
Siglind Bruhn
Hindemiths große Vokalwerke
- Hindemith-Trilogie. Band II
ISBN: 978-3-938-09514-0
316 Seiten | € 32.00
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
01.10.2010
Sonstiges
Siglind Bruhn
Hindemiths große Vokalwerke
Hindemith-Trilogie. Band II
Der zweite Band der Buchtrilogie zum Werk Paul Hindemiths ist seinen großen Vokalwerken gewidmet. Das Spektrum reicht von intimen Klavierliedern über a cappella-Chorwerke bis hin zu Orchesterkantaten und Oratorien. Einen Schwerpunkt der Untersuchung bilden die beiden im Abstand von 25 Jahren entstandenen Vertonungen von Rilkes Marien-Leben, an denen sich Hindemiths in verschiedenen Lebensphasen ganz unterschiedliche Auffassung der dichterischen Vorlage und seine Wandlung von einer jugendlich-provozierenden zu einer eher konventionellen Interpretation religiöser Bilder und Symbole aufzeigen lässt.
Eingehende Analysen des Textes (Gottfried Benn) und der Musik im weltlichen Oratorium Das Unaufhörliche machen im Detail nachvollziehbar, wie Hindemith die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Sinnlosigkeitsverdacht musikalisch darstellt. Ein ähnliches Ringen bestimmt auch sein säkulares Requiem nach Walt Whitmans Elegie zur Ermordung Abraham Lincolns.
Das Thema von Vergänglickeit und Sinnlosigkeitserfahrung behandelt Hindemith auch in den frühen Liedzyklen Des Todes Tod (Eduard Reinacher) und Die junge Magd (Georg Trakl), in der im Auftrag der Unesco komponierten Kantate Ite, angeli veloces auf einen Text von Paul Claudel sowie in zwei zu Unrecht vernachlässigten Werken: dem auf einem anonymen lateinischen Hymnus zum Jüngsten Tag basierenden Apparebit repentina dies für Chor und Blechbläser und den zwölf weltlichen Madrigalen für fünfstimmigen Kammerchor nach Gedichten von Josef Weinheber.
Eingehende Analysen des Textes (Gottfried Benn) und der Musik im weltlichen Oratorium Das Unaufhörliche machen im Detail nachvollziehbar, wie Hindemith die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Sinnlosigkeitsverdacht musikalisch darstellt. Ein ähnliches Ringen bestimmt auch sein säkulares Requiem nach Walt Whitmans Elegie zur Ermordung Abraham Lincolns.
Das Thema von Vergänglickeit und Sinnlosigkeitserfahrung behandelt Hindemith auch in den frühen Liedzyklen Des Todes Tod (Eduard Reinacher) und Die junge Magd (Georg Trakl), in der im Auftrag der Unesco komponierten Kantate Ite, angeli veloces auf einen Text von Paul Claudel sowie in zwei zu Unrecht vernachlässigten Werken: dem auf einem anonymen lateinischen Hymnus zum Jüngsten Tag basierenden Apparebit repentina dies für Chor und Blechbläser und den zwölf weltlichen Madrigalen für fünfstimmigen Kammerchor nach Gedichten von Josef Weinheber.
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| Veröffentlichung: | 01.10.2010 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 14,8 cm / 423 g |
| Seiten | 316 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 32.00 |
| Preis AT | EUR 32.90 |
| ISBN-13 | 978-3-938-09514-0 |
| ISBN-10 | 3938095148 |
Über den Autor
Siglind Bruhn, geb. 1951 in Hamburg, studierte Klavier (Staatsexamen Musikhochschule Stuttgart, Meisterklasse Wladimir Horbowski) sowie Romanistik, vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie (Magister Artium, Universität München), bevor sie 1985 in Wien in Musikanalytik / Musikwissenschaft promovierte. Nach zehnjähriger Lehrtätigkeit zunächst in Deutschland, dann an der Universität Hong Kong arbeitet sie seit 1993 in Ann Arbor, U.S.A., als Research Associate am Geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität von Michigan. Ab 2005 ist sie ans Institut d'esthétique des arts contemporains der Sorbonne verpflichtet.Bruhns Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere in deren Beziehung zu Literatur, bildender Kunst, Religion und Philosophie. Unter ihren dreizehn Buchmonografien finden sich Studien zur musikalischen Darstellung psychologischer Wirklichkeit in Alban Bergs Wozzeck, zu Bildern und Ideen in der Klaviermusik Debussys und Ravels, zur Darstellung religiöser Inhalte in Messiaens Vingt regards sur l’Enfant-Jésus, zu Hindemiths Oper Mathis der Maler als geistiges Zeugnis, zu sinfonischen Reflexionen über Gemälde, Gedichte und Dramen, zu Hindemiths zweifacher Auslegung von Rilkes Marienleben und zum Phänomen der Heiligen auf der Opernbühne. Bruhn publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien, hat fünf Aufsatzsammlungen als Mitautorin und Herausgeberin betreut und ist (mit Magnar Breivik) Editorin der bei Pendragon Press in New York erscheinenden Buchreihe “Interplay: Music in Interdisciplinary Dialogue.” 2001 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. (Weitere Informationen unter www.umich.edu/~siglind.)
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