
Siglind Bruhn
Messiaens musikalische Sprache des Glaubens
- Theologische Symbolik in den Klavierzyklen Visions de l’Amen und Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus
ISBN: 978-3-938-09504-1
330 Seiten | € 34.75
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
15.06.2006
Sonstiges
Siglind Bruhn
Messiaens musikalische Sprache des Glaubens
Theologische Symbolik in den Klavierzyklen Visions de l’Amen und Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus
Olivier Messiaen bezeichnete sich selbst in seinen Interviews immer wieder als “Komponist, Organist, Rhythmiker, Ornithologe und Theologe”. Alle Interpreten stimmen darin überein, dass sein Leben und seine Werke von einer tiefen Gläubigkeit geprägt sind. Dieses Buch spürt der Umsetzung seines Glaubens in die musikalische Sprache nach. Im Zentrum steht eine hermeneutische Analyse zweier geistlich inspirierter Instrumentalwerke, der "Visions de l’Amen" für zwei Klaviere von 1943 und der "Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus" für Klavier solo von 1944. Vorbereitend werden Messiaens religiöses Umfeld (der Einfluss des renouveau catholique, des Vaters Pierre Messiaen und des Mentors Charles Tournemire) sowie die als Bedeutungsträger des Unaussprechlichen eingesetzten Komponenten seines sehr persönlichen musikalischen Vokabulars erörtert.
Die Untersuchungen der beiden Zyklen beginnen jeweils mit einer Einführung in die als Inspirationsquelle dienende literarische Vorlage. Die ausführlichen Einzelanalysen erschließen die außerordentliche Spannweite und den gedanklichen Reichtum von Messiaens Musik, indem sie eine detaillierte Darstellung des thematischen Materials, seiner Struktur und seiner Funktion im Gesamt des Werkes mit einer Interpretation der von Messiaen verwendeten Bilder und Texte verbinden.
Das vorliegende Buch ist der erste Band einer Trilogie zum Schaffen Messiaens, der im Zusammenhang eines am Institut d’esthétique des arts contemporains der Pariser Sorbonne durchgeführten Forschungsprojektes entsteht. Der zweite Band behandelt die der tragischen menschlichen Liebe gewidmeten Werke der Jahre 1936-1948; im Mittelpunkt des dritten Bandes stehen drei Werke der Spätzeit – das Oratorium La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ, das Orgelwerk Méditations sur le mystère de la Sainte Trinité und die Oper Saint François d’Assise – in denen Messiaen Themen thomistischer Theologie reflektiert.
Die Untersuchungen der beiden Zyklen beginnen jeweils mit einer Einführung in die als Inspirationsquelle dienende literarische Vorlage. Die ausführlichen Einzelanalysen erschließen die außerordentliche Spannweite und den gedanklichen Reichtum von Messiaens Musik, indem sie eine detaillierte Darstellung des thematischen Materials, seiner Struktur und seiner Funktion im Gesamt des Werkes mit einer Interpretation der von Messiaen verwendeten Bilder und Texte verbinden.
Das vorliegende Buch ist der erste Band einer Trilogie zum Schaffen Messiaens, der im Zusammenhang eines am Institut d’esthétique des arts contemporains der Pariser Sorbonne durchgeführten Forschungsprojektes entsteht. Der zweite Band behandelt die der tragischen menschlichen Liebe gewidmeten Werke der Jahre 1936-1948; im Mittelpunkt des dritten Bandes stehen drei Werke der Spätzeit – das Oratorium La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ, das Orgelwerk Méditations sur le mystère de la Sainte Trinité und die Oper Saint François d’Assise – in denen Messiaen Themen thomistischer Theologie reflektiert.
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| Veröffentlichung: | 15.06.2006 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 14,8 cm / 440 g |
| Seiten | 330 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 34.75 |
| Preis AT | EUR 35.80 |
| ISBN-13 | 978-3-938-09504-1 |
| ISBN-10 | 3938095040 |
Über den Autor
Siglind Bruhn, geb. 1951 in Hamburg, studierte Klavier (Staatsexamen Musikhochschule Stuttgart, Meisterklasse Wladimir Horbowski) sowie Romanistik, vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie (Magister Artium, Universität München), bevor sie 1985 in Wien in Musikanalytik / Musikwissenschaft promovierte. Nach zehnjähriger Lehrtätigkeit zunächst in Deutschland, dann an der Universität Hong Kong arbeitet sie seit 1993 in Ann Arbor, U.S.A., als Research Associate am Geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität von Michigan. Ab 2005 ist sie ans Institut d'esthétique des arts contemporains der Sorbonne verpflichtet.Bruhns Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere in deren Beziehung zu Literatur, bildender Kunst, Religion und Philosophie. Unter ihren dreizehn Buchmonografien finden sich Studien zur musikalischen Darstellung psychologischer Wirklichkeit in Alban Bergs Wozzeck, zu Bildern und Ideen in der Klaviermusik Debussys und Ravels, zur Darstellung religiöser Inhalte in Messiaens Vingt regards sur l’Enfant-Jésus, zu Hindemiths Oper Mathis der Maler als geistiges Zeugnis, zu sinfonischen Reflexionen über Gemälde, Gedichte und Dramen, zu Hindemiths zweifacher Auslegung von Rilkes Marienleben und zum Phänomen der Heiligen auf der Opernbühne. Bruhn publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien, hat fünf Aufsatzsammlungen als Mitautorin und Herausgeberin betreut und ist (mit Magnar Breivik) Editorin der bei Pendragon Press in New York erscheinenden Buchreihe “Interplay: Music in Interdisciplinary Dialogue.” 2001 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. (Weitere Informationen unter www.umich.edu/~siglind.)
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