Cover: Henri Dutilleux
Siglind Bruhn
Henri Dutilleux
- Jede Note auf der Goldwaage gewogen
ISBN: 978-3-938-09522-5
254 Seiten | € 30.00
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
01.11.2016
Sonstiges
Siglind Bruhn

Henri Dutilleux

Jede Note auf der Goldwaage gewogen

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Henri Dutilleux (1916-2013) ist zusammen mit Olivier Messiaen und Pierre Boulez einer der drei großen französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Geburtsjahr fällt zwischen die der beiden Landsleute: Messiaen war 8 Jahre älter, Boulez 9 Jahre jünger als Dutilleux. Beide schätzte er, keinem schloss er sich an. Weder Messiaens religiös bestimmte Thematik und auf eigenen Modi basierende Tonsprache noch Boulez’ radikaler Serialismus entsprachen seinem ästhetischen Empfinden.
Eine deutschsprachige Gesamtdarstellung zum Œuvre dieses bedeutenden Komponisten fehlte bisher. Diese Lücke möchte das vorliegende Buch schließen. Jedes der Werke, von denen Dutilleux sich nicht später distanzierte, indem er sie als unreife Jugendwerke oder Gelegenheitsarbeiten einstufte, wird hier mit seinem Entstehungskontext eingeführt, im Blick auf eventuelle außermusikalische Einflüsse, besonders aus Literatur und bildender Kunst, beleuchtet und hinsichtlich Struktur, Thematik und Tonsprache analysiert. Die Anordnung der Kapitel folgt der Chronologie der Fertigstellung. Sie überspannt einen Zeitraum von 66 Jahren.

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Postleitzahl
Veröffentlichung:01.11.2016
Höhe/Breite/GewichtH 21 cm / B 14,8 cm / 385 g
Seiten254
Art des MediumsBuch [Taschenbuch]
Preis DEEUR 30.00
Preis ATEUR 30.90
Auflage1. Auflage
ISBN-13978-3-938-09522-5
ISBN-103938095229
EAN/ISBN

Über den Autor

Siglind Bruhn, geb. 1951 in Hamburg, studierte Klavier (Staatsexamen Musikhochschule Stuttgart, Meisterklasse Wladimir Horbowski) sowie Romanistik, vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie (Magister Artium, Universität München), bevor sie 1985 in Wien in Musikanalytik / Musikwissenschaft promovierte. Nach zehnjähriger Lehrtätigkeit zunächst in Deutschland, dann an der Universität Hong Kong arbeitet sie seit 1993 in Ann Arbor, U.S.A., als Research Associate am Geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität von Michigan. Ab 2005 ist sie ans Institut d'esthétique des arts contemporains der Sorbonne verpflichtet.
Bruhns Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere in deren Beziehung zu Literatur, bildender Kunst, Religion und Philosophie. Unter ihren dreizehn Buchmonografien finden sich Studien zur musikalischen Darstellung psychologischer Wirklichkeit in Alban Bergs Wozzeck, zu Bildern und Ideen in der Klaviermusik Debussys und Ravels, zur Darstellung religiöser Inhalte in Messiaens Vingt regards sur l’Enfant-Jésus, zu Hindemiths Oper Mathis der Maler als geistiges Zeugnis, zu sinfonischen Reflexionen über Gemälde, Gedichte und Dramen, zu Hindemiths zweifacher Auslegung von Rilkes Marienleben und zum Phänomen der Heiligen auf der Opernbühne. Bruhn publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien, hat fünf Aufsatzsammlungen als Mitautorin und Herausgeberin betreut und ist (mit Magnar Breivik) Editorin der bei Pendragon Press in New York erscheinenden Buchreihe “Interplay: Music in Interdisciplinary Dialogue.” 2001 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. (Weitere Informationen unter www.umich.edu/~siglind.)

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