Ein Sonntagskind
Ein Sonntagskind - Wie ein Sohn die schockierende Vergangenheit seines Vaters als Soldat im Zweiten Weltkrieg entdeckt
Nach dem Tod eines linksliberalen Philosophieprofessors finden sich dessen Landser-Briefe aus der Kriegszeit. Sein Sohn begegnet darin einem Menschen, den er nicht kennt - der Schock ist groĂ.
Im Winter 1944/45 drĂ€ngt Konrads Nazi-skeptischer Vater ihn, freiwillig Reserveoffizier bei der Wehrmacht zu werden, um ihn vor den Werbern der SS zu retten. Kurz darauf rĂ€t er ihm sogar zur Fahnenflucht. Hitlerjunge Konrad graut es zwar vor KampfeinsĂ€tzen, zugleich ist er aber ĂŒber den mangelnden Patriotismus des Vaters entsetzt und ĂŒberlegt ernsthaft, ihn anzuzeigen. Durch ZufĂ€lle wird der Feigling zum Kriegshelden und erhĂ€lt sogar das Eiserne Kreuz Erster Klasse.
Nach Kriegsende wird der vorher verachtete Vater zum Leitstern. Konrad schĂ€mt sich fĂŒr seine Taten und verschweigt sie hartnĂ€ckig, auch als er Philosophiedozent mit Schwerpunkt Ethik wird. In Frankfurt gerĂ€t er ins linke Milieu und mitten in die Studentenbewegung. Als die Stasi kompromittierende Informationen ĂŒber ihn erhĂ€lt, wird es brenzlig. Doch Konrad gelingt es, sich zu retten. Erst sein Sohn wird spĂ€ter die prahlenden Jugendbriefe finden - und darin einen Menschen, den er nicht kennt und dessen wahre IdentitĂ€t er rekonstruieren will.
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| Veröffentlichung: | 17.08.2015 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21,9 cm / B 14,6 cm / 776 g |
| Seiten | 592 |
| Art des Mediums | Buch [Gebundenes Buch] |
| Preis DE | EUR 24.99 |
| Preis AT | EUR 25.70 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-869-71107-2 |
| ISBN-10 | 3869711078 |
Ăber den Autor
Jan Koneffke, geboren 1960 in Darmstadt, studierte und arbeitete ab 1981 in Berlin. Nach seinem Villa-Massimo-Stipendium 1995 lebte er fĂŒr weitere sieben Jahre in Rom und pendelt heute zwischen Wien, Bukarest und dem Karpatenort MÄneciu. Koneffke schreibt Romane, Lyrik, KinderbĂŒcher, Essays und ĂŒbersetzt aus dem Italienischen und RumĂ€nischen. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt dem Uwe-Johnson-Preis 2016. Zuletzt erschienen bei Galiani Ein Sonntagskind (2015), 2020 sein von der Presse gefeiertes ErzĂ€hlkunststĂŒck Die Tsantsa-Memoiren.Diesen Artikel teilen
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