Fulvia
Die Frau, die im alten Rom alle Regeln brach | Historische Richtigstellung eines über Jahrtausende verzerrten Bildes über eine der mächtigsten Römerinnen im 1. Jahrhundert v. Chr.
Um 83 v. Chr. geboren, lebte Fulvia zur Zeit von Cäsar und Kleopatra – und gehörte zu den ganz wenigen Frauen des römischen Reiches, die enorm viel Macht und Einfluss hatten. Bekannt ist sie zwar aus antiken Quellen, doch fast immer als Zerrbild durch die Feder ihrer männlichen Feinde: habgierig, grausam, eigensinnig, unweiblich. Ein Ruf, der sich über Jahrhunderte festgesetzt hat, bis hin zu der Legende, sie habe nach Ciceros Tod seine Zunge mit Haarnadeln durchstochen.
Die britische Historikerin Jane Draycott spürt der Fulvia hinter den Diffamierungen nach. Sie liest die Texte von Fulvias Gegnern kritisch, ordnet sie politisch ein und lässt dabei das alte Rom auferstehen. Sie erzählt von Fulvias Aufstieg an die Spitze der Macht, von ihren strategischen Bündnissen und ihrem außergewöhnlichen Charisma.
So entsteht das faszinierende Porträt einer Frau, die nicht gefallen wollte, sondern ihr Leben und ihren Aufstieg selbst gestaltete: vielleicht hart, sicher klug – und politisch gefährlich genug, um bis heute missverstanden zu werden.
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| Original Titel | Fulvia. The Woman Who Broke all the Rules in Ancient Rome |
| Veröffentlichung: | 03.07.2026 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 22 cm / B 13,8 cm / 475 g |
| Seiten | 304 |
| Art des Mediums | Buch |
| Preis DE | EUR 24.00 |
| Preis AT | EUR 24.70 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-492-07446-9 |
| ISBN-10 | 3492074464 |
Über den Autor
Dr. Jane Draycott arbeitet als Historikerin und Archäologin und unterrichtet Antike Geschichte an der Universität Glasgow. In ihren Büchern gibt sie starken Frauen der Antike eine Stimme und macht ihre Lebenswelt wieder lebendig.Diesen Artikel teilen
1 Kommentar zu diesem Buch
Eine interessante Frau aus dem antiken Rom
Fulvia ist eine zu Unrecht wenig bekannte beziehungsweise nahezu vergessene Frau aus dem antiken Rom. Sie war eine Zeitgenossin Gaius Julius Caesars, in dritter Ehe mit Marcus Antonius verheiratet und hatte nicht wenig Einfluss auf die Weltgeschichte, sie mischte sich ein, hatte eine eigene Meinung und Agenda und das war nicht allen Römern recht. Nicht nur Cicero verunglimpfte sie in seinen Schriften.Mir ist Fulvia in letzter Zeit mehrmals zumindest namentlich in Romanen begegnet, und so habe ich sofort zugegriffen, als ich diese Biografie sah, in bin sehr froh, dass ich das tat, denn hier begegnete ich einer etwas anderen Fulvia als bisher, nämlich einer Frau, die ich mögen könnte, die ich vielleicht gerne kennengelernt hätte. Nicht jede ihrer Handlungen kann ich gutheißen, man muss sie aber immer im Kontext ihrer Zeit und ihrem Umfeld sehen.
Leider gibt es wenige schriftliche Zeugnisse über Fulvia, und viele davon sind, wie die Ciceros, wenig schmeichelhaft, aber Cicero war auch befangen, selbst ein Zeitgenosse Fulvias, und stand mit ihr nicht gerade auf gutem Fuß. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Cover, das einen Ausschnitt aus einem Gemälde von Pawel Swedomski zeigt, in dem Fulvia mit triumphierendem Gesichtsausdruck Ciceros abgetrennten Kopf mit Haarnadeln traktiert, etwas, was ihr offenbar tatsächlich nachgesagt wurde.
Die Autorin hat daher auch Zeugnisse über andere Frauen herangezogen, die in einer ähnlichen Situation waren wie Fulvia, sie schreibt auch darüber, wie Frauen aus den gehobenen Kreisen generell im damaligen Rom lebten. Ich finde das nachvollziehbar, und so konnte ich mir auch ein allgemeines Bild des damaligen Lebens machen. Man erfährt natürlich auch den geschichtlichen Hintergrund, vor dem sich Fulvias Leben abspielte, in dem ihre Familie nicht nur ihren Platz hatte, sondern auch mitmischte. So waren zum Beispiel alle ihre Ehemänner Volkstribune. Jane Draycott macht nach Fulvias Tod nicht Halt, wir erfahren auch, wie es mit ihrer Familie, aber auch mit Rom, danach weiterging, sie spekuliert sogar ein bisschen, wie es hätte sein können, hätte Fulvia länger gelebt.
Es gibt einen umfangreichen Bonusteil, zunächst eine Vorbemerkung zu römischen Namen, die man nicht überblättern sollte, und einen Stammbaum, im Text finden sich unzählige Fußnoten, die die gute Recherche belegen, außerdem gibt es Karten, eine Zeittafel, ein Stichwortverzeichnis, Bilder, Quellen und eine Bibliographie.
Mir hat dieser Ausflug ins antike Rom und in Fulvias Leben sehr gut gefallen, mir wurde das Leben römischer Frauen der gehobenen Gesellschaft jener Zeit nahe gebracht, ich habe das eine oder andere dazugelernt und am Ende große Lust, noch ein bisschen im antiken Rom zu bleiben, so dass ich zeitnah andere Werke lesen möchte, die sich mit jener Zeit beschäftigen, egal ob Roman oder Sachbuch. Dieses Sachbuch jedenfalls kann ich unbedingt weiterempfehlen.
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Bewerbungsfrist bis zum: 07.08.2026
