Die geheime Grotte von Garda
Die Chefinspektorin Edwina Teufel befindet sich immer noch in ihrem selbstgewählten Sabbatical am Gardasee. Eigentlich wollte sie dort nur die Seele baumeln lassen, doch ihr läuft nicht nur ein Hund über den Weg, sondern auch Peppe. Sie nimmt sich seiner an und macht sich gleichzeitig auf die Suche nach seiner Mamma. Als sie dann auch noch von einer Tragödie auf einem Weingut erfährt, kann sie das Ermitteln einfach nicht lassen.
Dies ist der zweite Teil mit Edwina Teufel, der am Gardasee spielt. Edwina ist wieder ganz in ihrem Element und kann ihre Ermittlerinstinkte einfach nicht abschalten. Bei der Suche nach Peppes Mutter bittet sie Commissario Alceste um Hilfe. Doch dieser ist selbst noch anderweitig beschäftigt.
Edwina wird nicht umsonst Zornnatter genannt, obwohl sie ihre Gefühle diesmal besser im Zaum halten kann. Sie ist sympathisch, eigenwillig und lässt sich nicht verbiegen. Genau das macht sie für mich zu einer besonderen Protagonistin.
Der Krimi verbindet interessante Ermittlungen mit einer wunderschönen Kulisse. Die bildhaften Beschreibungen des Gardasees und der Umgebung machen direkt Lust darauf, selbst loszufahren und die Gegend zu erkunden. Bis zum Ende bleibt die Geschichte spannend und der Ausgang war für mich nicht vorhersehbar.
Fazit: Ein interessanter Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin, spannenden Entwicklungen und viel Gardaseeflair. Die bildhafte Kulisse weckt direkt die Reiselust und das Ende konnte mich überraschen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5
Helgas Bücherparadies
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Kommentare
Die geheime Grotte von Garda
Il dolce far niente? Nicht für Edwina Teufel, die Verbrechen am Gardasee geradezu anzieht.Arrivederci Entspannung. Ciao bellissimo Lago di Garda!?
Nach der erfolgreichen Aufklärung eines Mordfalles in Sirmione möchte Edwina Teufel, Chefinspektorin aus Wien, nun endlich die Seele am Gardasee baumeln lassen, sogar in das Wutbuch, das ihr die Psychologin ob ihrer Zornausbrüche aufgedrängt hatte, schreibt sie nun regelmäßig(er). Ein Bootsauflug nach Garda könnte der Entspannung zuträglich sein. Ein wohlverdientes Eis und ein Einkaufsbummel, anschließend eine Verabre¬dung mit Freunden auf einem naheliegenden Weingut Cà della Ginevra. Klingt herrlich, oder?
Bevor Edwina jedoch in diesen Genuss kommt, läuft ihr ein Hund über den Weg und gleich darauf wird sie Zeugin einer seltsamen Szene: Ein Junge, so etwa acht Jahre alt, wird von einer großen Gestalt bedroht, die Edwina im Dunkeln eines Durchgangs nicht genau erkennen kann. Aber sie kann helfen. Der Junge weigert sich allerdings, mit ihr zu sprechen, nur seinen Namen verrät er ihr: Peppe Rocco.
Out of office?
Wenn man wie die Jungfrau nicht nur zum Kinde, sondern auch zum Hund kommt, wird klar: Der gemütliche Tag in Garda, der war einmal. Commissario Adriano Alceste soll sich zumindest um den menschlichen Findling kümmern. Der Commissario steckt in den Ermittlungen zu einem versuchten Mordfall, der ausgerechnet mit jenem Weingut zusammenhängt, das Edwina mit ihren Freunden besuchen wollte, und auch Peppe Rocco scheint mehr über dieses Anwesen zu wissen, als er verrät. Bei all diesen Zufällen kann Chefinspektorin Edwina Teufel gar nicht anders, als der Polizia ermittlerisch zur Hand zu gehen; ob sich diese darüber freut, ist da nebensächlich. Denn an rätselhafte Zusammenhänge glaubt Edwina nicht und auch die Zeichnung von Peppes „geheimer Grotte“ geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.
(Ent-)spannung zwischen Rebstöcken
Isabella Archan nimmt uns wieder an den Gardasee, diesmal in und um das Städtchen Garda. Doch auch bei diesem zweiten gemeinsamen Trip kommt Edwina Teufel einfach nicht dazu, bei einem Gläschen Vino die Beine in den See baumeln zu lassen – und das, obwohl wir uns ständig auf einem Weingut herumtreiben. Stattdessen geht’s mit einem angemieteten Moped in den Weinbergen Gardas auf die Suche nach Verbrecher*innen und vermissten Elternteilen. Natürlich gönnt Isabella Archan ihrer Ermittlerin und uns auch Abstecher zu den Sehenswürdigkeiten rund um Garda. Und unter uns: Wenn du dir bei der Lektüre ein Glas Wein einschenkst und die Zehen in den Lago oder ins eigene Plantschbecken steckst, verraten wir Edwina natürlich nichts.
HAYMON TASCHENBUCH
Dieses Buch gehört zu der Reihe
»HAYMON TASCHENBUCH« und umfasst derzeit etwa 238 Bände.