Helgas Bücherparadies

Die Schwarzgeherin

28.12.2025 – 07:38 Uhr
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In einem abgelegenen Tal in Tirol lebt Theres, die seit ihrer Kindheit Leopold versprochen ist. Als der unbekannte Xaver ins Dorf kommt, verliebt sie sich in ihn. Nachdem er spurlos verschwand, stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. Aus dem Dorf verstoßen, zieht sie sich in eine Berghütte zurück und lebt dort mit ihrer Tochter Maria. Maria fühlt sich als Erwachsene sehr einsam und wünscht sich, ins Dorf zurückzukehren, was jedoch auch Risiken mit sich bringt.

Die Handlung spielt in Tirol gegen Ende des 19. Jahrhunderts und wird in unterschiedlichen Erzählsträngen erzählt. Im Mittelpunkt steht Theres, deren Lebensgeschichte vom Kindheitsalter bis zu ihrem Erwachsensein (38 Jahre) erzählt wird. Ihr unbändiger Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit treibt sie voran. Sie wird zur Heilerin und unterstützt Kranke und Leidende, doch jedes Mal, wenn jemand stirbt, muss sie einen hohen Preis dafür zahlen. Parallel dazu wird von Maria, der Tochter von Theres, erzählt. Ihre Kindheit und Jugend sind geprägt von Einsamkeit. Sie möchte den Bergen den Rücken kehren, sehr zum Missfallen ihrer Mutter.

Was diesen Roman besonders macht, ist die lebendige, ausdrucksstarke Sprache der Autorin, die Missgunst, Neid, Entbehrungen und Hunger ebenso erfahrbar macht wie das Streben nach Freiheit. Die düstere Stimmung spiegelt die Härte jener Zeit wider und lässt eine große Tragödie deutlich werden.

Fazit: Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Die Beschreibungen der Tiroler Berge, der Kälte des Winters, aber auch die Leidenschaft und der Ernst des Lebens der Menschen tragen maßgeblich zur bedrückenden Intensität bei. Das Buch hinterlässt bei mir einen bleibenden Eindruck, an den ich mich noch lange erinnern werde.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐


Gesamtbewertung: 5/5
Cover: 5/5
Handlung: 5/5
Spannung: 5/5
Schreibstil: 5/5
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Klappentext

Die Schwarzgeherin

Historische Romane von Regina Denk
Cover: Die Schwarzgeherin

In einer Welt, in der die Freiheit den Männern gehört, nimmt sich eine Frau, was ihr zusteht.

Hochspannend und sehr atmosphärisch erzählt der Roman Die Schwarzgeherin vom Leben in einem abgeschiedenen Dorf: Eine junge Frau widersetzt sich der patriarchalen Ordnung und verlässt den Schutz der Gemeinschaft, um wirklich frei zu sein.

Ein abgelegenes Tal in den Tiroler Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts. Das entbehrungsreiche Leben in ihrem von Aufklärung und Fortschritt vergessenen Dorf hat die 18-jährige Theres hart werden lassen – aber auch mutig, stolz und stark.

Als der mysteriöse Xaver im Tal auftaucht, verliebt sich Theres in den Fremden, den alle anderen bald für einen Wilddieb halten. In einer Gewitternacht wollen die Bauern dem Wilderer eine Falle stellen, doch der Vermummte entkommt schwer verletzt. Am nächsten Tag ist auch Xaver spurlos verschwunden. Außer sich verkündet Theres, Xavers Kind unter dem Herzen zu tragen, und flüchtet in die wilde Einsamkeit der Hochalpen. Dort will sie ihre uneheliche Tochter in Freiheit großziehen und von dem leben, was ihr die Berge schenken.

Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter Maria in den Hochalpen mit Blick auf ihre Heimat, die sie verstoßen hat, aber auch nicht loslässt. 

Maria kann Theres´ unbändigen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmtheit nicht teilen. Und so will das Kind als erwachsene Frau genau das, was Theres zurückgelassen hat und bringt so beide in tödliche Gefahr ...

Spannende populäre Literatur mit sprachlicher Raffinesse, psychologischem Tiefgang und starken Frauenfiguren

Mit ihrer eindringlichen, bildhaften und authentischen Sprache lässt Regina Denk einen Film vor dem inneren Auge ihrer Leser*innen vorbeiziehen. Wer Romane wie »Ein ganzes Leben« oder »Das finstere Tal« gern gelesen oder die Kinofilme geliebt hat, wird sich von Die Schwarzgeherin bestens unterhalten fühlen.

"Regina Denk entführt mit ihrer schönen Sprache in eine raue und harte Berglandschaft, lässt uns durch frisch gefallenen Schnee stapfen und  hält einen gemütlichen Platz am Ofen frei, in dem schon das Feuer knistert. Ein Buch zum Durchschnaufen und dabei so fesselnd, dass man immer wieder die Luft anhalten will. Kurzum eines, das man nicht mehr aus der Hand legen kann."  Martina Bogdahn, Autorin

"Eine zeitlose Heldin, deren kompromisslose Grenzüberschreitungen an historische Outlaws erinnern – aber das Beste an der Geschichte ist eben, dass diese Figur eine Frau ist.“ Anika Landsteiner, Autorin

"Ein kluges, soghaftes, vielschichtiges Buch, großartig recherchiert und mit einer Heldin, der wir ohne mit der Wimper zu zucken auch in düsterste Schluchten folgen." Maria-Christina Piwowarski, Herausgeberin, Podcasterin

"Regina Denk schreibt mitreißend über eine Zeit, in der Frauen oft kaum eine Wahl hatten. Spannend komponiert, starke Geschichte!" emotion

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