Cover: Das Krähenzimmer
Carolin Frey
Das Krähenzimmer
- Thriller | Mit limitiertem Farbschnitt
ISBN: 978-3-499-01881-7
432 Seiten | € 18.00
Buch
Erscheinungsdatum:
14.08.2026
Thriller
Carolin Frey

Das Krähenzimmer

Thriller | Mit limitiertem Farbschnitt

3.00/5.00 bei 3 Reviews
4.2/5.00 bei 107 Reviews - aus dem Web

Die große neue Stimme der psychologischen Spannung: Carolin Frey begeistert mit ihrem Thrillerdebüt. Mit exklusivem Farbschnitt in der ersten Auflage.

Es sollte der sicherste Ort der Welt sein. Das gemütliche Reetdachhaus hinter den Dünen, wo Lotta die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbrachte. Sie weiß genau, wo der Schlüssel liegt, wie die Krähen im Garten klingen. Hier will sie sich verstecken, hier wird sie niemand finden. 
Doch anders als früher, als der Strand voller Touristen und alles bunt und lebendig war, scheint das Örtchen am Meer jetzt verwaist. Und auch im Haus ist etwas anders als früher. Lotta hat immer öfter das Gefühl, nicht allein zu sein. Jemand beobachtet sie. Jemand folgt ihr, wenn sie draußen ist. Jemand ist bei ihr, wenn sie schläft.
Lotta beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln. Was ist mit diesem Haus, das sie so gut kannte? Warum sind die Menschen so abweisend?
Als sie anfängt, Fragen zu stellen, setzt sich ein düsteres Bild zusammen. Das Haus in den Dünen scheint eine Geschichte zu haben, die es tief in sich bewahrt. Eine Wahrheit, verborgen in einem Tagebuch. 
Dann erfährt Lotta von der jungen Frau, die vor ihr hier war. Die auch in diesem Haus wohnte.
Die vor ihr hier gestorben ist …   

Düstere Atmosphäre, vielschichtige Figuren, Gänsehaut – ein Leseerlebnis, das noch lange nachwirkt.


Unterstütze den lokalen Buchhandel

Nutze die PLZ-Suche um einen Buchhändler in Deiner Nähe zu finden.

Postleitzahl
Veröffentlichung: 14.08.2026
Höhe/Breite/Gewicht H 21 cm / B 13,5 cm / 452 g
Seiten 432
Art des Mediums Buch
Preis DE EUR 18.00
Preis AT EUR 18.50
Auflage 1. Auflage
ISBN-13 978-3-499-01881-7
ISBN-10 3499018810
EAN/ISBN

Über die Autorin

Carolin Frey absolvierte ein journalistisches Volontariat und studierte Geschichte sowie Amerikanistik in Berlin. Sie arbeitete als Redakteurin, Lektorin und Projektmanagerin in den Bereichen Nachrichten, Kultur, Politik und Wirtschaft, bevor sie sich ganz dem belletristischen Schreiben widmete. Ihr Faible für Spannungsliteratur und (True) Crime teilt sie als Moderatorin der Podcasts Krimi-Duett (mit Buchhändler Christian Koch) und Hollywood Kills (mit Moderator Steven Gätjen). Wenn sie nicht gerade schreibt, liest oder moderiert, besucht sie Rockkonzerte und lässt sich auf Reisen für neue Geschichten inspirieren. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Mecklenburg-Vorpommern. Das Krähenzimmer ist ihr Debüt.

