Freiheit.

Bargfelder Ausgabe. Supplemente
Der erste Ergänzungsband zur Bargfelder Ausgabe versammelt die Fragmente aus dem Nachlaß Arno Schmidts. Unabgeschlossenes und Ideenskizzen, teils mit zugehörigem Zettelmaterial, machen den Hauptteil dieses Bandes aus; aber auch erst kurz vor der letzten überarbeitung abgebrochene Texte wie der Radiodialog über Ludvig Holberg oder der Essay über Karl Philipp Moritz werden hier erstmals veröffentlicht.

Mein Katalonien
Ende 1936 kam Orwell als Zeitungsreporter nach Barcelona, um über den Bürgerkrieg zu berichten. Er schloß sich der Miliz P.O.U.M. an, der Arbeiterpartei der marxistischen Einigung, und kämpfte den Winter über an der Front in Aragonien. Als er wenig später mit ansehen musste, wie die Kommunisten bei der Ausschaltung der ihnen nicht genehmen Truppen Methoden der faschistischen Geheimpolizei anwandten, wurde er zu einem der erbittertsten Feinde des sowjetischen Totalitarismus.

Rache ist sauer
Dieser Band enthält: Essays über Politik, Literatur und Kunst; Berichte aus der Dritten Welt vor 1933, Spanien 1937, Deutschland 1945; Reportagen über den Bergbau, englische Kolonialoffiziere, die Penner von London; autobiographische Notizen und Bekenntnisse.

Eine Madeleine aus Schwarzbrot
Je länger der Trauerzug für Stalin durch die Straßen Warschaus marschiert, desto heiterer wird die Stimmung jener, die daran teilnehmen müssen – die Hoffnung auf Befreiung nach dem Tod des Diktators bricht sich Bahn. Mit oft hintergründiger Ironie führt Michal Głowińskis Zyklus von Erzählungen eindringlich die Atmosphäre im Nachkriegspolen vor Augen – jene Jahre der staatlichen Repression, in denen auch der Antisemitismus im neuen kommunistischen Gewand wiederersteht.

Zuhause in Pillkallen - Dorfgeschichten erlebt in Ostpreußen
In dem Buch „Zuhause in Pillkallen“ beschreibt Hildegard Rauschenbach in den Dorfgeschichten ihre Kindheit und Jugend. Ursprünglich sollte der Titel „Zuhause in Dickschen“ nach ihrem Geburtsort heißen, doch dann wählte sie die Kreisstadt Pillkallen, da die Stadt mit den vier „L“ ungleich bekannter ist.

Sämtliche Werke in 20 Bänden und einem Registerband
Den Auftakt der Bände 11 und 12 mit den autobiographischen Berichten machen diejenigen Selbstzeugnisse, die Hesse in Buchform bereits zu seinen Lebzeiten veröffentlicht und damit autorisiert hat. Es sind die Reiseimpressionen seines Buches »Wanderung« (1920), das poetische Protokoll der Übersiedlung von Bern in seine Tessiner Wahlheimat am Südfuß der Alpen.

Sind wir Bürger Europas?
Die europäische Einigung lässt sich nicht dekretieren. Auch wenn der politische Fahrplan strikt eingehalten wird, machen sich ihre inneren Widersprüche bemerkbar – bis hin zu neuem Nationalismus und rassistischer Gewalt. Über diese Widersprüche des europäischen Einigungspozesses hat Étienne Balibar seit dem »Geschichtsbruch« 1989 geschrieben und Begriffe wie Nation, Staat und Volk analysiert.

Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus
Geschichten und Märchen von Anne FrankIn der Enge des Amsterdamer Hinterhauses, das die Familie vor den Verfolgungen der Nazis verbarg, begann Anne Frank zu schreiben. Neben dem weltberühmten »Tagebuch« entstanden autobiographische Texte, in denen sich Anne an ihre Schulzeit erinnert, als sie noch frei leben konnte wie andere junge Menschen.

Erinnern für die Zukunft
Die bewegende Biografie eines Zeitzeugen und Weltbürgers. Was diese Erinnerungen über ihre Bedeutung als Dokument der Entwicklung der Christengemeinschaft hinaus in den Rang eines Zeitzeugnisses erhebt, ist einmal die Schilderung der Kindheit und Jugend in Dresden unter dem heraufziehenden Hakenkreuz, besonders aber die Geschichte der vierjährigen Odyssee durch russische Gefangenenlager.

