Cover: Olivier Messiaen, Troubadour
Siglind Bruhn
Olivier Messiaen, Troubadour
- Liebesverständnis und musikalische Symbolik in Poèmes pour Mi, Chants de terre et de ciel, Trois petites Liturgies, Harawi, Turangalîla-Sinfonie und Cinq Rechants
ISBN: 978-3-938-09507-2
322 Seiten | € 33.90
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
01.10.2007
Sonstiges
Siglind Bruhn

Olivier Messiaen, Troubadour

Liebesverständnis und musikalische Symbolik in Poèmes pour Mi, Chants de terre et de ciel, Trois petites Liturgies, Harawi, Turangalîla-Sinfonie und Cinq Rechants


Olivier Messiaens künstlerisches Suchen kreiste wesentlich um die “Farben” und Rhythmen der Musik; in ihnen glaubte er seine Gedanken über die Zeit, seine Liebe zu Gott und seine Begeisterung für den Vogelgesang am besten vermitteln zu können. Ein weiteres Thema, das ihn beschäftigte, ist die schicksalhafte Liebe und ihre Beziehung zum Tod einerseits und zur Gottesliebe andererseits. In den Jahren 1936-1948 komponierte Messiaen fünf Zyklen von Vokalmusik auf eigene Texte sowie die Turangalîla-Sinfonie, das monumentale Kernstück seiner “Tristan-Trilogie”.
Dieses Buch bietet eine eingehende Analyse und Interpretation der sechs Werke über die Liebe, unter besonderer Berücksichtigung ihres ungewöhnlichen Reichtums an sprachlichen, klanglichen und visuellen Farben und Bildern. Der Zauber des Regenbogens, die Magie exotischer Laute, die Fantastik surrealistischer Darstellungen und die großartige Unabwendbarkeit des Schicksals in Mythen verschiedener Zeiten und Kulturen prägen Messiaens Texte ebenso wie seine eigenwillige, höchst symbolträchtige Musiksprache und schlagen immer wieder den Bogen zwischen dieser und einer anderen Welt.

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Postleitzahl
Veröffentlichung:01.10.2007
Höhe/Breite/GewichtH 21 cm / B 14,8 cm / 432 g
Seiten322
Art des MediumsBuch [Taschenbuch]
Preis DEEUR 33.90
Preis ATEUR 34.90
ISBN-13978-3-938-09507-2
ISBN-103938095075
EAN/ISBN

Über den Autor

Siglind Bruhn, geb. 1951 in Hamburg, studierte Klavier (Staatsexamen Musikhochschule Stuttgart, Meisterklasse Wladimir Horbowski) sowie Romanistik, vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie (Magister Artium, Universität München), bevor sie 1985 in Wien in Musikanalytik / Musikwissenschaft promovierte. Nach zehnjähriger Lehrtätigkeit zunächst in Deutschland, dann an der Universität Hong Kong arbeitet sie seit 1993 in Ann Arbor, U.S.A., als Research Associate am Geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität von Michigan. Ab 2005 ist sie ans Institut d'esthétique des arts contemporains der Sorbonne verpflichtet.
Bruhns Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere in deren Beziehung zu Literatur, bildender Kunst, Religion und Philosophie. Unter ihren dreizehn Buchmonografien finden sich Studien zur musikalischen Darstellung psychologischer Wirklichkeit in Alban Bergs Wozzeck, zu Bildern und Ideen in der Klaviermusik Debussys und Ravels, zur Darstellung religiöser Inhalte in Messiaens Vingt regards sur l’Enfant-Jésus, zu Hindemiths Oper Mathis der Maler als geistiges Zeugnis, zu sinfonischen Reflexionen über Gemälde, Gedichte und Dramen, zu Hindemiths zweifacher Auslegung von Rilkes Marienleben und zum Phänomen der Heiligen auf der Opernbühne. Bruhn publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien, hat fünf Aufsatzsammlungen als Mitautorin und Herausgeberin betreut und ist (mit Magnar Breivik) Editorin der bei Pendragon Press in New York erscheinenden Buchreihe “Interplay: Music in Interdisciplinary Dialogue.” 2001 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. (Weitere Informationen unter www.umich.edu/~siglind.)

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