Diesen Artikel teilen

Ein Blogbeitrag zu diesem Buch

Das Krähenzimmer

Dunkle Geheimnisse in der Villa Sturmmöwe

Helgas Bücherparadies

2 Kommentare zu diesem Buch

4/5 17.08.2026 - 10:13 Uhr

Spannendes Thriller-Debüt

Zum Inhalt:
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lotta. Sie flüchtet sich nach der Trennung von ihrem Partner nach Geelekow, einem kleinen Ort an der Küste der Ostsee.
Hier hat sie in ihrer Kindheit schöne Sommer im Ferienhaus der Familie ihrer Stiefmutter verbracht. Doch im November sieht alles ganz anders aus. Der Ort ist leer und trostlos. Der Schlüssel liegt aber immer noch am selben Platz und so kann Lotta sich Zutritt zum Haus verschaffen.
Sie bleibt allerdings nicht unbemerkt, denn das Haus gehört zum größten Teil einer Gesellschaft, die es als Ferienhaus vermietet.
Lotta hat Glück und darf im Haus wohnen und für die Gesellschaft im November arbeiten.
Doch schon kurz nach ihrem Eintreffen beschleicht Lotta ein komisches Gefühl. Sie fühlt sich beobachtet und sie hört seltsame Geräusche. Ihre Nachbarin scheint sie zu beobachten.
Doch vieles, was in diesem Haus passiert ist, weiß Lotta noch gar nicht.

„Das Krähenzimmer“ ist das Thriller-Debüt von Carolin Frey.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig.
Lotta und auch die anderen Charaktere waren mir schnell sympathisch. Doch im Laufe der Geschichte wusste ich nicht mehr, wem ich trauen konnte und wem nicht.

Carolin Frey schafft es in ihrem Thriller, für eine ständig bedrohliche Atmosphäre zu sorgen.
Der Plot verspricht viel Spannung. Diese setzt auch gleich zu Beginn ein. Man ahnt schon, dass Lotta nichts Gutes erwartet.
Es geschehen auch immer wieder seltsame Dinge. Lotta hört Geräusche und hat das Gefühl, dass sich noch jemand im Haus befindet. So oft sie es durchsucht, kann sie nichts finden.
Zwischendurch gibt es Ausschnitte aus Tagebucheinträgen und man ahnt schnell, von wem sie sind.
Auch die Gedanken einer weiteren Person kann man zwischendrin lesen.
Wer diese Person ist, kommt aber erst am Ende der Geschichte zum Vorschein.

Der Mittelteil der Geschichte ist etwas langatmig, hier hätte man gut etwas kürzen können. Die Geräusche, die Lotta hört, wiederholen sich immer wieder. Die Bedrohung ist allgegenwärtig, aber es passiert nichts. Erst im letzten Drittel zieht das Tempo an und es wird wieder richtig spannend und das dann auch bis zum Ende.

Der Schreibstil von Carolin Frey ist flüssig und gut verständlich.

„Das Krähenzimmer“ ist ein spannender Psychothriller, der im Mittelteil einige Längen aufweist.

5/5 31.08.2026 - 20:37 Uhr

Das Krähenzimmer

Vor knapp zwei Wochen, am 14. August diesen Jahres, erschien im Rowohlt Taschenbuch Verlag mit „Das Krähenzimmer" das Debüt der Autorin Carolin Frey. Das hochwertige Paperback überzeugt optisch mit einem auffälligen Farbschnitt und einem gedeckten Cover, das durch einen leichten 3D-Effekt Meeresgischt andeutet. Der Buchschnitt ist in leuchtendem Neongelb gehalten und zieht damit gleich die Aufmerksamkeit auf sich. Auch Vor- und Nachsatz sind liebevoll gestaltet – beide enthalten Meeresmotive und Zitate aus dem Buch. Eine Triggerwarnung sucht man leider vergebens, was angesichts der für einige Leser sicherlich problematischen Themen Vergewaltigung und Trauma durchaus bedenklich ist – im literarischen Genre Thriller sind solche Warnungen allerdings ohnehin weniger verbreitet als in anderen Gattungen.

