Cover: Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
Emma Southon
Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
ISBN: 978-3-746-64277-2
495 Seiten | € 16.00
Buch
Erscheinungsdatum:
14.07.2026
Sonstiges
Emma Southon

Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen

4.00/5.00 bei 1 Reviews

Das Römische Reich endlich aus weiblicher Sicht! 

Lasst uns das Drehbuch des Römischen Reiches zerreißen: Genug von Brüdermördern, Frauenräubern und Kriegsspektakel! Die Geschichte Roms ist so viel mehr: Mit Emma Southon entdecken wir, wie die Sexarbeiterin Hispala Faecenia eine Verschwörung aufdeckt, wir lernen die klügste Geschäftsfrau von Pompeji kennen, während wir die wunderbare Aussicht auf den Vesuv genießen (was kann da schon schiefgehen?!). Und wir begleiten Septimia Zenobia, die – nachdem sie mit ansehen musste, wie inkompetente, psychopathische und inkompetent-psychopathische Kaiser das Imperium fast zerstörten – das einzig Logische tut: Sie erklärt sich selbst zur Kaiserin ... Southon folgt 21 Frauen in Krieg, verbotener Liebe und Naturkatastrophen (sowie der einen oder anderen bacchantischen Orgie) und zeigt uns ein neues Gesicht des Reiches, das wir so gut zu kennen glaubten. 

»Dieses Buch verdient einen Platz in den Regalen der Bibliotheken, um die patriarchalischen Sachbuchsammlungen auszugleichen. Wir brauchen mehr Geschichtsschreibungen wie diese.« Booklist 

»Wo war Emma Southon, als ich römische Geschichte studierte?« Laura Shepperson


Verlag:
Aufbau TB

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Postleitzahl
Original Titel A History of the Roman Empire in 21 Women
Veröffentlichung: 14.07.2026
Höhe/Breite/Gewicht H 20,5 cm / B 13,3 cm / 492 g
Seiten 495
Art des Mediums Buch
Preis DE EUR 16.00
Preis AT EUR 16.50
Auflage 1. Auflage
ISBN-13 978-3-746-64277-2
ISBN-10 3746642779
EAN/ISBN

Über die Autorin

Emma Southon promovierte in Alter Geschichte, gab aber nach einigen Jahren als Dozentin für Antike und Mittelalterliche Geschichte die akademische Welt auf und begann, zu ihrem eigenen Vergnügen zu schreiben. Sie ist Co-Host des Podcasts »History Is Sexy« und Autorin von »Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen«. 

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1 Kommentar zu diesem Buch

4/5 30.09.2026 - 21:11 Uhr

Frauen der römischen Antike erhalten eine Stimme

Frauen hatten im antiken Rom einen eher sehr nachgeordneten Stand, vor allem auch in Regierungs- und Adelskreisen. Emma Southon hat es sich mit diesem Buch der Aufgabe gestellt, auch ihnen eine Stimme zu geben, und die ist gar nicht so leise.

Wie Rom beginnt die Autorin mit dessen Gründung, also dem Jahr 753 vor Christus, als es, den Spruch kennen wahrscheinlich die meisten, aus dem Ei kroch. Der Legende nach wurde Rom von Romulus gegründet. Um seine neue Stadt zu füllen, sammelte er alle möglichen Männer ein, die sonst nirgends einen Platz hatten. Was dann noch fehlte, waren Frauen, und da bediente man sich am besten auch aus der Umgebung, nämlich bei den Sabinern, und da die Sabinerinnen, oder deren Eltern, offenbar nicht so recht wollten, raubte man sie eben.

Wer sich nun wundert, in welchem flapsigen Ton ich diese Rezension schreibe, dem kann ich sagen, dass ich mich da ein wenig nach dem Erzählton der Autorin richte. Ehrlich gesagt hat mich deren flapsiger Ton zunächst sehr gestört, von einem guten wissenschaftlich fundierten Sachbuch hatte ich andere Erwartungen. Dann habe ich mich aber doch ziemlich schnell daran gewöhnt, und musste schließlich öfter schmunzeln über das, was ich da gelesen habe.

Römische Frauen kommen in der Geschichtsschreibung nicht so oft vor wie die römischen Männer, sie sollten sich auch eher zurückhalten, heiraten, den Haushalt führen und Kinder bekommen, auch hier ist das natürlich vor allem auf die oberen Kreise bezogen. Dennoch erfährt man aus verschiedenen Dokumenten doch einiges aus dem Leben römischer Frauen, und die eine oder andere wird auch namentlich erwähnt. Vielleicht gab es nicht alle in diesem Buch vertretenen Frauen wirklich, vielleicht hieß die eine oder andere auch anders, wie zum Beispiel jene, deren Ehemann sie in der Inschrift ihres großen marmornen Grabmals überschwänglich lobte. Andere Frauen sind historisch verbürgt, wie zum Beispiel Iulia, einziges leibliches Kind des Kaisers Augustus.

Besonders interessant wird es, jedenfalls für mich, etwas weiter hinten im Buch, besonders angetan hat es mir Iulia Felix, die in Pompeji eine Art Wellnesscenter für die einfacheren Bürger:innen unterhielt und recht wohlhabend gewesen sein muss. Der Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus hat es möglich gemacht, dass einiges davon erhalten blieb und wir heute davon wissen.

Emma Southon bleibt auch nicht in Rom oder Italien sondern erschließt uns das gesamte römische Reich, wir lernen unter anderem auch Frauen aus dem heutigen Großbritannien kennen, den Namen Boudicca haben wahrscheinlich die meisten schon einmal gehört. Beendet wird die Frauenriege mit Gallia Placidia, die von 390 bis 450 nach Christus lebte, und die die Autorin die letzte Römerin nennt. Rom selbst spielte da schon eine eher ungeordnete Rolle. 476 nach Christus stürzte dann der letzte weströmische Kaiser. Am Ende wird also eine Zeit von um die 1.200 Jahren abgedeckt, in der sich viel verändert hat.

Denn mit dem Leben der aufgeführten Frauen erfährt man natürlich auch viel über die Geschichte Roms, dafür hat die Autorin schon mit ihrer Auswahl gesorgt. Manches wusste ich bereits, einiges aber auch nicht, vor allem waren mir viele der Frauen nicht bekannt, und sie nicht kennen gelernt zu haben, wäre schade gewesen. Manche der Frauen haben tatsächlich auf ihre Weise in die Geschichte Einfluss genommen, wenn es vielleicht auch oft „nur“ der Einfluss über Mann, Sohn oder andere Verwandte war. Manche haben sich untergeordnet, andere leiden müssen. Ein paar haben rebelliert oder sich geopfert. Über einige von ihnen könnte man Romane schreiben. Am Ende habe ich interessante Frauen kennen gelernt und einiges über die römische Geschichte erfahren.

Im Anhang gibt es Anmerkungen, Erläuterungen, Quellen und ein Sach- und Personenregister. Emma Southon ist studierte Historikerin, und ich werde nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halten, den schließlich habe ich dasBuch sehr gerne gelesen und möchte es allen Interessierten ans Herz legen.

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