Die Regenschwimmerin
Judith ist enttäuscht von ihrem Mann und reist nach Schweden, an einen Ort, an dem sie schon als Kind ihre Ferien verbracht hat. Auch Evi ist auf die Insel zurückgekehrt. Vor langer Zeit haben sich die beiden auf dem Krebsfest zerstritten und seitdem keinen Weg mehr zueinander gefunden. Doch vergessen haben sie sich nie. Evi ist Künstlerin, doch seit einiger Zeit sind ihre Hände taub. Marga lebt als ältere Frau zurückgezogen im Wald und schwimmt sogar bei Regen.
Hier stehen drei ganz unterschiedliche Frauen im Mittelpunkt, die alle mit ihrem eigenen Schicksal zu kämpfen haben. Judith und Evi haben sich entzweit. Beide haben ihre ganz persönlichen Probleme, während Marga die Einsamkeit für sich gewählt hat. Ich konnte gut nachvollziehen, warum sie sich aus dem Leben zurückgezogen hat. Ein schwerer Schicksalsschlag hat sie aus der Bahn geworfen und ihr Leben nachhaltig verändert.
Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin die unterschiedlichen Charaktere und ihre Lebenssituationen. Dabei entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die mich von Anfang an angesprochen hat. Besonders die Szenen mit Marga, wenn sie bei Regen schwimmt, sind mir im Gedächtnis geblieben.
Fazit: Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Besonders gefallen hat mir, wie unterschiedlich die drei Frauen mit ihren Schicksalen umgehen und wie sich ihre Geschichten nach und nach entfalten. Vor allem Marga hat es mir angetan. Ihre Geschichte hat mich berührt und noch lange beschäftigt.
Bisher kenne ich die Autorin vor allem von ihren Krimis und muss sagen, dass ihr auch das Schreiben von Romanen ausgezeichnet liegt. Ihr Schreibstil ist fesselnd und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Seiten flogen für mich nur so dahin.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
Helgas Bücherparadies
Bloggerin bei LeseHitsHelgas Bücherparadies
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Die Regenschwimmerin
Es ist nie zu spät, dem eigenen Herzen zu folgen.
Judith fährt spontan von Hamburg nach Schweden, zurück zum Sehnsuchtsort ihrer Kindheit, auf eine Insel bei Stockholm. Ihr Mann hat sie nach fast zwanzig Jahren Ehe verlassen. Sie hofft, in dem kleinen roten Gästehaus zur Ruhe zu kommen und ihr Leben neu zu ordnen. Doch die vertraute Umgebung weckt nicht nur Nostalgie, sondern auch schmerzhafte Erinnerungen an ihre einst beste Freundin, deren Freundschaft in einer verhängnisvollen Nacht des Krebsfestes jäh zerbrach.
Doch auch Evi ist auf die Insel zurückgekehrt. Die mittlerweile bekannte Künstlerin kämpft mit einer Taubheit in ihren Händen, ein Umstand, der ihre Existenz bedroht. Als Judith und Evi sich wiedersehen, brechen alte Wunden auf.
Immer dann, wenn der Regen auf das Wasser prasselt, zieht Marga ihre Bahnen. Die alte Dame schwimmt bei Wind und Wetter, angetrieben von einem schweren Schicksalsschlag, der sie lehrte, dass Aufgeben keine Option ist. Sie erzählt Judith und Evi von ihrem Traum: Sie möchte noch einmal in ihrem Leben die Nordlichter in ihrer vollen Pracht sehen. Margas unerschütterliche Kraft zeigt den Frauen, dass es sich lohnt, für die eigenen Träume und um ihre Freundschaft zu kämpfen – egal, wie stürmisch die Zeiten sind.
Als Hörbuchsprecherin weiß Tessa Mittelstaedt Temperamente und Stimmungen von nordisch-kühl bis herzlich gekonnt auszudrücken.