 

Erzählt wird ausschließlich aus der Perspektive von Lotta, einer schlagfertigen, ungewöhnlichen Protagonistin mit Piercings und Tattoos, die von ihrem Leben gerade einfach genug hat. Kurzerhand kehrt sie nach Geelekow, einem fiktiven Küstenort, an dem sie als Kind Urlaub gemacht hat, zurück. Die Nostalgie in der Villa Sturmmöwe wird allerdings schnell von etwas Unheimlichem überlagert. Die Nachbarn verhalten sich seltsam, es kursieren Gerüchte über das Haus, mysteriöse Geräusche und ein rätselhafter Brief sorgen für Unbehagen. Schließlich stellt sich heraus, dass Lotta nicht die erste Mieterin ist, die sich dort bedroht fühlt – die Villa ist gezeichnet durch eine dunkle Vergangenheit, über die aber scheinbar niemand im Ort sprechen möchte. Die Geschichte ist durchgehend im Präsens geschrieben, was die beklemmende Atmosphäre noch verstärkt, und auch der Prolog – scheinbar aus der Perspektive eines weiteren Opfers - stimmt von Beginn an auf das Düstere ein. Die Krähen ziehen sich dabei als Symbol des Todes wie ein roter Faden durch die Geschichte, als Vorzeichen und Konstante zwischen Vergangenheit und Gegenwart zugleich. Auf diese Art und Weise gelingt es der Autorin, ihre Leser von Beginn an zu fesseln und unmittelbar an der Handlung teilhaben zu lassen.

 

Zwischen den Kapiteln finden sich mysteriöse Notizen mit „Regeln", die möglicherweise aus der Feder des Mörders stammen. Außerdem findet Lotta im Laufe der Geschichte einige Tagebucheinträge und Zeitungsartikel, die die Handlung durch abweichende Formatierung noch realer wirken lassen. Pop-Culture-Referenzen von Dolores Umbridge über Ted Bundy bis hin zu Slipknot und Narnia, dazu Alltagserfahrungen mit der Deutschen Bahn, wie sie jeder schon einmal erlebt hat, sowie englische Einschübe und Kraftausdrücke verleihen Lottas Welt eine glaubwürdige Bodenhaftung.

 

Thematisch geht das Buch weit über einen klassischen Thriller hinaus: Kontaktabbruch zur Familie, der Umgang mit Versagen und den Erwartungen anderer, die Suche nach Sicherheit sowie das Trauma sexueller Gewalt werden einfühlsam und ohne Beschönigung behandelt. Interessant ist auch die Ambivalenz rund um einige Nebenfiguren – bis zuletzt bleibt unklar, ob sie Lotta tatsächlich schützen wollen oder ihr vielmehr Böses wollen. Die Protagonistin kann niemandem trauen – und wir somit auch nicht. Dennoch baut sich kurz vor dem Finale eine Liebesgeschichte auf, die nur wenig Raum einnimmt, jedoch nicht aufgesetzt wirkt oder übermäßig vom Plot ablenkt.

 

Alles in allem ein starkes Debüt, das besonders durch die beklemmende Atmosphäre beeindruckt, welche den Leser von Beginn an in ihren Bann zieht. Man spürt Lottas Verzweiflung auf nahezu jeder Seite, und die vielschichtige Handlung bietet mehr, als der erste Eindruck vermuten lässt – inklusive einiger wirklich überraschender Plottwists, die erst auf den letzten fünf Seiten den Blick auf die Wahrheit freigeben. Von mir eine klare Leseempfehlung – vor allem für alle, die es mögen, wenn ein Thriller auch wirklich unter die Haut geht und bis zur letzten Seite fasziniert.

 


.... weitere Publikationen von ROWOHLT Taschenbuch

"Darf's ein bisschen mehr sein?"
4.1
"Geschnitten oder am Stück?"
3.7
"Ich hab nichts gegen Frauen, du Schlampe!"
4.5
"Mit oder ohne Knochen?"
4.0
#5MinutenJura
4.6
... und morgen werde ich dich vermissen
3.4
... und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee
4.2
112 - Der tägliche Wahnsinn
4.5
1356
4.3
199 Fragen an dich selbst
4.6
42 Grad
4.1
50 Sätze, die das Leben leichter machen
4.6
8 Rules of Love
4.6
99 Mind Hacks
A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
4.3
A History of Us − Nur drei kleine Worte
4.5