Morgenland und Abendland
Das Leben der großen Orientalistin Annemarie Schimmel gibt viele Rätsel auf. Warum lernt ein Teenager im Dritten Reich mit Begeisterung Arabisch, um bereits mit 19, kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, in Islamwissenschaften promoviert zu werden? Wie wird eine junge Frau mit 23 Jahren Professorin in einem von Männern dominierten Fach, behauptet sich später in Ankara als Nicht-Muslimin auf einem Lehrstuhl der islamisch-theologischen Fakultät und dann auch noch im elitären Harvard? Warum sind heute im Orient Straßen und Plätze nach ihr benannt?Wer Annemarie Schimmels Autobiographie liest, wird das alles ganz natürlich finden.

Bis die Steine schreien!
Zeitzeugen: "Wenn sie schweigen,werden die Steine schreien." (Lukas 19, 40)– Bei seiner Geburt 1926 wiegt er nur fünf Pfund, bleibt klein und schmächtig, hasst das Herumkommandieren und fürchtet die Kälte seiner groben Lehrer. Er bleibt ein Außenseiter und will ein Held werden.

Journal intime 1982/83
Nicolaus Sombarts »Journal intime 1982/83, Rückkehr nach Berlin« ist das Schlusskapitel seiner überaus erfolgreichen Memoiren und eine Hommage an ein intellektuelles Berlin, dessen gesellschaftliches Leben sich wieder zu formieren versucht. Sombart betrachtet diese ersten Schritte seines Eintritts in eine neue Lebensphase mit Selbstironie und fühlt sich gleichzeitig als verantwortlicher Protagonist einer kulturellen Aufbruchsbewegung.

Autobiographie
Angeregt durch seine Sekretärin schrieb Chesterton dieses Werk in seinem Todesjahr 1936 als er schon schwer erkrankt war. 1952 erschien es erst- und letztmals bei Herder unter dem Titel Der Mann mit dem goldenen Schlüssel herausgegeben wurde. Seit dieser Zeit gab es in Deutschland keine Neuauflage; es war und ist daher seit Jahrzehnten auch antiquarisch nicht mehr erhältlich.

Beichtgang
Thomas Lehr wächst Ende der 50er Jahre als jüngstes von vier Geschwistern in der Schule eines kleinen deutschen Dorfes auf. Er wird von seinen Eltern und der Kirche auch mit körperlicher Strafe streng katholisch erzogen. Anfangs lebt er in der Welt der Zehn Gebote, glaubt an aufrichtige Liebe, Ehrlichkeit und Gehorsam.

Geschichte der antiken Biographie
Dieses Buch bietet die erste sowohl literarisch als auch historisch angelegte Gesamtdarstellung der antiken Biografie. Die wichtigsten Vertreter des Genres werden ausführlich mit ihren Werken und in ihrem geschichtlichen Kontext vorgestellt.

Das Rad des Lebens
Die inspirierende Autobiografie einer Pionierin im Umgang mit Sterbenden und dem Tod.In ihrer fesselnden Autobiografie Das Rad des Lebens schildert die renommierte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross die prägenden Ereignisse ihres mutigen und engagierten Lebens.

Schatten und Spiegelungen
Saul Steinberg skizziert die Stationen seines Lebens – Bukarest, Mailand, New York –, als wäre es eine Zeichnung. Und erzielt mit feinem Strich größte Wirkung.

Palästinensische Autobiographien
Die Geschichte Palästinas ist eine von Fremden geschriebene Geschichte, von römischen und arabischen Eroberern, osmanischen und britischen Herren, heute vor allem unter zionistischem Vorzeichen. Als hätte sich allmählich die Einsicht durchgesetzt, dass Ort und Geschichte nicht weniger als Zeit und Geschichte zusammengehören, dass der Anspruch auf den Ort nur vermittels eines Anspruchs auf seine Geschichte erfolgen kann und das der Geschichtsschreibung Israels eine Geschichtsschreibung der Palästinenser entgegengesetzt werden muss, begannen nach der Niederlage von 1967 Einzelne, in den Siebzigern zunächst zögernd, doch in den Achtzigern zunehmend und in den Neunzigern geradezu systmatisch, ihre Lebenserinnerungen aufzuzeichnen.